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Manuel Lopez Interview – Musical 1 Podcast 61

Der August hat gerade angefangen, das Thermometer klettert auf Rekordtemperaturen: Genau die richtige Zeit für einen Sommer-Podcast. Dazu haben wir uns Musical-Darsteller Manuel Lopez eingeladen. Der wird uns heute nicht nur einiges über seine Karriere und sein Leben erzählen, sondern uns auch Fragen rund ums Thema Sommer beantworten.

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Manuel Lopez
Manuel Lopez © www.tobikko.de

Manuels Jugend und Ausbildung

Manuel Lopez wurde in Guatemala, Lateinamerika, geboren. Allerdings kam er schon früh nach Deutschland, wie er berichtet: „Ich bin adoptiert, habe daher relativ wenig Erinnerung an meine Familie und an Guatemala. Meine Familie stammt eigentlich aus El Salvador, ich bin aber mit einem knappen Jahr schon nach Deutschland adoptiert worden.“ Seine Familiengeschichte liegt also etwas im Dunkeln. Manuel hat zwar bereits versucht, etwas über seine Familie in Lateinamerika zu erfahren, bisher allerdings vergeblich. Dabei reizt es ihn schon herauszubekommen, ob seine Familie ebenfalls musikalisch war. Seine Adoptiveltern lieben zwar ebenfalls die Musik, betreiben diese aber als reines Hobby.

Manuel Lopez begann seine musikalische Ausbildung an der High School in Michigan, wo er das Hauptfach Chor belegte. Bevor er sein Musical-Studium an der Hamburger School of Entertainment begann, studierte er noch ein Jahr lang Erziehungswissenschaften. Das war ein Kompromiss, wie Manuel verrät: Er wurde zu einer Zeit mit dem Zivildienst fertig, als gerade keine Aufnahmeprüfungen an Musicalschulen stattfanden. Auch seine Eltern wollten gerne, dass er neben einem künstlerischen Beruf noch etwas anderes erlernt. Nach einem Jahr brach Manuel das Studium aber ab und widmete sich ganz dem Musical. Schon vor seiner Ausbildung hatte er die Möglichkeit, als Chormitglied und Statist bei Musicals in Bad Vilbel mitzuwirken. Zum ersten Mal stand er 2003 für EVITA auf der Bühne. 2007 war er bei den Burgfestspielen Bad Vilbel als Jünger Johannes in JESUS CHRIST SUPERSTAR zu sehen, ein Jahr später spielte er im Ensemble von JEKYLL & HYDE. In Kooperation mit der Jugendmusikschule Hamburg wurde er Solist und Choreograf für die Großstadtoper „Morgen war noch nie“. Bald darauf erkannte das Schmidt Theater Manuels komödiantisches Talent und er erhielt eine feste Anstellung.

Anspruchsvolle Arbeit als Swing

„Die Produktionen wollen meistens einen Neuanfänger frisch von der Schule, aber mit zehn Jahren Berufserfahrung,“ mein Manuel. Da sei es gut, wenn man eine Institution findet, die einen etwas unter die Fittiche nimmt. Manuels bislang größte Produktion war SHREK, wo er das Cover für den Esel gab und außerdem als Swing für verschiedene Rollen mitwirkte.

Nach Manuels Meinung sollten nicht nur die Hauptdarsteller eines Musicals Anerkennung erhalten. „Ich finde immer, das Ensemble ist wichtiger als man denkt,“ erklärt er. Auf großen Bühnen müssten oft viele Statisten her, damit die Bühne voll wirkt. Das vermittele eine ganz andere Energie und andere Emotionen. Manuels Meinung nach wird gerade die Arbeit der Swings auch oft verkannt. Als Swing müssten sich die Darsteller bis zu zehn verschiedene Rollen merken, Cross-Swings sowohl weibliche als auch männliche Positionen. Das sei eine Riesen-Verantwortung und verlange einem letztlich eine höhere Leistung ab als einem Ensemble-Darsteller. In der Bezahlung spiegele sich das aber oft nicht wider.

Das Familien-Musical YAKARI

Manuel Lopez

© Manuel Lopez

Einem größeren Publikum bekannt wurde Manuel Lopez vor allem durch das Familien-Musical YAKARI, wo er 2012 zur Premierenbesetzung gehörte. „Es war für mich in der Tat eine Herausforderung, da es mein erstes Kinder-Musical war, mein erstes Familien-Musical,“ erinnert sich Manuel. „Ich musste zum ersten Mal ein Kind durchgehend darstellen, und das ist schwieriger als man denkt.“ Man müsse sehr filigran und sensibel arbeiten. Zudem hatten die Darsteller nur vier oder fünf Wochen Probenzeit für eine komplett neue Produktion, die sie erst noch kreieren mussten. Das sei vor allem während der ersten Tour sehr stressig gewesen. Später wurde es aber immer besser und Manuel fand immer mehr Möglichkeiten, sich auch kreativ einzubringen. Dieses Jahr gab es eine produktionsinterne Umstrukturierung und Manuel kam mit dem neuen Produzenten vertraglich nicht auf einen Nenner. Nachdem er die YAKARI-Tour dreimal mitgemacht hatte, ist er nun nicht mehr dabei – was er schade findet, aber nicht bereut.

Stattdessen steht Manuel derzeit in Dinkelsbühl auf der Bühne und spielt dort bei den Sommerspielen vor der Stadtmauer. Er gibt den Simon in JESUS CHRIST SUPERSTAR und den Manuel Rodriguez in GANZE KERLE; beide Musicals laufen noch bis Mitte August. Für die Zukunft hat Manuel Lopez bereits einige Projekte in Aussicht und wartet zudem auf das Ergebnis einiger Auditions. Noch ist aber nichts spruchreif. In welchem Musical würde er denn auf jeden Fall einmal spielen wollen? „Oh, es gibt so viele. Es gibt so unglaublich viele tolle Rollen. Das kommt immer auch auf die Zusammenarbeit an mit dem Regisseur und den Darstellern, auf das Kreativteam.“

Manuel Lopez’ Sommerpläne

Manuel Lopez

© Manuel Lopez

Und wie verbringt Manuel nun den Sommer? Einen Urlaub hat er nicht geplant. Eventuell wird er einmal in die Schweiz oder nach England fahren, um sich dort Stücke anzusehen. Da er früher mit seinen Eltern viel gereist ist, hat er auch gar nicht den Drang danach, jetzt in den Urlaub zu fahren. Auf seinen Reisen haben ihm bisher Sri Lanka und Costa Rica am besten gefallen. Beides seien unglaublich tolle Orte, allein schon wegen des Klimas und der Vielfalt der Natur. Ein Reiseziel möchte er unbedingt noch besuchen: Australien. Außerdem möchte er natürlich einmal in seine Heimat, nach Guatemala.

Auch in Deutschland hat Manuel Lopez Lieblingsorte: „Ich bin ein totaler Hamburg-Mensch, ich mag das Wasser, ich mag das Grüne,“ verrät er. Allgemein sei er eher ein Stadtmensch, im Ländlichen wird er auf Dauer nicht wirklich glücklich. Im Sommer grillt Manuel gerne, zur Erfrischung gibt es kalte Getränke und ab und an ein Wassereis. Außerdem schwimmt er unglaublich gerne und besucht in Dinkelsbühl gern das kleine Freibad..

Und jetzt die Frage an unsere Podcast-Zuhörer: Wie verbringt Ihr denn Euren Sommer? Seid Ihr verreist? Welche Länder habt Ihr besucht? Welche Musicals habt Ihr Euch angesehen? Verratet uns doch Eure Sommer-Highlights in einem kleinen Kommentar.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (09.08.2015)

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