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Die Musical-Kostüme der Darstellerinnen: Stoff aus dem die Träume sind

Der Stoff, aus dem die Träume sind, kann seidig elegant, majestätisch pompös oder herrlich skurril sein. In der Welt der Musicals begeistern nicht nur Tanz und Gesang, sondern auch die aufregenden Kostüme der Darsteller. Vor allem die weiblichen Hauptrollen erstrahlen häufig in einzigartigen Garderoben. Ob blutrotes Ballkleid oder elfenbeinfarbene Tüllrobe – für die perfekte Illusion braucht es das perfekte Kostüm.

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Baalsaal
ballsaal Ballsaalszene Bal Vampirov Moskau © Ю.Богомаз

15 Kilogramm Dior

Wer hat beim Anblick der atemberaubenden Bühnenkleider nicht auch schon mal gehofft, in den Schuhen der Darstellerinnen oder vielleicht auch in den roten Stiefeln von Sarah zu stecken? Die große Faszination, die von den aufwendigen Kostümen ausgeht, kommt nicht von ungefähr. Hinter jedem Outfit stecken unzählige Arbeitsstunden und Nadelstiche. Allein für das Sternenkleid aus dem ELISABETH Musical wurden knapp 160 Stunden Arbeitszeit, 50 Meter Tüllstoff und mehr als 500 Strasssteine aufgewendet. Als Vorlage diente hierfür das berühmte Portrait des Malers Franz Xaver Winterhalter, das die junge Kaiserin in stolzer Pose mit Edelweißblüten im Haar zeigt. Genau wie bei ihrem historischen Vorbild werden auch die Kleider der Musicalrolle maßgeschneidert und von Hand gefertigt.

© Stage Entertainment

Für Glindas märchenhaftes Bubble-Kostüm aus dem Musical WICKED diente zwar keine reale Figur, dafür aber ein reales Kleid als Vorlage. Das sogenannte „Junon dress“, das in der Herbst-/Winterkollektion 1949-1950 von keinem Geringeren als Christian Dior entworfen wurde, inspirierte die Kostümdesignerin Susan Hilferty zu dem glitzernden Traum aus Blau. Knapp 15 Kilo ist das mit tausenden von Pailletten besetzte Kleid schwer. Ihr ausgefallenes Kleiderdesign in WICKED wurde 2004 sogar mit dem Tony Award geehrt.

Zu den Kostümen gehören natürlich auch die Frisuren der Darsteller. Die hochwertigen Echthaarperücken, die dabei oftmals verwendet werden, haben einen Wert von mehreren tausend Euro pro Stück. Kein Wunder: Denn für die Fertigstellung müssen jeweils 100.000 bis 200.000 Haare einzeln eingeknüpft werden. Das bedeutet bei bis zu 150 Perücken, wie zum Beispiel in TANZ DER VAMPIRE, 15 Kilogramm Echthaar pro Aufführung. Bei ELISABETH sind es gleich sieben Stück an der Zahl, die nur für ihre Rolle zum Einsatz kommen. 16 Kostüm- und sieben Perückenwechsel stehen für die Darstellerin in jeder Aufführung an. Ganz ohne Hilfe geht das natürlich nicht.

© Maria Langbecker (Musical1)

Schön und praktisch

Mehrere Anzieher stehen hinter der Bühne bereit, um beim An- und Auskleiden der Künstler behilflich zu sein. Beim sogenannten „Quick Change“ bleiben manchmal nur 15 Sekunden, um von einem ins nächste Outfit zu wechseln. Funktionalität ist dabei unverzichtbar. Denn Schönheit ist längst nicht alles, auch praktisch müssen die Kostüme sein. Für die zahlreichen Tanz- und Kampfszenen gilt es deswegen, die Beweglichkeit der Darsteller weiterhin zu gewährleisten, trotz kiloschwerer Kleider. Ein anderer Punkt, der beim Design bedacht werden muss, ist die Verkabelung der Künstler. Für Mikrogurt und -transmitter bedarf es ausreichend Platz im Kostüm, damit die winzig kleinen Mikrofone am Perückenrand einwandfrei funktionieren können.

Eine, die den Balanceakt zwischen schön und praktisch problemlos zu meistern scheint, ist Kostümdesignerin Sue Blane. Ihre beeindruckenden Ideen sind aktuell in der Stage-Produktion von TANZ DER VAMPIRE in Berlin zu sehen. Die gebürtige Engländerin studierte an der Central School of Art &

Elisabeth

© Herbert Schulze

Design in London und erlangte dank ihrer ausgefallenen Kostüme unter anderem im Film „The Rocky Horror Picture Show“ 1975 schnell Berühmtheit. Auch Yan Tax zählt zu den Größen der Branche und blickt auf eine Vielzahl an Produktionen zurück, für die er das Kostümbild entwarf, darunter ELISBATH, TITANIC und DIE 3 MUSKETIERE.

Selbst ist die Frau

Wer sich selber einmal in magische Disney-Prinzessinnen, schaurige Vampire oder verführerische Rockerbräute verwandeln möchte, muss aber nicht erst auf die große Bühne steigen. Im Internet finden sich zahlreiche Seiten, die Schnittmuster zu ähnlich imposanten Kleidern nach dem Vorbild der Musicalkostüme anbieten. Für weniger geschickte Näherinnen lohnt sich ein Blick auf die Veranstaltungsseiten der Theater. Viele Spielstätten organisieren im Rahmen von Umzügen oder Aufräumarbeiten ihres Fundus sogenannte Kostümverkäufe, zu denen Interessierte wahre Raritäten ergattern können. Das passende Make-up und die richtige Frisur gibt es dank anschaulicher Tutorials auf YouTube gratis dazu.

Auch wenn es am Ende vielleicht nicht für die Ernennung zur Kaiserin oder für die Einladung zum Mitternachtsball reicht, ist der große Auftritt so trotzdem garantiert.

Kategorie: Elisabeth,Ratgeber,Tanz der Vampire

Autor: L. Keil

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