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Interview mit Randy Diamond

Er trennt das Gute vom Bösen und verliert letzten Endes die Gewalt über sich selbst. Die Rede ist von Dr. Jekyll der sich in Mr. Hyde verwandelt. In der Inszenierung der Bühnen der Stadt Gera wird diese Rolle von Randy Diamond verkörpert. Randy ist der wohl erfahrenste Jekyll/Hyde-Darsteller im deutschsprachigen Raum. Im Anschluss an eine Vorstellung nahm er sich Zeit für ein Interview mit Christian und Benedikt.

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Randy Diamond in der Titelrolle
Jekyll und Hyde © Theater und Philharmonie Thüringen

Portrait des Musicaldarstellers Randy Diamond

Geboren wurde Randy Diamond in den USA, genauer gesagt im Bundesstaat Ohio. Seine Ausbildung absolvierte der Musicaldarsteller, Schauspieler, Tänzer und Choreograph in den USA sowie auch in Deutschland. Auch erhielt er privaten Musicalgesangsunterricht bei Professor Turner an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen. Bevor Diamond seine Gesangslaufbahn einschlug, war er viele Jahre als erster Solist im Stuttgarter Ballett erfolgreich. Zu seinen Paraderollen im Musical zählen die Titelrolle in JEKYLL UND HYDE sowie die Rolle des Jesus von Nazareth in JESUS CHRIST SUPERSTAR. Ebenfalls tritt Randy oft als Gastsänger in Musical- und Benefiz-Galas in Deutschland, Österreich, Holland, Italien und Spanien auf. Als Choreograph feierte er 2008 seine persönliche Premiere mit dem Musicalklassiker JESUS CHRIST SUPERSTAR in Luzern (Schweiz).

Randy Diamond im Gespräch mit Musical1

Wie haben Sie das Publikum in der heutigen, vorerst vorletzten Vorstellung von JEKYLL UND HYDE in Gera empfunden?
Das Publikum war heute während der Show ein wenig ruhig. Ich dachte, sie könnten etwas mehr reagieren. Doch am Ende war der Applaus total genial. Es gibt eben immer unterschiedliche Arten von Publikum. Die einen toben während der Vorstellung, die anderen kriegen sich hinterher kaum wieder ein. Letzteres würde ich über das Publikum der heutigen Vorstellung sagen.

Ist Ihnen heute auf der Bühne etwas passiert, was so nicht geplant war?
Immer. Es passiert jeden Abend etwas, was so nicht vorhergesehen war. Erinnert ihr euch an die Szene „Gefährliches Spiel“ mit Eve als Lucy? Dort ist eine Zeitung auf der Bühne liegen geblieben und Eve und ich sind gefallen. Doch ich habe sie dann einfach aufgefangen, sodass es aussah, als ob es so sein soll.

Morgen ist die letzte Vorstellung von JEKYLL UND HYDE bevor es im Frühjahr dann nochmal für zwei Vorstellungen zurück nach Gera kommt. Was fühlen Sie in Bezug auf die letzte Vorstellung?
Ich bin sehr traurig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, in Gera mit einem solch tollen Team und Orchester zu spielen, und ich freue mich sehr auf die noch kommenden Vorstellungen im Mai.

Welche Szene im Stück gefällt Ihnen persönlich am besten?
Sehr gute Frage. Es gibt so viele tolle Momente in diesem Stück. Eine bestimmte Lieblingsszene habe ich, um ehrlich zu sein, gar nicht.

Gibt es schon Pläne wie es nach JEKYLL UND HYDE für Sie weiter geht?
Natürlich. Es gibt immer Pläne. Es gab sie vor JEKYLL UND HYDE, während JEKYLL UND HDYDE und es gibt sie auch danach. Ich habe z.B. diese Saison JEKYLL UND HDYE in Gera gespielt, dann probe ich derzeit für zwei neue Stücke, eine Operette in Darmstadt und Everyman (Jedermann) in Kaiserslautern, eine neue Rockoper. Während ich WEST SIDE STORY und JEKYLL UND HYDE spiele, lerne ich Text und Lieder für die kommenden Produktionen.

© Stephan Walzl

© Stephan Walzl

Wie schaffen Sie es denn, sich die ganzen Texte zu merken und sie nicht untereinander zu vertauschen?
Das ist eine gute Frage. Aber es ist für mich nicht schwer. Jede Produktion hat eben ihren eigenen Text und mir geht es relativ leicht von der Hand, dies auseinander zu halten. Wenn ich gerade bei JEKYLL UND HYDE bin, stelle ich meinen Kopf voll und ganz auf diese Texte ein. Das Text lernen hingegen ist für mich schwer. Es braucht ein wenig Zeit bis ich sie im Kopf habe.

Weihnachten liegt ja nur wenige Tage zurück. Wie haben Sie die Feiertage verbracht?
Mit Text lernen. Natürlich habe ich die Zeit auch genutzt, um privat Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Aber wisst ihr was? Ich mag diese Mischung. Ich kann nicht den ganzen Tag sitzen und nichts tun. Dazwischen muss ich etwas tun, und da kommt mir das Texte lernen ganz gelegen.

Sind Sie gesichert, wenn Sie während der Vorstellung am überdimensionalen Bilderrahmen hochklettern?
Gute Frage. Keine Ahnung (lacht), nein, ich bin nicht gesichert, aber ich denke nicht daran. Ich habe keine Angst herunterzufallen, dennoch ist mir bewusst, welches Risiko ich eingehe, wenn ich hinaufsteige. Ich bin sehr vorsichtig, aber es ist schon sehr gefährlich. Ich bin schon ein bisschen verrückt, dass ich das überhaupt mache. Aber no risk, no fun. Es kann natürlich immer was passieren, aber ich weiß was ich tue.

Was bedeutet die Zusammenarbeit mit Eve Rades als Lucy für Sie?
Es ist toll mit Eve zu arbeiten. Sie schmeißt sich voll in die Rolle rein. Es ist hart, wenn man einander nicht kennt und man muss plötzlich an sehr intimen Szenen arbeiten. Aber sie war sofort drin, als ob wir uns schon Jahre lang kennen. Sie ist unwahrscheinlich offen und das finde ich genial.

Kategorie: Interviews

Autor: C. Demme (31.12.2014)

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