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SCHWANENPRINZ-Träume – Elias Herrmann und Philipp Maul im Interview

„Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nacht“, heißt es in einem österreichischen Weihnachtslied. Richtig, wir haben Hochsommer. Die Zeile passt dennoch. Denn im Königswinkel hat die „blaue Stunde“ geschlagen und die MS Füssen sticht in See. An Bord: Das Ensemble von DER SCHWANENPRINZ – LEBE DEINEN TRAUM und sein Publikum. Das Musical über den bayerischen Märchenkönig ist zurück und Musical1 hat mit einigen Darstellern gesprochen, die wir in den nächsten Tagen vorstellen. Den Anfang machen heute die beiden jungen Ludwigs Elias Herrmann und Philipp Maul.

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Elias Herrmann als jugendlicher Ludwig
Elias Herrmann © Der Schwanenprinz

„Ich erkenne mich manchmal im kleinen Ludwig wieder”

Hoch über dem Forggensee bei Füssen thront es, das Schloss Neuschwanstein. Märchenhaft, malerisch und mystisch wie aus einem Traum – dem Traum, den sich Ludwig II. erfüllte. Bis heute faszinieren die Geschichten um den „Kini“ und seine Prachtschlösser die Nachwelt. Tausende Touristen pilgern täglich hinauf zum bayerischen Wahrzeichen. Elias Herrmann kann davon abseits der Musicalbühne ein Lied singen. Neben der Schule und seiner Gesangskarriere arbeitet der 18-jährige Allgäuer nämlich im Ticketcenter des Märchenschlosses. Die perfekte Voraussetzung für seine Rolle als jugendlicher König Ludwig. Auch sein Kollege Philipp Maul (12), der in Füssen lebt und das dortige Gymnasium besucht, ist wieder dabei. Denn seit dem 28. Juli heißt es erneut: LEBE DEINEN TRAUM.

Janet Chvatal und Marc Gremm haben ihn sich erfüllt, den Traum vom eigenen Musical – dem ersten auf einem Schiff mit Szenen an Land. Und das mit großem Erfolg. Daher legt die MS Füssen nach der Premierensaison 2016 auch in diesem Jahr wieder ab. In 14 Vorstellungen tauchen die Darsteller und Zuschauer bis zum 20. August in die sagenhafte und fantastische Welt des Schwanenprinzen ein. Dabei gibt es einige Neuerungen und Ergänzungen, über die Janet Chvatal, Sarah Hummel und Chris Green einiges verraten werden. Als Erstes erzählen aber Teenager-„Kini“ Elias Herrmann und der alternierende Schwanenprinz Philipp Maul etwas über sich und ihre Rollen.

Schwanenprinz Philipp Maul

Philipp Maul © Peter Samer

Philipp, im Musical DER SCHWANENPRINZ heißt es: LEBE DEINEN TRAUM. Welchen Traum möchtest du leben?

Den Traum, einmal nach Australien zu fliegen und dort vor der Oper von Sydney zu stehen!

Und du Elias? Welchen Traum hast du?

Ich habe den Traum, ein glückliches Leben zu führen und, wenn ich einmal älter bin, auch auf ein erfülltes Leben zurückblicken zu können. Mit DER SCHWANENPRINZ habe ich das Gefühl, meinem Traum jeden Tag ein Stück näher zu kommen.

Was wolltest du als kleiner Junge werden, Elias?

Als kleiner Junge war ich sehr verträumt. Den einen Tag wollte ich Arzt werden, den anderen Architekt und eine Woche später Anwalt. Ehrlich gesagt, erkenne ich mich auch manchmal im kleinen Ludwig wieder. Als Kind war Ludwig auch voller Ideen und „Fantastereien“, wie seine Mutter sagen würde. Meine Ideen wurden dagegen immer von meinen Eltern voll unterstützt. Da hatte es der kleine Ludwig doch ziemlich schwer.

Du hast eben die Parallelen zu Ludwig aufgezeigt, der sich sehr von der Sagenwelt inspirieren ließ. Welche historische Person begeistert dich und warum?

Mich begeistern alte Jazz-Legenden wie Frank Sinatra, Tony Bennett, Ella Fitzgerald, Miles Davis und Louis Armstrong. Sie alle haben neuen Jazzkünstlern den Weg geebnet und mit ihrer Musik über Jahrzehnte hinweg Menschen mit ihren Liedern bewegt. Irgendwo sind diese Menschen für mich auch Ikonen!

Eine – wenn nicht sogar die – Ikone der bayerischen Geschichte ist Ludwig II., der unter anderem von Euch beiden gespielt wird. Während Marc Gremm den erwachsenen Märchenkönig mimt, schlüpft ihr in die Rollen des kleinen und jugendlichen Ludwigs. Wie seid ihr beide zu euren Rollen gekommen?

Elias: Vor über drei Jahren habe ich angefangen, bei Janet (Chvatal; Anm. d. Red.) Gesangsunterricht zu nehmen. Schon während unserer Stunden schwärmte sie teilweise von ihrem Traumprojekt. Und als sie mir letztes Jahr anbot, ein Teil ihres Musicals zu werden, eröffnete sich mir eine Chance, von der ich zuvor nur geträumt hätte.

Philipp: Ich nehme an dem Gesangs-und Performance-Workshop der Sing-und Musikschule Füssen teil, an der Janet Chvatal unterrichtet und mich entdeckt hat. Vorbereitet habe ich mich durch lange intensive Proben an den Wochenenden.

Da hat sich die Arbeit gelohnt. Philipp, was gefällt dir an dem Musical und deiner Rolle besonders?

Ich finde toll, dass man als Zuschauer mitten im Geschehen sitzt und es auch Szenen an Land gibt, obwohl der Großteil des Musicals auf dem Schiff stattfindet. Meine Rolle gefällt mir, da sie im ganzen Stück die verschiedensten Emotionen zeigt und einfach einen vom Frieden träumenden kleinen Jungen voller Fantasie darstellt…

…, der das Publikum verzaubert. Neben der Schwanenprinz-Erstbesetzung Linus Langenbacher hast sicherlich auch du deine Fans. Welche „Promi“-Erfahrung hast du bereits gemacht?

Als wir alle in einer Schule aufgetreten sind, kamen nach dem Auftritt viele Schüler zu uns. Sie haben sich kaum getraut, mich nach einem Autogramm zu fragen.

Und Elias hat sicherlich schon seinen ersten Fan-Liebesbrief oder -Heiratsantrag erhalten. Gibt es hierzu eine nette Geschichte, die du kurz erzählen möchtest?

Hmm! Was den Schwanenprinzen angeht, fällt mir so direkt gar keine erzählenswerte Geschichte ein. Ich fand nur witzig, dass ich Sarah (Hummel; Anm. d. Red.) in vergangenen Musicals bereits küssen musste – was an sich unter Freunden schon ein bisschen komisch ist. Dazu ist ihr Freund Chris Green, der in DER SCHWANENPRINZ den Diener spielt. Aber wir sind ja alle „professionals“, wie Janet sagen würde. Über unsere Kussszenen lachen wir heute noch am Set.

Wo wir gerade bei den zwischenmenschlichen Beziehungen sind: Elias, wie viele Bühnenpaare seid ihr bei DER SCHWANENPRINZ?

Also Janet und Marc sind natürlich die großen Stars der Show. Die zwei haben das ganze Projekt auf die Beine gestellt und sind mit vollem Elan dabei. Dann hat der Diener, also Chris Green, eine Geliebte. Und zuletzt sind im Stück natürlich noch der kleine Ludwig und die kleine Sisi sowie Sarah und ich als Teen-Sisi und -Ludwig. Abgewechselt wird eigentlich nur mit unseren Covers. Da wir es aber meistens zu vermeiden wissen, krank zu werden, kommen diese leider nur selten zum Einsatz. Bisher war das nie der Fall.

Elias, was hat sich für dich seit der Premierensaison verändert?

In DER SCHWANENPRINZ habe ich nicht nur Spaß gehabt und viel dazugelernt. Ich habe viele Freunde dazugewonnen und kann die Cast des Musicals heute schon fast zu meiner Familie zählen. Die gemeinsamen Abende auf dem Schiff haben uns wirklich zusammengeschweißt. Und auch nach den Shows haben wir uns das ganze Jahr über regelmäßig getroffen. Ich freue mich auf jeden Fall, auch dieses Jahr wieder in die Rolle des Teen-Ludwigs hineinzuschlüpfen und in diese familiäre Atmosphäre einzutauchen.

Philipp, auch du bist dieses Jahr wieder mit an Bord, während die Schulkameraden in den Urlaub fliegen oder fahren. Mal ehrlich: Würdest du nicht auch lieber die Ferienzeit genießen?

Weil ich in den Sommerferien im Musical mitwirke, sind wir mit der Familie schon in den Pfingstferien in den Urlaub geflogen. Es macht mir nichts aus, da mir die Vorstellungen sehr viel Spaß bereiten.

Der wirkliche Ernst des Lebens beginnt also erst wieder im September. Für dich, Elias, wird es dann ernst: Anfang nächsten Jahres wirst du in Hohenschwangau deine schulische Laufbahn mit dem Abitur abschließen.

Ja, das ist auf jeden Fall ein großer Lebensschritt für mich.

Welche Pläne hast du für die Zeit danach? Was bringt die MUSICALische Zukunft?

Danach habe ich vor, nach Berlin zu ziehen. Was sich bis dahin an Rollenangeboten ergibt, lasse ich ganz einfach auf mich zukommen. Bis dahin bleibe ich natürlich ganz offen und genieße noch mein letztes Jährchen hier im Allgäu… there’s no place like home!

Wo wir gerade Zukunftsmusik spielen: In DER SCHWANENPRINZ treffen der kleine, jugendliche und erwachsene Ludwig aufeinander. Stellt euch vor, ihr hättet eine Zeitmaschine und könntet euch selbst besuchen. In welche Zeit würdet ihr reisen und was würdet ihr euch sagen wollen?

Philipp: Ich würde mich in die Zeit des erwachsenen Ichs versetzen und zu mir sagen: „Das habe ich damals gut gemacht!“

Elias: Ich würde meinem kleinen Ich raten, nie an sich selbst zu zweifeln: „Es wird immer Menschen geben, denen man nie gerecht werden kann und die dir nicht immer mit Freundlichkeit begegnen werden. Sei aber stark und bleib’ ganz du selbst, dann wirst du es im Leben weit bringen. Bleib’ fleißig und hab’ keine Angst, dich anderen gegenüber zu öffnen. Du wirst vielen tollen Menschen begegnen und an vielen Erfahrungen wachsen. Glaub’ einfach an dich selbst, lebe deinen Traum, und träume nicht dein Leben!“

Weitere Interviews zum Musical:

„Jeder sollte das sein und machen, was er möchte“ – Interview mit Janet Chvatal

„Treuer Diener“ Ludwigs – Interview mit Christopher Green

„Ludwig und Sisi waren Seelenverwandte“ – Interview mit Sarah Hummel

Kategorie: Interviews

Tags:

Autor: B. Schlager (29.07.2017)

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