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Wieso sind Musicaltickets so teuer?

Nichts wird so heiß diskutiert, wie die Preise von Musicaltickets, wobei vor allem die Ticketpreise von Stage Entertainment ins Kreuzfeuer geraten. Musical1 hat bei Stage Entertainment und bei der Komischen Oper Berlin nachgefragt, wie dieser große Preisunterschied zustande kommt und hat auch ein paar Tipps, wie man vielleicht doch noch den ein oder anderen Euro sparen kann.

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First Stage Vorhang
First Stage Vorhang © Mica Reinhardt

Die Sache mit dem Preis…

Nichts erhitzt die Gemüter in der Musicalwelt so sehr, wie eine Diskussion über die Ticketpreise der beliebten Musicalklassiker wie DAS PHANTOM DER OPER, TANZ DER VAMPIRE, GHOST  und so weiter. Doch wieso ist das so? Musical1 hat sich zwei Ticketpreise in Berliner Theatern angesehen. Für eine Aufführung von ANATEVKA in der Komischen Oper Berlin am 01. April kostet ein Ticket zum Normalpreis 12-79 €, ein Ticket für GHOST im Theater des Westens zur selben Zeit am selben Tag 49,90-115,90 €. Wie es zu so unterschiedlichen Preisen kommt, haben uns Frau Dr. Röber (Komische Oper Berlin) und Herr Jaekel (Stage Entertainment) ausführlich mit interessanten Fakten erklärt, die in diesem Artikel wiedergegeben werden.

Staatlich gefördert oder nicht?

Den wohl größten Unterschied macht die staatliche Förderung. Viele wissen bereits, dass private Theater, wie z.B. die Häuser von Stage Entertainment, keine staatliche Förderung erhalten. Doch von welchen Summen spricht man hier? Zuerst einmal ist jedoch die Frage, warum einige Theater eine Förderung bekommen und andere nicht.

Die Theater, die staatlich gefördert werden, sollen einen Bildungsauftrag erfüllen können. Deshalb werden sie unterstützt und können somit viele verschiedene Stücke aus verschiedensten Sparten zeitgleich anbieten. Daher ist der Spielplan so vielfältig gestaltet und die Preise werden niedrig gehalten, um allen Leuten den Zugang zur Kultur zu ermöglichen. Die privaten Theater gelten als eigenständige Unternehmen. Sie bekommen vom Staat keine Förderung und sind somit nicht verpflichtet, einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Sie sind frei in der Stückwahl, jedoch fehlt ihnen auch so viel Geld pro Show, die sie durch höhere Preise ausgleichen müssen.

Wir erfuhren, dass die Komische Oper Berlin 2016 eine stattliche Förderung in Höhe von 35,2 Mio € erhalten hat. Diese Förderung deckt somit einen großen Teil der Kosten bei staatlichen Theatern. Herr Jaekel erklärte an einem Beispiel, welchen Unterschied dies macht. Die Bayrische Staatsoper München zählt nach Aussage von Herrn Jaekel als das staatlich geförderte Theater mit der höchsten Eigenfinanzierung. 35% seiner Kosten trägt dieses Theater selbst. Verkauft es also ein Ticket für 35 €, so müsste es ohne Förderung für dasselbe Ticket 100 € verlangen, nur um kostendeckend, nicht gewinnbringend zu verkaufen. Die komische Oper Berlin hat 2016 eine Einnahmen in Höhe von 11,3 Mio € erwirtschaftet, trägt also rund 24% der verfügbaren Geldmittel selbst.

Welche Kosten entstehen vor der Premiere?

Hört man Kosten, denkt man als erstes an Miete, Strom, Löhne, Gehälter, Gagen und Versicherungen. Die Kosten, die jeder selbst aus dem eigenem Leben kennt oder von der eigenen Arbeit. Jedoch steckt noch viel mehr Geld dahinter, als man zuerst vermutet. Die ersten Kosten fallen nämlich schon viele Wochen und Monate vor der Premiere an. Beträge, die andere Shows decken müssen, da ja erst mit dem Kartenverkauf Einnahmen kommen. Diese decken eine Weile erstmal nur die Kosten der Vorbereitung, bevor sie die laufenden Kosten decken oder gar Gewinn erzielen können.

Herr Jaekel nannte die Kosten, die allein vor der eigentlichen Show anfallen. Zu allererst muss eine Lizenz zur Aufführung des Stückes erworben werden, damit es überhaupt möglich ist, ein Stück aufzuführen. Dann kommen Bühnenbild, Kostüme, Licht- und Ton-Design dazu. Zudem Gebühren für gemietete Proberäume und auch gegebenenfalls Stückübersetzungen. Damit jedoch nicht genug. Auch Personalkosten fallen an. Kosten für das Kreativteam, Techniker, Darsteller, Orchester, Verwaltungspersonal und so weiter. Auch Zahlungen für Strom, Instandhaltung, Theatermiete und Reinigung stehen an. Keinen kleinen Anteil haben auch die Kosten für das Marketing und das Ticketing, das heißt, die Nutzung von Ticketportalen wie Eventim.

Ausgaben nach der Premiere

Die Tickets sind verkauft, die Premiere war erfolgreich und es entstehen nun weitere Ausgaben, die während des Spielbetriebs laufen. Es fallen Verbrauchskosten an, wie Strom und Wasser, aber auch Kosten für Make-Up, Reinigungskosten oder für Reparaturen an Kostümen, die bei 8 Shows pro Woche stark beansprucht werden. Es werden weiterhin Lizenzabgaben bezahlt und auch Gebühren für das Ticketing fallen weiterhin an. Dazu kommen weiterhin Kosten für das Marketing, seien es Plakate, Merchandise oder auch Promo-Auftritte. Natürlich fallen  Kosten für das Personal – erweitert durch das Servicepersonal während der Vorstellungen -, Material, Reinigung und Reparaturen an. Darüber hinaus muss auch die Miete gezahlt werden.

Diese Ausgaben zu decken reicht nicht: Man benötigt Gewinneinnahmen. Mit diesen erwerben die Theater neue Lizenzen und entwickeln neue Shows. Würden die privaten Theater nur kostendeckend arbeiten, würde das Geld fehlen, um die Kosten zu decken, die für die Vorbereitung eines neuen Stückes anfallen.

Wie kann ich beim Ticketkauf sparen?

Trotz der aufgezählten zu deckenden Kosten, bieten beide Häuser verschiedene Möglichkeiten an, bei Tickets zu sparen. Beide Häuser bieten Ermäßigungen für Schüler, Auszubildende, Behinderte, etc. an. Zudem sind bei beiden die Tickets unter der Woche preiswerter, als am Wochenende.

Darüber hinaus bietet die Komische Oper für 40€ im Jahr die Operncard25 an, mit der man bei den Preiskategorie I – V 25% spart. Auch kann man in Kombination mit der BerlinCard  ähnlichen Rabatte bekommen.

Die Stage Entertainment bietet oft Musical Rabattaktionen an, über die sie im Newsletter hinweist. Auch gibt es Vorverkaufsstellen, die am Aufführungstag noch Last-Minute-Rabatte anbieten. Auch Seiten wie groupon bieten manchmal reduzierte Tickets an. Über Reisebüros gibt es manchmal Angebote, in denen Tickets vergünstigt integriert sind.

Mit diesem Hintergrundwissen sieht man teurere Ticketpreise vielleicht etwas gelassener und findet den ein oder anderen neuen Hinweis, wie man dennoch ein paar Euro beim Kauf sparen kann.

Kategorie: Ratgeber

Autor: A. Polifka

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