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Glitter, Flimmer und viel Applaus

LA CAGE AUX FOLLES hat in der Staatsoperette Dresden mit großem Erfolg Einzug erhalten. Die Show wartet mit Starbesetzung, wie Uwe Kröger als Albin/Zaza oder Dieter Landuris als Georges auf. Bühnenbild, Orchester und Kostüme runden das Ganze ab und machen LA CAGE AUX FOLLES zu einem empfehlenswerten Erlebnis.

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LA CAGE AUX FOLLES
LA CAGE AUX FOLLES © Kai-Uwe Schulte-Bunert

Tosender Applaus für LA CAGE AUX FOLLES

Die Staatsoperette Dresden hat schon viele gute Musical-Inszenierungen auf die Bühne gebracht und mit LA CAGE AUX FOLLES, welches am 29. Januar 2016 Premiere feierte, knüpft sie an diese Erfolgssträhne an. Schon während der Show gab es begeisterten Applaus, doch beim Schlussapplaus hielt es keinen mehr auf dem Platz.

Wenn Travestie auf Tradition trifft

Die Handlung von LA CAGE AUX FOLLES verspricht bereits einen amüsanten Abend, der an die Toleranz appelliert. Das homosexuelle Paar Albin und Georges leiten ein Travestie-Lokal namens „La cage aux folles“, bei dem Albin als Zaza der Star ist. Beide zogen gemeinsam den leiblichen Sohn Jean-Michel von Georges auf, der nun mit 24 Jahren verkündet, dass er eine Frau heiraten will, was für beide erst einmal ein Schock ist. Doch das ist nicht das einzige Problem. Anne – Jean-Michels Verlobte – ist die Tochter von Edouard Dindon, der Vorsitzende der „Partei für Tradition, Familie und Moral“ und erzkonservativ ist. Verständlich, dass Jean-Michel versuchen will, zu verheimlichen, dass seine Eltern homosexuell sind und will wenigstens für einen Tag eine normale Familie mimen. Dabei hat er nicht die Rechnung mit seiner „Mutter“ Albin gemacht, der es sich natürlich nicht nehmen lassen will, die Eltern seiner zukünftigen Schwiegertochter kennenzulernen, aber mit seinen Allüren für Chaos sorgt.

Stimmungsvolles Bühnenbild und gutes Orchester

Das Bühnenbild von Christian Floeren bestand aus einer Drehbühne, die zwischen der Bühne des „La cage aux folles“ und dem Wohnzimmer von Albin und Georges wechselte. Zudem zeigte eine Leinwand bei Bedarf eine nächtliche Stadt oder eine Strandlandschaft. Abgerundet wurde alles durch passende Requisiten, wie zum Beispiel Statuen, Tische und ähnliches.
Die Tontechnik funktionierte tadellos und war gut auf die Darsteller abgestimmt. Das Orchester spielte ausgezeichnet. Der Dirigent sorgte für ein angepasstes, dynamisches Tempo.

Große Stimmgewalt

Die Staatsoperette Dresden wartete in LA CAGE AUX FOLLES mit Starbesetzung auf. So spielte Uwe Kröger (u.a. ELISABETH und REBECCA) sehr überzeugend die Rolle von Albin/Zaza. Vor allem die Szenen, in denen er Albin spielte, wirkten authentisch. Auch stimmlich füllte er diese Rolle mehr als aus. Besonders das Lied „Ich bin, was ich bin“ riss das Publikum mit.
Seinen Partner Georges spielte Dieter Landuris (u.a. LINIE 1 und ICH MICH AUCH) brillant. Die Zerrissenheit zwischen seiner Liebe zu Albin und seinem Wunsch seinem Sohn den Gefallen eines „normalen“ Tages zu erfüllen, war wirklich deutlich. Seine Stimme passte perfekt zu dieser Rolle, allen voran bei den Liedern „Song am Strand“ und „Sieh mal dorthin“, die er sehr gefühlvoll sang.
Die Rolle des Jean-Michel wurde von Jannik Harneit (u.a. DER KLEINE HORRORLADEN und CATCH ME IF YOU CAN) verkörpert. Hervorragend spielte er den jungen Mann, der für die Liebe alles tun würde. Vor allem Gestik und Mimik setzte er geschickt ein.
Anne wurde von Jeanette Oswald (u.a. KISS ME KATE und EVITA) gespielt, die diese als etwas zurückhaltend spielte. Als sie ihrem Vater widersprach, war die Wandlung dieser Rolle fast zu spüren, was erstaunlich ist, da diese Rolle doch relativ kurz ausgelegt ist.
Ihre Eltern Edouard und Marie wurden bestens von Hans-Jürgen Wiese (u.a. JEKYLL & HYDE und MY FAIR LADY) und Katharina Spaniel (u.a. MY FAIR LADY und EMIL UND DIE DETEKTIVE) gespielt. Diese erzkonservative Haltung und Empörung lebten sie auf der Bühne regelrecht. Von der ersten Minute an glaubte man beiden diese Rollen.
Erwähnenswert ist auch Bryan Rothfuss, der Jacob – Albins Zofe – spielte. Er sorgte für viele erheiternde Momente während des Stücks, vor allem, wenn er, als Jacob, sein Können zur Schau stellen wollte.
Die „Les Cagelles“, die Transvestiten des La cage aux folles, wurden großartig gesungen und gespielt. Alle Stimmen harmonierten und die einzelnen Rollen waren gut herausgearbeitet. Vor allem „Wir sind, was wir sind“ war sehr einprägsam.

Empfehlenswert

Das Fazit des Abends ist eindeutig: diese Show ist sehr empfehlenswert. Ein Abend voller Witz, Exzentrik und mitreißender Stimmung. Die Show läuft noch bis zum 03.06.2016 in der Staatsoperette Dresden.

Kategorie: Kritiken,La Cage Aux Folles,Stadttheater

Autor: A. Polifka (02.02.2016)

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