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Remember my name – FAME

Die Absolventinnen und Absolventen der Stage School Hamburg präsentieren sich mit ihrer Abschlussproduktion FAME und genießen einen authentischen Start in ihre Berufswelt. Wir hatten die Chance die Premiere zu sehen und im Anschluss mit einigen Absolventen zu sprechen.

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Fame-Szene
Remember my name – FAME © Dennis Mundkowski

Hard Work

Nick Piazza

© Dennis Mundkowski

Die Absolventinnen und Absolventen durchliefen drei Jahre lang die Ausbildung zum MusicaldarstellerIn in der Stage School Hamburg. Dort lernten sie verschiedene Tanzstile (Steppen, Ballett, Jazz) und hatten Unterricht in Gesang und Schauspiel. In allen drei Bereichen müssen sie sich beweisen und das ist bedeutete harte Arbeit, um später im Beruf bestehen zu können. Als ungeschliffenen Diamanten kommen sie in die Schule und nachdem die Dozierenden sie drei Jahre lang bearbeitet haben, starten sie nun glänzend in die Arbeitswelt. So ließen es sich die Dozierenden es auch nicht nehmen, ihre harte Arbeit und natürlich die der Absolventinnen und Absolventen auf der Premiere von FAME zu begutachte. Aber auch schon vorher hatten die Studierenden die Chance in ihrem Studium Bühnenerfahrungen zu sammeln. „Ich stand hier schon über 80 mal auf der Bühne mit den Monday Nights, der Weihnachtsshow, Einblicke und auch bei Alexander di Capris Produktion von JESUS CHRIST SUPERSTAR hatte ich die Chance dabei zu sein“, berichtet uns Fynn Duer-Koch, der den Nick Piazza in FAME.

Stage School und PA

Es gibt wahrscheinlich kein besseres Musical, welches das Leben der Absolventinnen und Absolventen widerspiegelt als FAME. In FAME geht es um Studierende einer Hochschule für darstellende Künste (Performing Arts → PA) und ihrer Entwicklung in dieser Studienzeit. Die Absolventinnen und Absolventen der Stage School Hamburg dürfen als Abschlussproduktion quasi ihr Leben spielen. Wir waren von dieser neuen, frischen Energie und der Authentizität der Absolventinnen und Absolventen völlig beeindruckt. Diese Energie und Authentizität ist bestimmt auch auf die lebensnahe Story und dem Gefühl „Es endlich geschafft zu haben“ zurückzuführen. Mit dieser Produktion haben die Absolventinnen und Absolventen auch eine neue Erfahrung in ihren zukünftigen Job bekommen. Marius Bingel, der den Joe Vegas spielt, erzählte uns: „Es war anders als die Sachen, die wir zuvor gemacht hatten. Weil es auch ein anderes Team war, das mit uns gearbeitet hat und unser Dozent Phil Kempster, den wir zuvor in Steppen hatten, war nun der Choreograf und hat von Anfang an gesagt -vorher wart ihr unsere Schüler, jetzt seid ihr unsere Kollegen und arbeiten zusammen- und es funktionierte. Das war eine tolle Erfahrung“. Die Show war voller hervorragender Choreografien, die Phil Kempster zu verdanken sind. Sein Vorteil war es vermutlich, dass er die Cast seit drei Jahren kannte und weiß, was er alles aus ihnen rausholen kann.

Ensemble

© Dennis Mundkowski

Zufällige Begegnungen mit Risiko

Der Produzent Thomas Gehle und sein Assistent Dennis Schulze haben lange nach einem Regisseur gesucht. Schulze ist dann jemand eingefallen, den er mehr oder weniger Mal zufällig getroffen hat. Dieser jemand war Felix Löwy. Er stand schon sehr früh auf der Bühne und hat in seinem jungem Alter schon viel Erfahrung sammeln können. Unter anderem war er Dirigent bei LIEBE STIRBT NIE. Das Produzententeam hat lange hin und her überlegt, hatten aber doch ein gutes Gefühl bei Löwy und fragten diesen dann. Löwy hatte auch zugesagt, aber unter der Bedingung, dass er mit seinem eigenen Team kommt. Das war ein Risiko, aber das hat sich völlig ausgezahlt. Seine Regiearbeit machte das ganze Stück nahbarer. So nutze er zum Beispiel die Gegebenheiten der Bühne aus. Da sie ebenerdig ist, wurde nicht nur der Bühnenraum genutzt sonder es ging auch mal in die Zuschaueraufgänge rein. Auch hat er das Publikum so mit einbezogen, dass sie das Publikum der Show, in der Show oder auch Gäste auf der Abschlussfeier waren.

Abschlussfeier

© Dennis Mundkowski

Simples reicht oft aus

Das Bühnenbild ist sehr simpel aufgebaut, reicht aber völlig aus. Es besteht aus zwei ebenerdigen Seitenaufgängen jeweils einer rechts und links. Vor dem linken ist noch ein weiterer Aufgang, jedoch eine Stufe höher und ist mit einem Türrahmen versehen. Im hinteren Bereich der Bühne ist eine höhere Ebene, die von vorne einen Treppenaufgang hat und einen Seitenaufgang von der linken Seite. Die Ebene dient primär als Musikraum. Die Live-Musik kommt von einer vierköpfigen Band, die unter dieser Ebene hinter einer Wand von Schließfächern versteckt ist. Der Platz davor wird für viele Räume genutzt. Sei es der Ballettsaal, der dann im Klassenverband noch mit Ballettstangen versehen wird und durch Schulstühle wird aus ihm ein Klassenzimmer. Zur Cafeteria wird der Platz mit Tischen und Stühlen oder er kann auch einfach durch die Schließfächer ein Schulgang sein.

Die Kostüme sind im Vergleich zur Zeit, in der das Stück entstand, eher modern gehalten. Auch sind einige Wörter in den „modernen Slang“ übersetzt worden. Dazu kann man auch erwähnen, dass das komplette Stück auf deutsch ist und daher für alle gut verständlich ist. Nur der „Titelsong“ – Fame ist im englischen geblieben.

Fame-Szene

© Dennis Mundkowski

Wie war es?

Nicht nur wir alleine waren begeistert von der show. Die absolventen wurden mit standing ovations gefeiert. Diese positive Stimmung spiegelte sich noch bei dem Beisammensein im Foyer wieder. Dort trafen wir Richard-Salvador Wolff, der uns von seinen eindrücken berichtete: „Es war super! Sie sind alle frische Absolventen und sie haben einen ganz, ganz tollen Job gemacht und man darf nicht vergessen, dass es eine Schulproduktion ist und da fehlen halt die Gelder, aber dafür ist auch zum Beispiel das Bühnenbild super umgesetzt und eigentlich auch schon mehr als man zu erst erwartet. Die Choreografien warten toll, die Regie war super und die Cast hatte extrem viel Energie und deswegen hat es echt gelebt das Stück. Definitiv wird die Nähe zum eigenen Leben diese Energie unterstützt haben und natürlich sind alle jetzt an dem Punkt – geht unser eigener Weg jetzt weiter oder nicht?- aber wenn man an diesem Punkt ist, gibt man erst recht mehr Gas. Da ist es natürlich toll so ein Stück als Abschlussstück zu haben, weil die sich damit einfach identifizieren können und es nimmt einfach viel Ballast weg und man kann sich einfach mehr zeigen. Das macht das ganze Stück so authentisch. Mein Highlight war Michaela Thurner, die die Serena Katz gespielt hat. Sie war der Hammer! Echt grandios! Wenn man sie so sah, war sie, auch natürlich der Rolle verschuldet, eher eine graue Maus, aber gesanglich war sie einfach präsent und überwältigend!“

Nun ist alles vorbei…

Wir haben mit Michaele Thurner (Serena Katz), Fynn Duer-Kock (Nick Piazza), Antonia Wortberg (Carmen Diaz) und Marius Bingel (Joe Vegas) und gefragt, wie es ihnen nun geht?

Nick und Serena

© Dennis Mundkowski

Michaela: Gut! Es ist echt spannend. Wir hatten ja schon zwei Previews, aber es ist krass, wie anders die Premiere doch noch einmal ist. Auch weil so viele ehemalige Dozenten da waren und uns drei Jahre lang sehen, mit einem gearbeitet und bis hier hin gebracht haben, das ist schon ein anderer Aufregungsgrad. Es hat auch unheimlich viel Spaß gemacht, die Show in fünf Wochen zu erarbeiten und ich hab noch gar nicht so richtig realisiert, dass wir jetzt den Abschluss in der Tasche haben. Nach der Prüfung hatten wir gar nicht mal so viel zeit um es zu realisieren, da es mit FAME losging. Aber vermutlich wenn der Alltag reinkommt, sickert es durch.

Fynn: Jetzt nach der Premiere fühle ich mich befreit. Es waren fünf Wochen voller Aufregung und Stress und die sind jetzt zu Ende. Aber was heißt hier zu Ende? Jetzt geht es erst los. Natürlich ist Probenzeit immer was Anstrengendes. Man macht 10 Stunden nur Choreos, Gesang, Schauspiel, du stehst an der Stelle da und machst mit der Hand das und so weiter. Jetzt haben wir alles umgesetzt und es hat geklappt. Das ist schon ein schönes Gefühl. Auch wenn mir der Nick es auch ein bisschen schwer gemacht hat. Wir beide sind uns dann doch schon sehr ähnlich und da kam dann oft sie Frage bei mir auf „Ist das jetzt Nick oder Fynn?“, aber in den fünf Wochen Probe konnten wir alles gut erarbeiten.

Antonia: Wir haben ja eigentlich schon die dritte Show hinter uns gehabt, aber die Premiere war aber doch noch einmal ein anderes Level. Das Publikum stand schon bei der letzten Nummer und ich hab so lange mit der Rolle gekämpft, weil ich überhaupt nicht wie Carmen bin. Ich bin nämlich eine, die genau das verhindern will, dass Leute denken ich sei wie sie. Deswegen war es für mich so schwierig in die Rolle zu schlüpfen. Da waren die frühen Standing Ovations schon ein tolles Gefühl. Ich bin auch verdammt froh darüber, dass Felix mir die Chance gegeben hat, diese Entwicklung machen zu können und dann flippt das Publikum auch noch so aus. Ich bin sprachlos! Trotzdem wüsche ich allen, dass sie ihre innere Carmen finden. Es gibt gesunde Sachen an ihr zum Beispiel, dass man selbstbewusst ist. Das ist wichtig, auch um das zu tun, das man liebt.

Marius: Müde * lach *, neee ich fühle mich gut. Es war eine gute Show, da hat sich die Arbeit davor wirklich gelohnt. Man ist auch sehr sehr erleichtert, vor allem wenn man dann mit der Ausbildung durch ist. Ich freue mich jetzt endlich raus zu kommen und zu arbeiten! Es macht wirklich Spaß und wenn dann noch die Rolle passt, ist es um so besser. Es ist unfassbar viel von Joe Vegas in mir drin. Da muss ich sagen, dass ich vor vier Jahren schon einmal FAME in einer Amateurproduktion gespielt habe, aber damals als Nick Piazza. Da kannte ich das ganze Team schon. Die musikalische Leitung war meine damalige Gesangslehrerin und da habe ich schon irgendwie die Hebel mitdrehen können und sie wollten mich eigentlich auch als Joe besetzten, aber ich wollte den Nick spielen, weil ich seinen Song schon immer gesungen haben und ich ihn toll fand. Da habe ich dann doch den Nick gespielt. Heute weiß ich aber, dass Joe viel mehr meine Rolle ist, weil es viel mehr ich ist. Ich hab halt auch mal meine Momente, in denen ich meine Anspielungen mache, die sind aber bei mir sehr sarkastisch gemeint und bei Joe kommt das von wo anders her * lach *. Ich finde es aber auch ganz spannend Rollen zu spielen, die nicht, wie man selber ist, sind.

… oder nicht?

Jetzt fängt es erst richtig an! Doch erst einmal spielen sie die FAME-Produktion bis zum 14. Juli und wegen der großen Nachfrage zusätzlich vom 20. August bis zum 20. September. Aber was passiert danach und was nehmen die vier nach diesen drei Jahren mit?

Carmen und Joe

© Dennis Mundkowski

Antonia: Ich bin wahnsinnig stolz und die Zeit in der Schule war ganz anders als das, was ich jetzt erlebe und ich nehme auf jeden Fall aus der ganzen Zeit mit, immer ich selbst zu sein und wirklich meine Schiene zu fahren. Ich habe so viele tolle Leute kennengelernt, die mich so toll unterstützt haben. Aber letztendlich muss ich da stehen. Mal sehen, was das Schicksal mir so bringt. Für FAME musste ich einen Job schon absagen, aber es läuft noch ganz viel, da kommt bestimmt noch was!

Marius: Ich hoffe, das klingt jetzt nicht eingebildet, aber aus dem Stück nehme ich ganz viel Professionalität mit. Wir machen ja schon in der Ausbildung viel Shows zum Beispiel Monday Nights oder die Weihnachtsshow und das bring einen schon in eine gute Richtung. Aber jetzt wo wir mit einem ganz anderen Kreativteam gearbeitet haben, ist das was ganz Neues und Hilfreiches für die Zukunft. Das wird mir für mein neues und erstes richtiges Engagement von Vorteil sein.

Michaela: Ich habe mich in diesen drei Jahren so entwickelt wie noch nie in meinem Leben. Man lernt so viel über sich selbst in so einer Ausbildung und es ist schon hart und geht an die Substanz, aber dadurch reflektiert man unheimlich viel und erkennt sich immer wieder neu. Ich bin sehr perfektionistisch und selten zufrieden. Da bin ich immer so „ja das war gut, aber das, das und das kann man besser machen“ und ich nehme aus der ganzen Zeit mit auch mal zu sagen „Das ist gut und ich bin zufrieden. Es gibt vielleicht Sachen, die besser gehen, aber fürs erste reicht es und man hat noch mehr Zeit sich weiterzuentwickeln“.

Fynn: Es gibt viele Bewerbungen, die noch laufen, aber aktuell ist da noch nichts Spruchreifes dabei.Wir spielen ja noch bis September FAME und da freue ich mich drauf. Ja und aus der Show und dann irgendwie auch aus den letzten drei Jahren nehme ich mit, auch wenn das so eine mega kitschige Antwort ist, man sollte immer der sein, der man ist. Man kann sich nicht anders ausgeben, denn am Ende fliegt es eh auf und man wird nicht glücklich damit. Man sollte mit sich zufrieden und stolz auf sich sein und dann wird es sowieso irgendwie klappen.

Fame-Logo

© Dennis Mundkowski

Wir wünschen allen Absolventinnen und Absolventen viel Glück und Erfolg auf ihrem weiteren Weg und Ihnen können wir nur nahe legen, die Chance zu nutzen und noch eine der FAME – Shows zu besuchen. Alle Darsteller sind höchst motiviert brillieren in jeder Rolle, sei es Haupt- oder Ensemblerolle. Sollten Sie zwischen den Spielzeiten Zeit haben, können sie die besten des Jahrgangs einer einer besonderen Show mit Soloprogrammen bestaunen. Vom 20.-28.7.2018 sehen sie die Absolventen in der Best of 2018 Show.

Kategorie: Kritiken

Tags:

Autor: S. Ahrens (01.07.2018)

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