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BACKBEAT: Beatles-Mania in Berlin

John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr: Ganz klar, das sind die Beatles. Doch bevor die Band berühmt wurde, sah die Besetzung noch ein wenig anders aus. Zunächst standen Lennon, McCartney, Harrison und Pete Best auf der Bühne - und Stuart Sutcliff, der fünfte Beatle. BACKBEAT, die Geschichte vom Anfang der Kult-Band, inszeniert Franz-Joseph Dieken am Theater am Kurfürstendamm als launige Rock'n'Roll-Party. Musical1 war bei der Premiere am 1. Juni mit dabei.

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Backbeat - Eine Beatles-Geschichte
Backbeat – Eine Beatles-Geschichte © G2 Baraniak

Die Beatles-Geschichte als launige Party

Der Geschichte des fünften Beatles Stu Sutcliffe hatte sich bereits der gleichnamige Film von Iain Softley, Michael Thomas und Stephen Ward aus dem Jahr 1994 vorgenommen. Zusammen mit Stephen Jeffreys lieferte Softley auch die Vorlage für das Singspiel, eine Produktion des Altonaer Theaters in Hamburg, welche das Theater am Kurfürstendamm Berlin noch bis zum 31. Juli 2016 zeigt. Im Film wie auf der Bühne stehen die Beziehungen zwischen John Lennon und seinem besten Freund Stuart sowie Stuarts Liebe zur Hamburger Fotografin Astrid Kirchherr im Mittelpunkt. BACKBEAT – EINE BEATLES GESCHICHTE führt zurück ins Jahr 1960, als die noch unbekannten Musiker in Kaschemmen auftraten. Ein Engagement führt sie nach Hamburg, auf die Reeperbahn; Abend für Abend spielen sie sechs Stunden am Stück, für 50 Pfund die Woche. Der Kunststudent und Beatles-Bassist Stuart entfremdet sich derweil immer mehr von der Band.

Musik oder Liebe?

Während der Film zwar leichtfüßig, aber auch mit viel Melodrama von Stuarts und Astrids Liebe und Stuarts frühem Tod erzählte, kommt das Bühnenstück vor allem im ersten Akt eher laut und krawallig daher. Die Beatles begegnen Stereotypen aus dem Rotlichtmillieu, es wird geflachst und gealbert, oft unter der Gürtellinie. Bert Kaempfert und Toni Sheridan, die mit der jungen Band die erste Platte aufnahmen, werden zu Karrikaturen. Immerhin: Dem Publikum gefallen die Albernheiten, es gibt reichlich Szenenapplaus und viele Lacher. Und die Musik rockt. Noch gibt es allerdings nur einige Takte der Original-Beatles-Songs zu hören, schließlich spielten die Jungs am Anfang ihrer Karriere noch Cover-Versionen.

Im zweiten Akt dann gibt es auch melodramatischere Szenen, als sich Stuarts Gesundheitszustand zusehends verschlechtert. Er verlässt die Band, um in Hamburg Kunst zu studieren und bei Astrid zu bleiben. Das geht natürlich nicht ohne Konflikte ab, vor allem mit den beiden Alpha-Männchen Paul und John kommt es zu Reibereien. Dramatik ist am Schluss durchaus vorhanden, wirklich leise wird die Inszenierung von Franz-Joseph Dieken aber nie.

Rock'n'Roll-Feeling im Theater

Backbeat Stuart Astrid

© G2 Baraniak

Was an emotionaler Tiefe fehlt, macht die Musik der Beatles-Darsteller wieder wett. Jetzt im zweiten Akt gibt es auch die langerwarteten Klassiker zu hören, von “Love Me Do” bis “I Saw Her Standing There”. Als die Beatles am Ende in der bekannten Besetzung vor dem Publikum stehen, hält es die Zuschauer nicht mehr auf den Stühlen.

Die Darsteller machen ihre Sache vor allem musikalisch gut. Frederic Böhle, Fernsehzuschauern bekannt aus Serien wie “Anna und die Liebe” und “Verbotene Liebe”, gibt John Lennon, Philip Spreen spielt Paul McCartney, Florian Clyde den George Harrison, Yannik Meyer den Pete Best und David Nádvornik den Stuart Sutcliffe. Mit viel Energie gelingt es ihnen, das Rock'n'Roll-Feeling auf die Zuschauer zu übertragen. Tom Semmler mimt neben verschiedenen kleinen Rollen auch Bert Kaempfert und zum Schluss Ringo Starr und hat durch seine gewollt überzogene Spielweise an diesem Abend die meisten Lacher auf seiner Seite.

BACKBEAT – EINE BEATLES-GESCHICHTE präsentiert sich so trotz ernsten Momenten als leichte Sommerkomödie. Das Stück ist vor allem eine große Party, zu der nicht nur die Zuschauer feiern, die schon in den 1960er Jahren live bei den Beatles-Konzerten dabei waren. Die Musik ist zeitlos und kann auch heute noch mitreißen, das zeigt dieses musikalische Theaterstück sehr gut.

Die weitere Besetzung:

  • Astrid Kichherr, Mrs. Moores, u.a. – Uta Krüger
  • Arthur Ballard, Bruno Kopschmider, Eduardo Paolozzi, Brian Epstein: Ingo Meß (am 01.06. und 12.07), Ole Schloßhauer
  • Mr. Moores, Klaus Voormann, Tony Sheridan, George Martin, u.a. – Sebastian Prasse
  • Rosa, Lela, u.a. – Lo Rivera

Das Kreativteam:

  • Regie – Franz-Joseph Dieken
  • Musikalische Leitung – Jens Wrede
  • Ausstattung – Sabine Kohlstedt, Gunna Meyer
  • Dramaturgie – Anke Kell
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Kategorie: Kritiken

Tags:

Autor: S. Gerdesmeier (02.06.2016)

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