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Matthias Stockinger im Interview: Seine Regiearbeit in Neunkirchen

Heute, am 09. August, wird es in Neunkirchen eine Welturaufführung geben. Das Musical MEINE HERREN UND DAMEN: MARIE! wird erstmalig aufgeführt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um dem Regisseur des Musicals einige Fragen zu stellen. Vielen ist er wohlbekannt, denn auch er steht regelmäßig auf der Bühne: Matthias Stockinger.

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Matthias Stockinger
Matthias Stockinger © Matthias Stockinger

MEINE HERREN UND DAMEN: MARIE!

Musical1: Woher kam die Idee ein Musical über die AWO-Gründerin Marie Juchacz aufzuführen? Warum hat man sich für den Standort Neunkirchen entschieden?

Matthias Stockinger: Das Musicalprojekt Neunkirchen ist ein soziokulturelles Projekt und passt alleine deshalb schon sehr gut zur Arbeiterwohlfahrt (AWO). Der Anlass zur Aufführung dieses Stücks ist das 100jährige Bestehen der AWO, die von Marie Juchacz gegründet wurde.

Musical1: Der Titel der Musical-Welturaufführung „Meine Herren und Damen: Marie!“ ist angelehnt an die legendäre Rede von Marie Juchacz vom 19.Februar 1919. Kannst Du unseren Lesern ein bisschen was zur Geschichte des Stückes erzählen?

Matthias Stockinger: Wir erzählen in einzelnen Bildern von der Zeit, in der Marie Juchacz gelebt hat und warum es so eine Notwendigkeit war, die AWO zu gründen. Ihre Rede als erste Frau vor einem deutschen Parlament wird natürlich genauso auf der Bühne stattfinden wie auch die privaten Momente.

Die Regiearbeit: Wenn Bilder entstehen

Musical1: Du führst zum wiederholten Male Regie bei einem Musical. Ein Regisseur hat verschiedene Fähigkeiten zu verinnerlichen: die künstlerischen und technischen Mitarbeiter zu motivieren, zu leiten und zu koordinieren, aber auch die dramaturgischen, darstellerischen, musikalischen, sprachlichen und visuellen Elemente zu einem Gesamtwerk zusammenzufügen. Wie hast Du dich speziell auf diese Regiearbeit vorbereitet? Was war die größte Herausforderung?

Matthias Stockinger: Nun ja, das stimmt schon größtenteils, allerdings hatte ich bei der Dramaturgie des Stücks leider keinen großen Einfluss. Dafür umso mehr beim Bühnenbild, dem Licht, der Besetzung etc.
Ich muss zu einem Stück immer einen Zugang finden und die Bilder in mir entstehen lassen, wie das Ganze auf der Bühne aussehen könnte. Natürlich habe ich mich auch mit der Person Marie Juchacz und der AWO auseinandergesetzt und einiges gelesen. Dann kommt man mit dem Bühnenbildner zusammen und macht ein erstes, ein zweites und auch ein drittes Brainstorming. Dann nimmt das ganze an Fahrt auf.

Musical1: Welche Deiner Aufgaben als Regisseur machen Dir besonders viel Freude?

Matthias Stockinger: Ich liebe es, mit den Darstellern zu proben, zu sehen wie meine Darsteller Fortschritte machen und mit meiner Hilfe in die Rollen und in das Stück hineinwachsen. Das ist für mich die schönste Arbeit und wenn dann am Ende das Publikum von den Darstellern begeistert ist, bin ich stolz und weiß, ich habe was richtig gemacht in den Proben. Aber auch die Arbeit mit Licht und Bühne macht großen Spaß.

100 Jahre später: das Thema Gleichberechtigung

Matthias Stockinger

© Matthias Stockinger

Musical1: Marie Juchacz hat als erste Frau im Parlament gesprochen und setzte sich Zeit ihres Lebens für die Gleichberechtigung von Frauen und für Kinderrechte ein. Im Jahr 2019 sind wir bereits ein Stück weitergekommen, aber noch längst haben Frauen nicht die gleichen Rechte/Positionen wie z.B. Männer. Wie siehst Du (persönlich) diese Thematik? Begegnet Dir das Thema Gleichberechtigung auch im Alltag?

Matthias Stockinger: Zum Glück ist in den letzten 100 Jahren ganz viel Gutes passiert. Aber einige Themen, die schon Marie Juchacz angetrieben haben, sind heute noch so aktuell wie damals. Manches davon in Europa, anderes auch anderswo auf der Welt – wo immer noch kleine Kinder ohne jeglichen körperlichen Schutz arbeiten müssen.

Musical1: Es gibt das Zitat: „Wenn es mehr Menschen wie Marie Juchacz gäbe, mehr Menschen, die öfter „wir“ und seltener „ich“ denken würden, dann wäre die Welt vielleicht ein wenig besser.“ Marie Juchacz gründete die AWO, die dieses Jahr 100 Jahre alt wird. Hauptsächlich ist die AWO dafür bekannt, sozial schlechter gestellte Menschen zu unterstützen. Dafür arbeiten viele Menschen bundesweit auch ehrenamtlich. Gibt es in Deinem Leben auch eine Organisation, für die Du dich engagierst oder diese ehrenamtlich unterstützt?

Matthias Stockinger: Ich habe in der Vergangenheit zu Gunsten des Friedensdorf Oberhausen Konzerte und Auftritte gemacht, aber ich habe mich keiner Organisation fest verschrieben.

Wir danken Matthias Stockinger für seine ehrlichen Antworten und wünschen ihm und dem gesamten Team alles Gute für die heutige Premiere in seiner Heimatstadt. Insgesamt wird es in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen acht Vorstellungen geben.

Hier geht es zu zu den Tickets für MEINE HERREN UND DAMEN: MARIE!

Kategorie: Interviews

Tags: Neunkirchen

Autor: M. Rose (09.08.2019)

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