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MARK MAL ANDERS – Das Solokonzert

Am 18. Mai 2019 endete die kleine Solokonzerttour von Mark Seibert: MARK MAL ANDERS. Nach zwei Jahren ist Seibert wieder in Buchholz und auch wenn die Konkurrenz durch ESC große war, konnte man sich bei einem fast ausverkauften Abschlusskonzert, mit einem kleinen eigenen ESC vergnügen, denn es waren mindestens Italien, Schweiz und Deutschland vertreten und sorgten für eine schöne Zeit. Wir von Musical1 waren dabei und berichten Ihnen von diesem Erlebnis.

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Sabrina Auer, Mark Seibert und Roberta Valentini © S. Ahrens

Mark Seibert der Musicalstar

Mark Seibert

© S. Ahrens

Einer der größten Musicalstars begeistert sein Publikum mit einem speziellen Konzert. Natürlich fehlten keines Wegs Songs seiner großen Musicalrollen. Als ersten Song performte Mark Seibert „Ein Traum ohne Anfang und Ende“ aus dem Musical DIE PÄPSTIN. Dieses Stück durfte er letztes Jahr zum ersten Mal spielen und steht in zwei Wochen wieder als Gerold auf der Bühne des Schlosstheaters in Fulda.

Seine Paraderolle ist jedoch der Tod aus ELISABETH. Als Vorbereitung und Vorfreude auf die konzertanten Aufführungen Open Air vor Schloss Schönbrunn präsentierte uns Seibert das Elisabeth-Medley aus seinem Album „… so far“ mit Unterstützung von Roberta Valentini. Aber auch das in einem ganz anderen Stil, als man die Songs kennt.

Und passend zur wiederaufkommenden Grafendiskussion sang Seibert gegen Ende des ersten Aktes „Die unstillbare Gier“. Dieser Song durfte natürlich nicht fehlen, denn in den letzten drei Jahren spielte er den Graf von Krolock in Berlin, Stuttgart, Wien und Köln.

Da das Konzert MARK MAL ANDERS hieß, zeigte er uns auch andere/neue Facetten und Stücke. Zusammen mit Sabrina Auer sang er aus DEAR EVAN HANSEN das Liebesduett „Only Us“.

Special Guests

Wie schon erwähnt wurde Mark von seinen Special Guests Roberta Valentini und Sabrina Auer unterstützt.

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© S. Ahrens

Sabrina Auer ist bekannt aus Tanz der Vampire und sang passend zu Marks Song aus DIE PÄPSTIN mit ihm zusammen das Duett „Wehrlos“. Danach erzählte Seibert, dass Sabrina sehr nervös gewesen war. Verständlich wenn man zuerst einen so zarten und gefühlvollen Song performt. Er gestand, dass es schon ein wenig gemein war und beim nächsten Mal erst ein Powersong kommen würde. Dieser folgte aber direkt danach. Auer machte Pink mit ihrer Performance von „What About Us“ Konkurrenz. Wie Mark selbst auf dem Konzert sagte, ein großes Kompliment für das Arrangement und Kompliment an Sabrina. Der Spruch „Klein aber Oho“ trifft bei ihr völlig zu. In dieser wunderschönen zierlichen Frau steckt eine gigantische Stimme voller Kraft und Gefühl.

Für dieses Konzert hatte sich Mark von ihr „Halleluja“ gewünscht. Bei einem früheren Konzert hatte sie diesen Song schon gesungen und da hatte Seibert sie noch selber auf der Gitarre begleitet. Hier jedoch macht es Frank Nimsgern. Auch bei diesem Song berührt Sabrina das ganze Publikum.

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© S. Ahrens

Während des Konzertes erzählt Mark mehrere Anekdoten unter anderem auch von einer Nachricht, die Sabrina vor den Konzerten bekommen hatte. In der stand: „Liebe Sabrina, ich freue mich sehr auf die Konzerte mit Mark und ich hoffe, dass Roberta und du auch mal einen Song ohne Mark singt.“
Diesen Wunsch kam er nach und Sabrina sang zusammen mit Roberta „It's All Coming Back To Me Now“. Ohne jeden Zweifel meisterten die beiden Rockröhren diese Powerballade mit Bravour.

Roberta Valentini hat schon viele große Stücke wie zum Beispiel WICKED, KEIN PARDON und ELISABETH gespielt. Vor Kurzem stand sie in Hamburg noch als Molly in GHOST auf der Bühne. Mark hatte sie in diesem Stück gesehen und musste gestehen, auch wenn Männer über so etwas eher selten reden, dass er bei ihrer großen Ballade Rotz und Wasser geheult hatte. Dies wünschte er sich nun auch für sein Konzert. Auch in Buchholz schaffte Roberta eine magische Atmosphäre, als sie den Song „Du“ sang. Keiner konnte sich das Tränchen verkneifen bei ihrer so unfassbar emotionalen, eigen, intim und doch für alle offen Performance des Songs. Man fühlt in jedem Ton Trauer, Schmerz und Sehnsucht und ist dabei so echt. In diesem Moment stahl sie allem Vorherigen die Show. Valentini ist ohne Frage eine unfassbar grandiose Künstlerin, die das Konzert um einiges bereicherte.

Pop-Songs

Die Inspiration zu diesem Konzert kommt von Unplugged-Konzerten wie zum Beispiel MTV Unplugged, bei denen Künstler ihre Songs in kleinen Rahmen und mal ganz anders präsentieren. Wer auch Mark Seiberts Konzerte kennt, der weiß, dass er Pop-Songs immer wieder gerne mit einbaut. So eröffnete er das Konzert mit dem Song „Conviction Of The Heart“ von Kenny Loggins.

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© S. Ahrens

Auch ein Song von seinem Idol aus dem Pop-Bereich dürfte nicht fehlen. Mit „Shape Of My Heart“ von Sting ehrte Seibert ihn auf seinem Konzert.

 

Filmmusik beziehungsweise Songs aus Filmen kommen oft aus der Pop-Richtung. Aus zwei Filmen sang er je einen Song. Mit Roberta zusammen sang er einen, der spätestens nach den Oscars in aller Munde war, „Shallow“ aus A Star Is Born. Man kann es gar nicht glauben, wie harmonisch ihre beiden Stimmen zusammen passen und vor allem zu diesem Song.

Mit allen zusammen sang Mark gegen Ende des Konzerts den Song „From Now On“ aus dem Film The Greatest Showman, mit dem sie das Publikum mitgerissen hatten.

Eigene Songs

Ganz nach dem Motto MARK MAL ANDERS wird Mark sich auch von einer anderen Seite zeigen. Denn erstmals präsentierte er auf dieser Tour seine eigenen Songs. Zusammen mit Echopilot aus Wien schrieb er diese. Der Erste, den er uns vorstellte, war „Früher schon“. Es ist ein Song, der Seibert auch ein bisschen dran erinnert, dass man im Laufe des Lebens nicht immer, wie Früher, mit Vollgas durchs Leben gehen muss, sonder es auch ganz ruhig angehen lassen kann.

Jeder Sänger hat mindesten einen Song, in dem es um eine gescheiterte Beziehung geht. Dies ist nun auch kein schlechter Stoff für Songs, da bestimmt jeder mal in so eine Situation kam. Seiberts Song „Dass es uns nicht mehr gibt“ behandelt dieses Thema.

Es ist schwierig, einen fröhlichen Song zu schreiben. Das haben Mark und die Jungs von Echopilot selber gemerkt, denn wie Mark erzählte, begann die Überlegung zu diesem fröhlichen Song mit dem Satz „Er ist allein, will das nicht sein, doch hat gelernt ihr zu verzeihen“. Nach langem rumdoktern entstand der Song „Weil's dich nur einmal gibt“, der zu einem Loblied an den Partner geworden ist.

Als letzte Zugabe sang er noch seinen letzten eigenen Song, „Keine Träne“.

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© S. Ahrens

Alles Live

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© S. Ahrens

Nicht nur der Gesang von Sabrina, Roberta und Mark waren live. Das Konzert wurde von einer Liveband begleitet unter der Leitung vom Erfolgskomponisten Frank Nimsgern. Die ganze Band war grandios. Man konnte nichts an den Musikern aussetzen. So sicher und emotional wie die SängerInnen es waren, war die Band es ebenso. Besonders beeindrucken dabei war Frank. Er ist ein grandioser Musiker und Komponist, der es schaffte, alles einfach aussehen zu lassen. Auch das Dirigieren einer Band, während man gleichzeitig total gefühlvoll die Songs am Flügel begleitet oder auch das Einsätzegeben, obwohl man mitten in fetten Gitarren-Soli steckt und es eigentlich unmöglich ist, dabei keine Fehler zu machen. Man sieht und fühlt in seinem musizieren, dass er Musiker durch und durch ist.

Mark schätzt seine Arbeit sehr und hatte sich ein Instrumentalstück der Band gewünscht. „Die Rache an Bach“ zeigt, dass aus zwei bekannten klassischen Stücken von Johann Sebastian Bach auch ein modernes Pop-Rock-Stück werden kann.
Jeder der Klavierunterricht hatte, Musik oder Musikwissenschaft studierte, kann die Rachlust an Bach durch aus verstehen. Entweder musste man wie Nimsgern das wohltemperierte Klavier pauken oder musste die Stücke daraus analysieren. Da machen andere Sachen deutlich, wie das modernisieren dieser Stücke, mehr Spaß.

Danksagungen

Roberta und Band

© S. Ahrens

Den ganzen Abend lang bedankt sich Seibert immer wieder bei seinen Special Guests und der Band, aber auch bei dem Publikum. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Fans darauf einlassen, dass Künstler wie Mark Seibert ihre eigenen Sachen spielen und auch angenommen werden, obwohl er doch als „Musicalfutzi“ bekannt ist.

Auch Sabrina und Roberta können es sich nicht nehmen lassen, sich bei Mark zu bedanken und Komplimente auszusprechen. Sabrina erzählte, und das wird vielen nicht bewusst sein, dass Mark nicht nur der Künstler bei seinen Konzerten ist, sondern auch Veranstalter. Er plant und organisiert alles selber und das ist eine Riesenarbeit. Seibert bezeichnet sich selbst dabei als Orga-Nerd, der sich einfach auch für alles drumherum interessiert. Das kann natürlich auch nur mit Leuten funktionierten, auf die man sich verlassen kann.

Dazu gehören auch Freundschaften. Roberta sagte es wohl bei allen seinen Konzerten, dass es Schade ist, wenn ein Konzert vorbei ist, aber bei dieser Tour sei es noch trauriger, weil eben so viel von Mark selbst darin war, wie seine eigenen Songs und seine Versionen der bekannten Sachen. Eben weil sie schon so oft Teil seinen Konzerten sein durfte, bezeichnete sie sich selber als Konzert-Inventar. Dies spiegelt nur wieder, wie geehrt sie sich fühlt immer wieder als Freundin und Kollegin dabei sein zu dürfen und bedankte sich von ganzem Herzen für seine Treue und seine Freundschaft. Diese machte Mark doch ein wenig sprachlos.

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© S. Ahrens

Auch wir möchten uns bei Mark Seibert und der Empore Buchholz dafür bedanken, dass wir bei diesem wunderschönen, persönlichen und emotionalen Konzert dabei sein durften.

Wer dieses Konzert leider verpasst hat oder auch einfach nicht genug davon bekommen kann, darf sich freuen, denn die CD und DVD zum Konzert MARK MAL ANDERS wurde angekündigt. Wir freuen uns darauf und auf jedes neue Konzert von Mark Seibert.

Kategorie: Galas & Konzerte

Autor: S. Ahrens(03.06.2019)

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