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Gernot Romic Interview – Musical1 Podcast 58

Ab dem 22. Juli 2015 steht Gernot Romic in SATURDAY NIGHT FEVER beim Musicalsommer Amstetten auf der Bühne. Die Proben laufen derzeit schon auf Hochtouren. Dennoch hat der österreichische Musical-Darsteller Zeit gefunden, Christian im Musical1-Podcast einige Fragen zu beantworten.

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Gernot Romic
Gernot Romic © Moritz Schell

Schon früh musikalisch interessiert

Gernot Romic hat schon früh angefangen, sich für Musik zu interessieren: In der Grundschule begann er mit Gitarrenunterricht, ganz klassisch spielte er auch Blockflöte, ist dann auf die Querflöte umgestiegen, die er bis zum Abitur gespielt hat; und auch das Klavierspielen hat er gelernt. Mit neun Jahren wurde er außerdem Mitglied im Chor seines Heimatortes. Nach dem Stimmbruch nahm er zudem einige Gesangsstunden, das lief jedoch zunächst eher schlecht als recht.

Seine Kindheit verbrachte Gernot in einer sehr angenehmen und geschützten Atmosphäre, wie er sich erinnert: Er ist in einem kleinen Dorf unweit von Wien aufgewachsen, seine Tante hatte einen Bauernhof, wo er gerne viel Zeit mit den Tieren verbrachte. Seine schönsten Kindheitserinnerungen hat Gernot an die Familienurlaube in Lignano, Italien. Das Meer war für ihn immer etwas ganz Besonderes.

Ausbildung an den Performing Art Studios Vienna

Seine Ausbildung zum Musical-Darsteller begann Gernot schließlich 2005 an den Performing Arts Studios Vienna. „Das waren sehr intensive Ausbildungszeiten,“ erinnert er sich. Gernot kam als Nicht-Tänzer an die Schule. Er bekam trotz mangelnder Tanzausbildung eine Chance, allerdings mit der Auflage, dass er sich tänzerisch steigern müsse. Daher war sein Stundenplan sehr voll, er musste zusätzliche Abendstunden belegen und trainierte oft sieben Tage die Woche durch. Da er bald Fortschritte gesehen hat, hat es ihm aber dennoch Spaß gemacht. Darüber hinaus hatte er Lehrer, die ihn sehr gefördert haben. An seine Grenzen ist er aber dennoch häufiger gestoßen, vor allem an seine körperlichen Grenzen.

2008 machte Gernot seinen Abschluss. Sein erstes Engagement führte ihn nach Tecklenburg zu FOOTLOOSE – eine tolle und lustige Produktion, die gut für den Einstieg geeignet war, wie Gernot sich erinnert. Anschließend ging er mit JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT auf Tournee. Im März 2009 spielte er in Bozen in CABARET, ab Mai 2009 LA CAGE AUX FOLLES in Stockerau, wo er auch für SIE SPIELEN UNSER LIED auf der Bühne stehen sollte. Während der Proben zu LA CAGE begann gleichzeitig Gernots Engagement beim TANZ DER VAMPIRE in Wien. Mit ELISABETH ging er auf Tournee durch Deutschland, anschließend spielte er in dem Musical im Raimundtheater Wien. Es folgten DER BESUCH DER ALTEN DAME, MARY POPPINS, 2013 XANADU in Amstetten und nun eben SATURDAY NIGHT FEVER.

TANZ DER VAMPIRE und ELISABETH

TANZ DER VAMPIRE und ELISABETH sind dabei zwei ganz besondere Produktionen für Gernot: „Mein erstes Musical habe ich mit der Schule im Raimundtheater gesehen, und das war TANZ DER VAMPIRE,“ erzählt er. „Seitdem war das Raimundtheater immer DAS Ding für mich.“ Auch während des Studiums hat er sich mehrere Produktionen dort angesehen, unter anderem ROMEO & JULIA, was ihn sehr beeindruckt hat. Damals hat er immer gewünscht und gehofft, selbst einmal am Raimundtheater spielen zu können. Der Wunsch sollte mit seinem Engagement als Rudolf für ELISABETH in Erfüllung gehen. Mit ELISABETH verbindet Gernot auch noch andere persönliche Erinnerungen: Seine Eltern brachten einmal das Hörspiel zum Musical mit und Gernot und seine Schwester konnten gar nicht genug davon bekommen. Auch mit dem erträumten Engagement für TANZ DER VAMPIRE klappte es schließlich und das Musical wurde Gernots erste Long Run Produktion.

Auch heute könnte es sich Gernot vorstellen, noch einmal beim TANZ DER VAMPIRE mitzuspielen. „Als das Musical damals abgespielt war, habe ich gesagt: Ich bin mit der Produktion noch nicht fertig., vor allem mit der Rolle des Alfred,“ erklärt er. Er hat auf jeden Fall vor, sich für die deutschen Produktionen 2016 zu bewerben.

Als Tony Manero in SATURDAY NIGHT FEVER

Gernot Romic

© Gerhard Sengstschmid

In diesem Jahr ist er zunächst zum zweiten Mal beim Musicalsommer Amstetten dabei und spielt ab dem 22. Juli 2015 den Tony Manero in SATURDAY NIGHT FEVER, unter der Regie von Ramesh Nair. Tony lebt in Brooklyn und wohnt bei einer sehr konservativen Familie. Der Vater ist alkoholkrank und arbeitslos, die Atmosphäre in der Familie ist entsprechend angespannt. Tonys große Leidenschaft gehört dem Tanzen: Jeden Samstagabend lässt er auf der Tanzfläche die Sau raus. Gerne würde er seine Leidenschaft zum Beruf machen, weiß aber, dass das mit Problemen verbunden ist. Ein Tanzwettbewerb kommt da gerade recht: Er könnte Tonys Ausweg sein. Zusammen mit Annette, die in Tony verliebt ist, beginnt er mit den Proben. Währenddessen lernt er aber Stefanie kennen, eine herausragende Tänzerin, und verliebt sich in sie. Schließlich nimmt Tony mit Stefanie am Wettbewerb teil.

Die Besonderheit des Musicals liegt für Gernot darin, dass die Show sehr kompakt sehr viel gute Stimmung bietet, aber dennoch eine gewisse Tragik nebenher läuft. In der Amstettener Inszenierung seien außerdem die Charaktere sehr gut herausgearbeitet, auch die Beziehungen in Tonys Gang. „Es ist eine tolle Herausforderung, an der ich absolut wachsen werde und in die ich auch noch hineinwachsen muss. Ich freue mich auf die Entwicklung, die ich machen werde,“ meint Gernot.

Nach Amstetten geht es mit MOZART! in Wien weiter

Zum Zeitpunkt des Interviews steht er auch noch für MARY POPPINS auf der Bühne. Sein Tag beginnt derzeit im 7:30 Uhr. Zuhause bereitet er sich auf die Proben für SATURDAY NIGHT FEVER vor, die beginnen um 10:00 Uhr. Um 14:00 Uhr gibt es eine Stunde Pause, danach laufen die Proben bis 18:00 Uhr. Anschließend geht es direkt ans Theater, wo um 19:30 Uhr die Show beginnt. Gegen 23:30 Uhr ist Gernot zuhause und versucht, etwas runterzukommen und gegen 0:00, 0:30 Uhr im Bett zu liegen. „Das ist schon sehr hart,“ gibt Gernot zu. „Ich habe es mit selbst ausgesucht.“ Momentan ist er sieben Tage die Woche ausgebucht – aber da müsse er jetzt mal zwei Monate lang durch. Er ist sehr dankbar dafür, beide Produktionen spielen zu können.

Nach SATURDAY NIGHT FEVER geht es für Gernot gleich weiter: Die letzte Probenwoche in Amstetten ist gleichzeitig die erste Probenwoche für MOZART! in Wien. Gernot ist dort als Dance Captain beschäftigt und spielt außerdem die Zweitbesetzung für Mozart.

Seit zehn Jahren wohnt Gernot nun in Wien, seit sechs Jahren im 6. Bezirk, in der Nähe des Naschmarkts. Sei Leben teilt er sich mit seinem Partner. Ein perfekter Feierabend für Gernot sieht so aus: „Zu wissen, ich muss morgens nicht sehr früh aufstehen. Am gemütlichsten ist es, nach Hause zu kommen und mich in die Badewanne zu legen. Am besten ist es natürlich, wenn mein Partner da ist und wir gemeinsam etwas machen können.“ An freien Tagen ist ihm Ausschlafen wichtig; wenn die Sonne scheint, genießt er aber auch gerne früh das schöne Wetter und unternimmt draußen etwas.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (16.07.2015)

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