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Martin Markert im Interview mit Musical1

Martin Markert hat Musical 1 ein exklusives Interview gegeben. Wir erhielten Einblick, in die laufende Produktion DER HAUPTMANN VON KÖPENICK. Martin Markert erzählt uns von seinem fantastischen Musicalsommer in Berlin und gibt Einblick in den Traumberuf Musicaldarsteller.

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Martin Markert
Martin Markert Foto by Allan Lustosa

Hallo Martin, vielen Dank dass Du Dir für Musical1 Zeit nimmst für ein Gespräch. ELISABETH ist seit Ende März zunächst einmal Geschichte, einige Zeit ist vergangen. Was hast Du seitdem gemacht?

Erst einmal bin ich nach Brasilien in den Urlaub geflogen. Das war mal dringend nötig. Es war der erste richtige Urlaub seit Jahren. Ich bin auch gleich zwei Tage nach der ELISABETH-Denière in Hamburg abgereist. Die Zeit davor war aufregend und anstrengend.

Den Urlaub hattest Du Dir redlich verdient! War zu dem Zeitpunkt schon klar, was Dein nächstes Projekt sein würde?

Eigentlich schon, „aber was nützt ein Plan“? Bis zur letzten Woche ELISABETH war klar, dass nächste fest geplante Projekt JEANNE D'ARC ist bereits unter Dach und Fach. Leider kam es, wie bekannt ist, alles ganz anders. Die Produktion wurde kurzfristig eingestellt. Einen Plan „B“ hatte ich gerade nicht parat. Und so bin ich erst mal ohne ein neues Engagement in den Urlaub geflogen. Es war ja alles geplant und gebucht.

Wie kam die Sache mit dem Hauptmann ins Rollen? Wer fand wen? Er Dich, Du ihn?

Wir uns beide! Dank dem „World Wide Web“ war ich auch am anderen Ende der Welt in der Lage, mich mit meiner Zukunft zu beschäftigen. Ich habe eine E-Mail an Heiko Stang geschrieben, da ich über die anstehende HAUPTMANN VON KÖPENICK Produktion gelesen hatte. Es hatte für mich einen besonderen Reiz, nach einer so langen Tour-Produktion wie ELISABETH, die mich auch weit in die Welt geführt hat, mal wieder etwas in Berlin zu machen. Die vorletzte ELISABETH-Station Berlin hatte diesen Wunsch schon ganz schön geprägt. Von der eigenen Wohnung aus zur Arbeit zu gehen, Freunde zu treffen, zuhause zu sein und nicht aus dem Koffer leben zu müssen, ist schon ein tolles Gefühl.

Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat. Ich habe die Zusage noch im Urlaub bekommen. Zwei Tage, nachdem ich aus dem Urlaub wieder in Berlin angekommen war, haben bereits die Proben begonnen. Das war ein super Timing.

Was hat Dich dazu bewogen hier zuzusagen?

Das Stück und das Thema haben mich absolut gereizt! Open Air Theater, wieder ein historischer Hintergrund, Originalschauplatz und die Möglichkeit in mehrere Charaktere einzusteigen. Ich spiele ja in dem Stück nicht nur Willy, den Gesellen des Uniformschneiders, sondern auch einen Zeitungsjungen und andere. Tja, und dazu ein Sommer in Berlin! Was will man mehr?

Deine Rolle “der Tod” in ELISABETH endete mit Elisabeths Tod im Jahre 1898. Schuster Voigt, DER HAUPTMANN VON KÖPENICK, beging sein Ganovenstück 1906. Nur acht Jahre später.

Ja das stimmt, passt somit richtig gut. Es ist aber natürlich eine völlig andere Geschichte. Die Personen im Hauptmann sind real. Der Tod, als personifizierter Bühnencharakter, stellte eine ganz andere Herausforderungen dar.

Auf Deiner Facebook-Seite konnte man lesen, dass die Proben Mitte Mai begonnen haben. Wie lief es so im Allgemeinen? Es war ja wirklich zeitweise irre heiß in Berlin zu der Zeit.

*lacht* Man kann es kaum glauben, aber wir haben während der Proben zunächst schön gefroren. Wir haben die ersten vier Wochen auf der Probebühne im „Theater am Park“ in Lichtenberg zugebracht. Dieses Theater wird nicht bespielt und eignet sich als Probebühne hervorragend. Wir hatten dort die Möglichkeit, unter den original Maßen zu proben. Die Bühnengröße dort ist fast identisch mit der Bühne im Rathaushof. Das Theater am Park hat noch unveränderten „DDR Stil“ und teils war es dort so frisch, dass wir den Bühnenvorhang zum Zuschauerraum geschlossen hatten um es ein wenig wärmer zu haben. Zum Lüften wurde er dann wieder aufgemacht…

Wir sind dann erst zehn Tage vor der Premiere in den Köpenicker Rathaushof umgezogen und haben dort unter realen Bedingungen weitergearbeitet.

Es ist schon eine logistische Herausforderung. Der Köpenicker Rathaushof wird sonst anders genutzt und ist kein Theater. Auch jetzt während der aktuellen Spielzeit wird von Sonntagnacht bis Freitag ein Teil der Bestuhlung und teils die Technik abgebaut, um den Hof unter der Woche seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen und um das normale Tagesgeschehen abwickeln zu können.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Proben mit einem riesen Ensemble wie bei ELISABETH und einem 12-Personen-Stück?

Oh ja, den gibt es! ELISABETH mit dem großen Ensemble hat strengere Vorgaben und als Darsteller hat man etwas eingeschränkte Möglichkeiten der Eigeninterpretation. Das ist aber ganz normal und muss auch so sein. Jeder muss genau seine Position kennen und einhalten, sonst kann das nicht funktionieren.

Beim HAUPTMANN sind wir ganz schnell eine tolle Darstellerfamilie geworden und haben auch zusammen entwickelt. Das Einbringen eigener Nuancen, die Gestaltung und Erarbeitung der Rollen konnte da etwas anders geschehen. Meine Kollegen beim HAUPTMANN sind ein bunter Mix an Künstlern. Da gibt es auch einen Mix an verschiedenen Herausforderungen für jeden.

Ganz toll war auch, dass ich mit unserer Choreographin beim HAUPTMANN, Doris Marlis, schon viel zusammen gearbeitet habe. Wenn man sich gut kennt, geht vieles gleich viel einfacher.

Heiko Stang, unser Regisseur, hat natürlich seine Vorstellungen und Vorgaben für sein Stück. Aber da er selber Musicaldarsteller ist, kennt er auch die Nöte und Probleme der Darsteller. Übrigens, weiß jemand, dass er 1998 selbst einmal den Tod in ELISABETH gespielt hat?

Alles in allem hat man bei einer kleineren Produktion und Cast etwas mehr Freiheiten, Eigenes einzubringen. Man hat natürlich immer zu bedenken, dass auch hier alles einer bestimmten Ordnung folgen muss, um zu funktionieren. Deshalb gibt es in großen wie auch in kleineren Produktionen, auch während der Spielzeit, immer wieder Cleaning Proben, um diese Ordnung beizubehalten. Das gewährleistet erst ein Gelingen des Stückes. Es kann halt nicht jeder machen, wie er es gerade empfindet

Das Stück ist in Berliner Mundart. Du bist Berliner, fällt es dir trotzdem schwer zu berlinern „bei der Arbeit“?

„Nee, ick bin Berliner und det bereitet mir keen Problem.“

Aber es war die ersten Tage schon gewöhnungsbedürftig, da meine Arbeitssprache in anderen Produktionen immer Bühnenhochdeutsch war und ist. In der Cast beim HAUPTMANN sind wir vier oder fünf Ur-Berliner und so haben wir uns schnell daran gewöhnt. Allerdings mussten auch wir uns in das „alte“ Berlinerisch reinfinden, denn um 1900 war auch berlinern etwas anderes als heute. Eine Sprache verändert sich im Laufe der Zeit. Aber es macht riesigen Spaß, seiner Berliner Schnauze freien Lauf lassen zu können.

Musical 1 hat das Stück bereits zweimal angeschaut und stellte wiederholt fest, Ihr habt alle so richtig Spaß dabei. Nur gut geschauspielert, oder ist das wirklich so?

Nein, nicht geschauspielert. Wir sind wirklich ein tolles Team. Alle sind mit Freude und Engagement dabei. Zum Beispiel ist Heiko Stang fast bei jeder Aufführung persönlich anwesend, um sich um alles Mögliche zu kümmern. Es ist ein Familienunternehmen, da steckt Herzblut drinnen, und das überträgt sich auf uns Darsteller. Es macht wahnsinnigen Spaß, mit den Kollegen auf der Bühne zu stehen. Auch Backstage ist es eine tolle Stimmung und ein Zusammenhalt, der das Arbeiten zum Vergnügen macht. Das überträgt sich dann ebenso auf das Publikum. Schön zu hören, dass es auch genau so beim Publikum ankommt.

Im Programmheft stehst Du leider nur als “Willy” verzeichnet, aber Du spielst noch jede Menge anderer Rollen. Kommst du beim Hin- und Herwechseln zwischen den Rollen nicht durcheinander?

Nein! Mit dem Kostüm, das ich trage, bin ich dann auch in der Rolle dieser Person. Das erarbeitet man sich bereits innerhalb der Proben. Die Szenen, wo Willy dabei ist, haben zum Beispiel auch eine gute Portion Slapstickelemente. Das haben wir sehr viel geprobt, denn hierbei muss das Timing ganz genau stimmen, sonst funktioniert und wirkt das nicht.

Es ist ja bei den Proben so, dass man den Charakter der Rolle für sich erarbeitet und zwar nacheinander. Das heißt, man probt nicht immer das ganze Stück, sondern einzelne Passagen, die alle zu der einen Rolle gehören. Zusammengefügt wird das Stück erst am Ende der Probenzeit, wenn man die ersten Durchläufe macht oder von der Probebühne auf die wirkliche Bühne wechselt.

Wechselt man mit dem Kostüm auch einfach die Person, die man darstellt?

Ganz klar „Ja“. Die ersten Proben finden noch nicht im Kostüm statt. Da sind wir ganz einfach in unseren privaten bequemen Sachen unterwegs. In der Zeit erarbeitet man sich die Rolle, man lebt sich rein. Wenn dann das Fitting, also das Einkleiden, stattfindet ist das schon so – Kleider machen Leute – man bewegt sich in „seiner“ Rolle und man IST diese Person. Mir macht es riesigen Spaß, so viele verschiedene Typen zu spielen. Wir haben z.B. einen ganzen Tag preußisches Marschieren geübt. Preußischen Drill muss man erst einmal verinnerlichen.

Maske und Kostüm helfen mir immer extremst. Zum Beispiel damals bei LUDWIG² in Füssen oder auch beim Tod in ELISABETH Die Kostüme dort gaben mir das Gefühl, König zu sein, oder auch eine Macht als Tod zu haben.

Der Rathaushof des Köpenicker Rathauses ist eine wunderschöne Location. Und Original! Wirkt sich so etwas positiv und vielleicht auch inspirierend auf die Rolle aus, die man spielt?

Es ist schon spannend und wahnsinnig interessant, wenn man am Originalschauplatz spielen kann. Wenn man sich überlegt, dass genau an dieser Stelle dieses und jenes wirklich stattgefunden hat…. das ist absolut überwältigend.

Als wir von der Probebühne in den Rathaushof wechselten, war es schon ein inspirierendes Gefühl. Und auch heute noch, während der Show und wenn man hinter der Bühne unterwegs ist, um zum nächsten Auftritt zu gelangen, kommt es einem in den Sinn, genau hier sind die Soldaten damals auch langgelaufen. Ich denke aber, auch für das Publikum ist es etwas sehr Besonderes, wenn man sich umschaut und das Bühnenbild mit dem Rathaushof verschmilzt und in der Abenddämmerung der Turm des Rathauses im Sonnenlicht erstrahlt.

Allerdings ist es auch relativ klein. Die Distanz zum Publikum gering, teilweise wird der Zuschauerraum mit bespielt. Ist Dir das unangenehm, macht Dich das nervös? Oder spielst du gerne auch mit dem Publikum?

Ich liebe es, mit dem Publikum zu spielen. Als Zeitungsjunge bin ich ja so mittendrinn im Publikumsgeschehen. Ist immer witzig, wie die Zuschauer fixiert sind auf die Bühne, der Ton kommt ja auch von vorne, sich dann erschrecken, wenn ich plötzlich neben ihnen stehe und mein Extrablatt verteile. Eben das z.B. ist jeden Abend unterschiedlich. Manch einer drängelt sich darum, ein Extrablatt von mir zu erhalten, andere sind völlig perplex und wollen zunächst gar nicht zugreifen, wenn ich ihnen das Extrablatt vor die Nase halte.

Anders ist es, wenn ich als Gardeoffizier mit den Damen durch das Publikum flaniere. Da darf ich nicht frech und witzig sein wie der Zeitungsjunge. Da ist dann preußische Militärdistanz und „Haltung“ angesagt. Es ist beides toll.

(man sieht es dir an) Open air ist immer ein vabanque Spiel. Schwitzen, frieren, Regen … und evtl. leere Sitzreihen… Nervt das?

Wir hatten bisher Glück. Nur einmal mussten wir auf Grund eines starken Gewitters die Vorstellung für eine halbe Stunde unterbrechen.

Bei Regen werden an die Zuschauer kostenlose Regencapes verteilt, und bis auf das eine Mal haben diese auch bei den kurzen Schauern einen guten Dienst geleistet. Ich glaube, unser Publikum ist meistens ebenfalls gut auf die Witterung eingestellt. Gefroren habe ich bei dieser Produktion nie.

Da ich zwischen den verschiedenen Personen hin und her agiere, habe ich z.B unter der Gardeuniform bereits schon mein Willykostüm an, damit es dann vom Timing her mit dem Umziehen schnell funktioniert. Bei den heissen Temperaturen ist das somit noch heisser für mich. In Spielpausen sitze ich immer mit einem Fächer bewaffnet Backstage und versuche runterzukühlen und viel zu trinken. Es ist eine Herausforderung, aber es ist ok.

Viele meinen ja Schauspieler oder Musicaldarsteller ist der Traumjob überhaupt! Würdest du das so bestätigen oder gibt es auch Schattenseiten wie in jedem Job?

Foto by Allan Lustosa

Foto by Allan Lustosa

Für mich ist es „mein“ Traumjob. Ich wollte schon immer singen, schauspielern.

Als meine Mutter damals darauf bestand, dass ich erst Abitur machen müsse, fand ich das nicht witzig. Ich konnte es nicht abwarten. Heute bin ich froh darüber. Mit dem Abitur in der Tasche habe ich mich an der Musicalacademy angemeldet und bin tatsächlich bei meiner ersten Aufnahmeprüfung gleich angenommen worden. Mein Traum konnte also beginnen. Ich war durch nichts davon abzubringen in die Musicalrichtung zu gehen. Auf Grund meiner Vorbildung, ich hatte als Kind bereits eine Gesangsausbildung, war es für alle unverständlich, warum ich nicht die klassische Musikrichtung einschlug. Ich hatte einen Traum: Singen und spielen, in andere Charaktere schlüpfen. Das Publikum in eine andere Welt mitzunehmen.

Ich konnte mir diesen Traum erfüllen. Direkt nach der Ausbildung bekam ich die Möglichkeit, tolle Rollen zu spielen und meinen Traum zu leben. Aber klar gibt es wie in jedem Job auch Höhen und Tiefen. Mit mir hat es das Schicksal bisher allerdings gut gemeint, und ich konnte bislang schon einige meiner Traumrollen spielen.

Viele Rollen hast Du bereits gespielt. Gibt es dennoch DIE absolute Traumrolle für Dich, die Du unbedingt noch spielen möchtest?

Einige meiner Traumrollen durfte ich schon spielen. Jesus, Ludwig, den Tod in ELISABETH und Toni in WEST SIDE STORY. Die Erfahrungen welche ich in diesen Rollen sammeln und erleben durfte, sind für mich unbeschreiblich. Als ich in meiner ersten ELISABETH-Spielzeit Rudolf spielte, habe ich nicht daran geglaubt, dass sich der Traum vom Tod später wirklich erfüllen würde. Ich hoffe, daß ich die Rolle auch noch ein weiteres Mal spielen kann. Diese Rolle ist eine fantastische Herausforderung und es gibt nicht eine Szene, die ich nicht liebe als Tod. Er hat so viele Facetten, von schmeichelnd, bestimmend, lockend, Arroganz, Macht, Liebe, Leid – es beinhaltet einfach alles. Ich bin unendlich froh, dass ich die Möglichkeit hatte und dies für mich auch umsetzen konnte.

Aber natürlich gibt es noch weitere Rollen, die mich sehr interessieren. Wäre ja schlimm, wenn man keine Träume mehr hätte.

Mich fasziniert die Musik von Frank Wildhorn, THE SCARLET PIMPERNEL (Das scharlachrote Siegel) wäre auch eine Herausforderung der ich mich gerne annehmen würde. GHOST, MISS SAIGON und WICKED, wenn es denn je wieder nach Deutschland kommen sollte, und natürlich wie sollte es anders sein, auch der legendäre Graf von Krolock ist für mich in einigen Jahren ein großer Traum, dem ich auf der Bühne meine Handschrift geben möchte.

Es gibt so viele grandiose und hervorragende Rollen und ich glaube im Laufe der Zeit werde ich noch viele andere für mich entdecken und hoffentlich auch umsetzen können. Sind wir gespannt auf die Zukunft und die weitere Entwicklung des Genres Musical.

Hast du bestimmte Rituale bevor du auf die Bühne gehst?

Also ich bin nicht abergläubisch oder so. Aber natürlich gibt es bestimmte Sachen. Zum Beispiel singe ich mich vor jedem Auftritt intensiv und meist auch länger ein, dies allein ist schon sehr wichtig für die Stimmpflege. Ich trinke immer sehr viel, auch dies tut meiner Stimme gut. Dann gehe ich in die Maske, gehe ins Kostüm und schlüpfe in meinen Bühnencharakter.

Allerdings einen kleinen Glücksbringer habe ich auch. Ich habe ihn zur damaligen Academy-Aufnahmeprüfung von meiner Mutter bekommen und er ist immer mit dabei, also auf Tournee, nicht unbedingt mit im Theater, aber er ist da wo ich gerade lebe.

Besuchst Du privat, wenn es Deine Zeit erlaubt, auch Theater/Musicals, um zu schauen was sich auf diesem Gebiet entwickelt? Vielleicht auch um zu sehen, wie Kollegen eine Rolle umsetzen?

Wenn es die Zeit zuläßt, sehr gerne. Ich mag es sehr, zu schauen, wie Kollegen ihre Rollen umsetzen. In Berlin möchte ich mir unbedingt noch TANZ DER VAMPIRE ansehen, und in Hamburg LIEBE STIRBT NIE. Ich hoffe, das klappt noch, denn beide Musicals sind nur noch bis September an den jetzigen Standorten. Sehr gerne würde ich auch GHOST und im Tipi am Kanzleramt CABARET sehen.

Es gibt so viele tolle Stücke die man sehen sollte. Jetzt wo ich in Berlin bin, ist auch der Friedrichstadtpalast für mich noch ein Ziel. Ich mag die Shows die dort laufen. Das ist auch noch ein grosser Traum von mir, einmal in solch einer grossen Show mitagieren zu dürfen.

Was ist dein ganz privates persönliches Lieblingsmusical?

Alle in denen ich schon mitgespielt habe. Musicals, Theater ist etwas Wunderbares. Immer wieder passiert es mir, dass ich Textzeilen aus Musicals im Alltag verwende. Oft passen solche Zitate perfekt ( ( In der Tat) Anm. M1)

Oh das können Musicalfans sicher sehr gut nachvollziehen. Viele Fans kennen ebenfalls die Texte in- und auswendig. Manche können ganze Unterhaltungen so gestalten. Aber Spaß bei Seite. Zusammenfassend würdest Du unseren Eindruck bestätigen, dass Du den Sommer in Berlin und Deinen Job als Musicaldarsteller genießt?

Oh ja. Ich spiele mit tollen Kollegen in einem professionellen Team. Ich bin in meiner Heimatstadt, ich kann meine Freunde treffen. Am Morgen kann ich den Schrank öffnen und muss nicht feststellen, dass das, was ich anziehen möchte, gar nicht in meinem Koffer mit auf Tournee gegangen ist. Das ist ein riesen Problem, wenn man für ein halbes Jahr Sachen auf Tour mitnehmen muss.

Und absolut genial ist es, dass ich mich hier auch vernünftig ernähren kann. Ich lege eigentlich viel Wert auf gesunde Ernährung, nur ist das schwer umsetzbar, wenn man irgendwo in einem Hotel oder einer anderen Unterkunft nur auf Zeit wohnt. Da schleicht sich doch das eine oder andere nicht so gesunde Fastfood mit ein.

Es ist hervorragend, im eigenen Bett aufzuwachen und zu wissen, man ist zu Hause. Ich habe einen tollen Job, am Abend wieder ein tolles Publikum und unglaubliche Fans, die von so weiten Entfernungen extra anreisen, um mich auf der Bühne zu sehen.

Auf diesem Wege ein riesiges Dankeschön an alle die mich auf meinem Weg begleiten, unterstützen und an meiner Arbeit interessiert sind.

Unserem Dank für Deine Zeit und Geduld schließt sich natürlich die unausweichliche Frage an: Auf welcher Bühne sehen wir Dich nach dem HAUPTMANN VON KÖPENICK, gibt es schon Pläne über die Du reden kannst? Oder noch einmal Urlaub?

Ja, Ihr werdet mich auf einer Bühne sehen, aber derzeit kann ich darüber noch nichts Konkretes sagen. Sobald alles offiziell ist werde ich Euch natürlich informieren. Bis zum 28. August 2016 könnt ihr mich aber definitiv noch im Rathaushof Köpenick spielen sehen und ich freue mich, den einen oder anderen dort auch noch anzutreffen.

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Kategorie: Interviews

Tags:

Autor: I. Marquardt (03.08.2016)

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