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ICH BIN NICHT MERCURY – Uraufführung

Vier Musicaldarsteller in einem beeindruckenden Ausflug in die Popmusik der 70er Jahre! Das beschreibt die Uraufführung von ICH BIN NICHT MERCURY sicher ganz gut. Am 11.01.2020 waren wir Gast bei der ersten Premiere 2020 im Schlosspark Theater Berlin. Was das Besondere an der Performance ist, kann man hier nachlesen.

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Cast Ich bin nicht Mercury ©DERDEHMEL/Urbschat

Am 11. Januar 2020 feierte ICH BIN NICHT MERCURY im Schlosspark Theater Berlin seine Uraufführung. Wir waren für unsere Musicalbegeisterten Fans vor Ort, um uns ein Bild von dem Stück zu machen.

Eines müssen wir gleich im Vorfeld verlauten lassen: ICH BIN NICHT MERCURY ist kein Musical. Es ist aber auch kein Theaterstück und ein Konzert ist es wohl auch nicht. Wir können eigentlich keinen Namen für das dort gehörte finden. Ein Konzert-Musical vielleicht?

Vier bekannte und ausgezeichnete Sänger aus dem Musical Bereich präsentierten dort 2 ½ Stunden Musikstücke von Queen umrahmt von einer kleinen Story. Von “Bohemian Rhapsody” „Bicycle“ über “Another One Bites the Dust” bis zu “The Show Must Go On” und “We Are the Champions” waren alle bekannten und vielleicht auch weniger bekannten Queen- und Mercury-Songs vertreten.

Es geht aber auch um Liebe, Freundschaft und Vertrauen.

Vorhang auf und gleich geht’s los

Szene Cast M.Ernst, S.Berner, M.Billep, Th.Borchert, Band

©DERDEHMEL/Urbschat

Die Show startet mit dem Blick auf einen Probenraum. Nach und nach kommen die einzelnen Bandmitglieder zur letzten Probe vor der am nächsten Tag angesetzten CD-Aufnahme.

Frank (Michael Ernst) schlurft auf die Bühne. Er wirkt angeschlagen, müde. Erste Handlung: Pillen einwerfen, bevor die anderen erscheinen und etwas mitbekommen.

Lisa (Sophie Berner) erreicht als Nächste den Probenraum. Die ersten Musiktöne erklingen. Man singt sich schon mal warm, bis dann auch Ken (Marco Billep) und Chris (Thomas Borchert) endlich zur angesetzten letzten Probe vor dem großen Tag, der CD Einspielung, erscheinen.

Ohne dass wir es wirklich bemerkt haben, sind wir schon mittendrin, im Stück, im Konzert, in der Probe?

Ausgeprägte Charaktere präsentieren sich

Chris erscheint auf der Bühne. Er gibt sich als großer Macher der Band, er ist der Leader mit allen zu erwartenden Allüren.

Thomas Borchert als Chris, in wunderbar überzogener Art und musikalisch, wie gewohnt, top. Er rockt die Bühne nicht nur stimmlich, sondern auch optisch im goldenen Glitzerhemd und teils akrobatischen Tanzstilen.

In den kurzen Dialogen zwischen den Songs erfahren wir, Lisa und Chris sind ein Paar – oder zumindest waren sie eines. Es gibt Diskrepanzen zwischen den beiden. Viel unausgesprochenes liegt in der Luft.

Im weiteren Verlauf der Bandprobe kommen auch die Problematiken der anderen Bandmitglieder zum Vorschein. Ken hat ganz andere Probleme. Er ist der harmoniesüchtige Familienmensch in einer Patchworkfamilie und hat eigentlich andere Lebensvorstellungen. Ja und dann ist da noch Frank, zuerst ziemlich unbemerkt und wenig im Fokus des Geschehens.

All dies zieht sich im Laufe des Abends durch das Stück und endet schließlich im Outing jedes Einzelnen.

Minimierte Dialoge – viel Musik

Wie bereits erwähnt, sind die Dialoge sehr reduziert. In Zahlen ausgedrückt: 5 % Dialoge und 95 % Musikpower. ICH BIN NICHT MERCURY unter der Regie von Thomas Schendel, ist wohl eher eine Hommage an Freddy Mercury und die Band Queen, als ein Musical oder Theaterstück. Es ist ein Konzert mit minimierter Handlung.

An sich eine gute Präsentationsform, welche man im Schlosspark Theater so allerdings nicht erwartet.

Stücke wie z. B. DORIS DAY – DAY BY DAY, welches 2016 im Schlosspark Theater präsentiert wurde, liegen da eher in der Erwartungshaltung des Zuschauers. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Handlung und Musik geben einem Musical oder einem Theaterstück mit Musik eine Prägung. Dies soll keineswegs eine negative Bewertung darstellen, sondern nur die Erwartungshaltung relativieren.

Musikalische Leitung in bekannter Hand

ICH BIN NICHT MERCURY ist musikalisch top und bringt gute Laune und Stimmung. Dies ist nicht nur ein Verdienst der vier Interpreten, sondern auch der musikalischen Leitung von Harry Ermer und der eigens für dieses Stück zusammengestellten UnderPressured Rockband.

Für die Band hat der musikalische Leiter Harry Ermer – Piano, die Musiker Philipp Schmidt – Keyboard, Sebastian Vogel – Bass und Benjamin Barritt – Gitarre gewinnen können. Mit fantastischen Einzelsolos hat die Band die Zuschauer begeistert.

Für Fans und Liebhaber der Queen Songs, ist ICH BIN NICHT MERCURY ganz sicher ein wundervoller und erlebnisreicher Abend. Alle anderen Besucher werden aber ebenfalls begeistert sein, von den stimmlichen Darbietungen jedes einzelnen „Bandmitgliedes“

Szenenbild M.Ernst, S.Berner, M.Billep, Th.Borchert-band

©DERDEHMEL/Urbschat

Das Sophie Berner – CABARET,  Marco Billep – WEST SIDE STORY, Michael Ernst – DIRTY DANCING und Thomas Borchert – TANZ DER VAMPIRE Profis auf ihrem Gebiet sind, brauchen wir hier niemandem erzählen. In ICH BIN NICHT MERCURY kann man von ihnen allerdings auch musikalische Seiten hören, die dem einen oder anderen vielleicht so noch nicht bekannt sein dürften.

Es war ein wirklich musikalisch toller Abend, den sich nicht nur Queen Fans unbedingt anschauen oder besser anhören sollten.

Noch bis Ende Februar 2020 ist dieses etwas andere Stück, täglich außer Montags, in der Musikgeschichte im Schlosspark Theater Berlin zu sehen.

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Kategorie: Theater Eigenproduktionen

Tags: Berlin

Autor: I. Marquardt (16.01.2020)

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