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Interview mit Pedro Reichert

Zuletzt spielte der gebürtige Kölner und leidenschaftliche Gitarrist Pedro Reichert in DAS WUNDER VON BERN, wo er in verschiedenen Rollen auf der Bühne stand. Als Aladdins Freund "Omar" ist er seit Anfang Dezember in Disneys ALADDIN zu sehen. Im Musical1 Interview verrät Pedro, was ihn an ALADDIN begeistert, wie er sich auf seinen Auftritt vorbereitet und warum das „Gitarre spielen“ seine Leidenschaft ist.

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Pedro Reichert
Pedro Reichert © Thomas Leidig

Mit ALADDIN geht ein Traum in Erfüllung

Der Halb-Brasilianer Pedro Reichert studierte Schauspiel an der Mountview Academy of Theatre Arts in London. Des Weiteren nahm er Camera Acting Unterricht bei Sigrid Andersson in Berlin und Gesangstraining bei Dale Tracy in Hamburg. Nach der Ausbildung folgten Produktionen wie u. a. Chuck in der Welturaufführung von A Hole In The Fence in London und Ritchie und Joe in Buddy –  THE BUDDY HOLLY STORY in England und im Colosseum Theater Essen.

Außerdem spielte er in Hamburg den Dinero in der Europapremiere von SISTER ACT, George Harrison in der Deutschen Erstaufführung von BACKBEAT – Die Beatles am Altonaer Theater sowie Fußballweltmeister Toni Turek als auch die Zweitbesetzung Helmut Rahn, Bruno Lubanski und Bernie Klodt in der Weltpremiere von DAS WUNDER VON BERN. Pedro ist zudem leidenschaftlicher Gitarrist und wirkt an seinem Solo als auch an verschiedenen Projekten mit.  Bereich Film und Fernsehen spielte er bereits seit seiner Ausbildung in diversen Produktionen u. a. beim ZDF und in der Webserie “Die Firma” mit. Im Kinofilm ” Vor der Morgenröte” unter der Regie von Maria Schrader ist er seit 2015 zu sehen.

Im Disney Musical ALADDIN verkörpert Pedro an der Seite von Stefan Tolnai ( Babkak) und Philipp Hägli (Kassar ) Aladdins Freund Omar.

Wie ist es für Dich eine Rolle wie Omar in einer so großen Disney Produktion zu spielen? Und wie war Deine Reaktion als Du erfahren hast, dass Du genommen wurdest?

Es ist echt super. Da geht natürlich schon ein Traum in Erfüllung, wenn man bei einer Disney Produktion mitarbeitet und dann auch noch bei einer Adaption eines Filmes der meine Kindheit geprägt hat!

Ich weiß auf jeden Fall noch, dass ich im Theater stand und ich einfach aus einer Probe für DAS WUNDER VON BERN herausgelaufen bin als ich die Nummer auf dem Display sah. Ich hatte das Telefon in diesem einen Fall extra auf lautlos angelassen in der Probe , was ja eigentlich ein “No-Go” ist. Das Gefühl ist immer das Selbe, aber immer wieder aufs Neue ein riesen Kribbeln im Bauch!

Was begeistert Dich an ALADDIN?

An unserer Adaption begeistert mich die Musik, die ich sehr gelungen finde und die Liebe zum Detail , die trotz der Größe der Produktion bei dem Regie-Team immer noch vorhanden ist. Es ist ein Stück, welches seit über 10 Jahren entwickelt wurde und man merkt wie viele Leute schon daran gebastelt und geschrieben haben. Und man darf es jetzt jeden Abend auf der Bühne spielen!

Wie bist Du auf ALADDIN aufmerksam geworden? Für welche Rolle hattest Du Dich beworben?

Ich bin über die offizielle Ausschreibung darauf aufmerksam geworden. Dort werden dann die verschiedenen Rollen aufgelistet , die gesucht werden und für die man sich dann bewerben kann. In diesem Fall habe ich mich direkt für “Omar” beworben. “Ein dürrer Wüstenbewohner” oder so ähnlich hieß es in der Ausschreibung. Manchmal sieht man die Rollenbeschreibung und sagt “Oh ja“. Das ist etwas für mich!” So war es in diesem Fall. Und es hat nach mehrmaligem Vorsprechen und mit dem Quäntchen Glück auch geklappt!

Kurz vor der Show: Was tust Du um Dich auf Deinen Auftritt vorzubereiten? Gehst Du nochmal Deinen Text durch?

Nee, also den Text gehe ich nicht mehr durch. Wenn man diesen kurz vor dem Auftritt nicht kann, dann bringt es auch nichts mehr 🙂 Das Aufwärmen ist immer auf die individuellen Ansprüche angepasst. ALADDIN lebt von der Geschwindigkeit des Textes und der Szenen, also in dem Fall ein paar Übungen für die Stimme und die Aussprache, dass man sich nicht verhaspelt. “Frische Fische fischt Fischers Fritze” oder andere Zungenbrecher sind da hilfreich.

Wie hältst Du Dich für die Show fit? Und was tust Du wenn Du an Deine körperlichen Grenzen kommst?

Ich versuche unter der Woche 2-3 mal ins Fitnessstudio zu gehen, wobei ich immer noch an einer Routine arbeite. Wichtig ist, dass man während der Proben versucht sich an das gefragte Pensum heranzuarbeiten. Ich habe zum Beispiel versucht “BOAK” und “Allerhöchste Spannung”, unsere Nummern in ALADDIN zu singen, während ich mit dem Seil springe um die Kondition aufzubauen. An meine körperlichen Grenzen bin ich (glaube ich) noch nicht gekommen, aber die Antwort kann ich dir gerne nachreichen, wenn es soweit ist!

Außerhalb der Bühne: Triffst Du Dich auch privat mit Deinen Cast-Kollegen?

Ja! Wir sind eine tolle Truppe und es ist schön auch zusammen etwas essen zu gehen um die Woche Revue passieren zu lassen oder auch zusammen zu brunchen um in den Tag zu starten!

Pedro Reichert in SISTER ACT

© Pedro Reichert privat

Wann hast Du das erste Mal auf einer Bühne gestanden? Gab es noch eine Alternative?

Das erste Mal auf der Bühne war mit 8 Jahren im Sommerurlaub. Da gab es einen Kinderzirkus und ich habe als Zauberer drei Tricks vorgeführt, die ich allesamt in den Sand gesetzt habe. Kein Trick hat funktioniert. Aber irgendwie hatte ich trotzdem Spaß, da die Leute gelacht haben! Naja, seit dem habe ich immer wieder Theater gespielt. Und während dem Abitur dachte ich dann, dass ich das weitermachen möchte und habe mich bei Schauspielschulen beworben.

Und zum Glück wurde ich beim ersten Vorsprechen angenommen und habe es dann gemacht. Es gab keine ernsthafte Alternative zu dem Zeitpunkt. Ich hatte mich kurz mal über verschiedene Studiengänge informiert, aber damals hat nichts anderes mein Interesse geweckt.

Während der Vorstellung passiert Dir eine Panne. Wie rettest Du Dich aus dieser Situation? Oder was wäre für Dich eine peinliche Situation auf der Bühne?

Oh, Pannen passieren immer wieder. Das schöne an den Momenten ist ja, dass man nicht genau weiß wie man sich rettet. Irgendwie findet man ja immer einen Weg! Meistens stehen ja noch andere Leute auf der Bühne mit denen man sich dann aus der Situation heraus fuchtelt.

Eine peinliche Situation auf der Bühne…einen Auftritt verpassen. Das ist immer sehr peinlich. Auch wenn das Publikum oft davon nichts mitbekommt, aber die Kollegen! Dann ist man natürlich erst einmal die Pointe zu jedem Witz für die nächsten paar Wochen 🙂 Also, habe ich mal gehört.

Gibt es manchmal Momente in denen Dir die Arbeit als Musical-Darsteller keinen Spaß macht?

Nein. Spaß ist immer dabei!

Als leidenschaftlicher Gitarrist wirkst Du mit Deinem Solo auch an verschiedenen Projekten mit. Magst Du uns ein bisschen über die Projekte erzählen?

Ja, ich spiele seitdem ich 15 bin Gitarre und es macht mir enorm viel Spaß. Außerdem ist es gut einen Ausgleich zur Arbeit im Theater zu haben. Ich schreibe selbst Lieder und setze mich gerne mit anderen Leuten zusammen um an etwas zu arbeiten. Myrthes, unsere Jasmin und ich haben zum Beispiel zu Weihnachten ein brasilianisches Weihnachtslied für die ALADDIN Facebook-Seite aufgenommen!

Wie hast Du den Jahreswechsel verbracht?

Ich war in Hamburg und habe ihn mit meiner Freundin und 2 weiteren Freunden gemütlich zu Hause verbracht.

Hast Du irgendwelche Vorsätze für 2016?

Ja klar! Wie jedes Jahr!

Wie sieht bei Dir ein perfekter (freier) Tag aus?

Mit gutem Essen in den Tag starten bei einem leckerem Frühstück und mit gutem Kaffee – sehr wichtig! Dann ein bisschen in der Zeitung blättern. Ein Spaziergang an der Elbe. Ein Abendessen in einem meiner Lieblingsrestaurants und abends ins Kino in einen Film von Paul Thomas Anderson.

Welche drei Charaktereigenschaften zeichnen Dich aus?

Schwierig. Also, nicht die Eigenschaft sondern die Frage ist schwierig.
Ich kann gut zwischen Menschen vermitteln (ich bin Waage vom Sternzeichen her), hilfsbereit und perfektionistisch.

Könntest Du Dir vorstellen irgendwann mal, in einen völlig anderen Beruf zu arbeiten?

Etwas völlig anderes glaube ich nicht. Ich übe den Beruf ja aus, weil er mir Spaß macht. Aber in dem Metier gibt es ja ganz viele verschiedene Berufe und da kann ich mir einiges vorstellen.

Gibt es noch ein Ziel in Deinem Leben, welches Du erreichen möchtest?

Ja gibt es, aber ich habe letzte Woche gelesen, dass man über seine Ziele nicht reden sollte um die Chancen zu erhöhen, dass man sie wirklich erreicht. Ich glaube, da ist etwas dran! Also “Ja ich habe Ziele”.

Hast Du eine Botschaft an unsere Musical1-Leser?

Liebe Grüße an euch und ich hoffe euch alle in der Neuen Flora bei ALADDIN begrüßen zu können!

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Kategorie: Aladdin,Interviews

Autor: N. Hofmann (02.02.2016)

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