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DAWN BULLOCK – im Interview

Musical1 ist für Euch ins Wuscha Buscha Land gereist und hat sich auf ein Tässchen Knoblauch-Tee mit Rebecca im legendären Wirtshaus zu einem Interview getroffen. Was uns Dawn Bullock alles erzählt und verraten hat kann man hier in unserem Interview nachlesen.

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Dawn Bullock
Dawn Bullock ©Isabell Schatz

Hallo Dawn, schön dass Du uns ein wenig Zeit für ein kleines Gespräch einräumen kannst. Du bist ja schon eine ganze Zeit auf der Bühne aktiv. Deine ersten großen Bühnenerfahrungen, hast Du im Rahmen eines niederländischen Kindergesangswettbewerb „Kinderen voor Kinderen“ im Jahr 1991 machen können. 2004 warst Du als Solistin in der niederländischen Fassung von THE YOUNG MATTHEW PASSION dabei.  Daneben spieltest Du bei lokalen Theaterproduktionen mit.

Du hast Dein Studium der englischen Sprache und Kultur an der Reichsuniversität Groningen absolviert und dann an einer Fachhochschule als Englischlehrerin gearbeitet. In dieser Zeit hast Du an verschiedenen Musical-Masterclasses und Workshops teilgenommen. War es schon immer Dein Wunsch Musicaldarstellerin zu werden?

Ja, ich wollte immer etwas mit Musik machen, auf der Bühne stehen. Aber das hat nicht gleich so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Eltern sind ja beide Künstler. Meine Mutter war Tänzerin – Ballerina und mein Vater Tanzlehrer. Da lag es ja auch irgendwie schon in der Familie. Meine Eltern haben mich allerdings immer wieder davor gewarnt und mich auf die Schwierigkeiten und Risiken des Berufes aufmerksam gemacht.

Mit 19 habe ich mich dann entschieden, einen Beruf zu erlernen, der außerhalb von Kunst und Bühne stattfindet. Allerdings habe ich auch während meiner Ausbildung und dem Studium immer etwas mit Musik, Kunst, Bühne nebenbei gemacht. Da habe ich auch schon an Workshops und Musical-Masterclasses teilgenommen und habe viel dazugelernt. Ich habe dann nach dem Studium als Englischlehrerin gearbeitet. Mit 32 hat mich dann meine Leidenschaft zum Musical übermannt und ich bin ihr gefolgt.

Wie kam es dazu, dass Du 2017 in Wien zu den Vampiren gekommen bist? Ganz normale Audition?

Es gab zu dieser Zeit einige große Veränderungen in meinem Leben. Ich habe mich von meinem Mann getrennt und wollte einen kompletten Neustart für mich. Ein guter Freund von mir, hat mich immer wieder aufgefordert, ich solle doch mal zum Vorsingen gehen. Nun, eines Tages bin ich dann zu einer Audition gegangen. Ja und diese erste Audition war für Tanz der Vampire. Ich habe mich dort für Rebecca beworben, so wirklich kannte ich das Stück gar nicht, hatte bis zu diesem Punkt nur ein paar Szenen auf You Tube gesehen. Nach der Ersten Audition hatte ich wenig Hoffnung und dann kam die Einladung zur Zweiten, zur Dritten und dann kam die Zusage: “Du bist dabei! First Cast Rebecca in Wien”.

© Stage/ Eventpress

Ich konnte es erst nicht glauben. Ich war wirklich überwältigt, dass es geklappt hatte. Es ging dann auch schnell mit den Proben los und ich habe TANZ DER VAMPIRE dann erst gesehen, als ich es selber schon ein paar Mal gespielt hatte. Ich kannte ja im Vorfeld auch nicht den Film von Roman Polanski. Vielleicht war das aber ganz gut, ich bin da völlig unvoreingenommen rangegangen.

Dass die Rolle der Rebecca, eine Wunschrolle für Dich war, kann man dann ja gar nicht sagen?

Nein absolut nicht. Den Charakter der Rebecca im Stück, kannte ich nun so gar nicht. Heute kann ich aber sagen es ist “MEINE” Rolle. Ich habe mich mit der Rolle der Rebecca komplett identifiziert, und bin sehr glücklich, dass ich Rebecca in Wien und jetzt hier in Berlin spielen kann. Momentan ist es meine Traumrolle.

Du hattest in Wien, genau wie hier in Berlin die Rolle der Rebecca inne. Rebecca ist eine gestandene Frau, und Mutter einer fast 18 jährigen Tochter. Rein theoretisch, wenn Du sehr früh angefangen hättest, könntest Du eine 18 jährige Tochter haben. Rebecca ist aber als älter einzustufen, wie ist es für Dich als junge Frau eine so resolute Frau zu spielen?

Ich habe in meinem Leben schon viele Erfahrungen machen können. Ich habe mit 22 geheiratet, diese Ehe ist irgendwann zerbrochen. Meine Mutter ist verstorben als ich 29 war. Solche Ereignisse lassen einen schneller erwachsen werden. Ich glaube, es ist eine gute Sache, wenn man als Schauspieler auf eigene Erfahrungen, auf Erfolge und Misserfolge in seinem eigenen Leben zurückgreifen kann, das erleichtert einem im Spiel so einiges.

Kannst Du die Handlungen Deiner Bühnentochter Sarah nachvollziehen? Steckt in Dir auch große Neugier vor dem Unbekannten und würdest Du Dich auf solch ein Abenteuer im realen Leben einlassen?

Ich habe genau das gemacht. Ich habe meinen gesicherten Beruf als Englischlehrerin, für meine Leidenschaft, auf der Bühne zu stehen aufgegeben.

Klar hatte ich damals auch Angst vor dem, was da auf mich zukommen wird und den Zweifel, ob ich es schaffen kann. Es war ein riesiges Abenteuer, in welches ich mich mit meiner Entscheidung gestürzt habe. Heute weiß ich es war richtig, denn ich liebe mein Leben so, wie es momentan ist und es gefällt mir sehr gut. Gewollt habe ich es immer, aber die Angst hat mich lange Zeit davon abgehalten.

Aber in meinem Innersten wollte ich es und dann kam irgendwann die Erkenntnis, sei einfach Du selbst und schau was passiert! Ja und es ist etwas Wunderbares passiert, ich habe das, was ich immer wollte, geschafft.

Ich war einmal in einem Musical Masterclass Workshop bei Pia Douwes. Sie hat gemerkt, dass ich für meine Leidenschaft auf der Bühne zu stehen brenne. Sie hat mir damals sehr viel Mut gemacht und damit auch dazu beigetragen, dass ich letztendlich mein Ziel erreicht habe.

Man muss bereit sein für das, was man möchte zu kämpfen, einzustehen und auch sich selbst zu überwinden.

Somit kann ich nur sagen, ich kann Sarah voll und ganz verstehen, nur so geht Leben. Erfahrungen machen, Abenteuer wagen, Neues erkunden und das immer wieder und sicher ein Leben lang.

Du hast Gesang, Musical und Schauspiel studiert und schon eine Menge gemacht. Erzähl unseren Lesern ein wenig über Deine Arbeit vor TANZ DER VAMPIRE.

© Stage/ Eventpress

Wie schon angesprochen habe ich als Englischlehrerin an der Reichsuni und später auch an der Fachhochschule unterrichtet. Nebenbei habe ich aber immer Theater gespielt, bei einigen Stücken Regie geführt. Dies fand schon damals auf recht hohem Niveau statt, also das waren keine Laienstücke an der Schule, das war schon recht anspruchsvoll, was wir da gemacht haben.

Als Teenager habe ich dann auch bei meiner Mutter als Assistentin im Tanzunterricht an der Jugend-Theater-Schule mitgemacht. Dies alles hat mich sehr viel gelehrt, was ich heute in der Ein- oder anderen Situation sehr gut gebrauchen kann.

Im März schließt sich erst einmal wieder die Gruft hier in Berlin und somit auch in Deutschland. Möchtest Du hinterher weiterhin in Deutschland bleiben und gibt es schon Pläne?

Ich werde zu Auditions gehen und schauen, ob etwas für mich dabei sein kann. Ich schreibe ja auch selber Musik, auch darauf werde ich mich dann wieder mehr konzentrieren.

Es ist schon mein Wunsch im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland/Österreich, zu bleiben und zu arbeiten. Die Möglichkeiten sind dort so groß und vielfältig. Es gibt so viele tolle und interessante Musicalproduktionen, auch an den Stadttheatern oder kleinere Produktionen, da würde ich gerne dabei sein. Ich möchte gerne weiterhin in deutschsprachigen Produktionen auf der Bühne stehen, ich mag die Sprache, und ich möchte sie noch weiter lernen, perfektionieren. Ich spreche Deutsch eigentlich erst, seit ich in Wien mit TANZ DER VAMPIRE angefangen habe.  Aber dann ging es ganz schnell und ich habe es gelernt. Weil ich es wollte!

Liebe Dawn vielen herzlichen Dank für Deine Zeit und die interessanten Dinge, die Du uns erzählt hast. Wir wünschen Dir noch ganz viel Spaß hier im Berliner Wuscha-Buscha Land und freuen uns, vielleicht bald Neuigkeiten von Dir zu erfahren.

Wer Dawn noch im Berliner Wuscha-Buscha Land besuchen möchte, sollte sich beeilen. Am 17.03. 2019 schließt das Wirtshaus von Rebecca Chagal.

TICKETS TANZ DER VAMPIRE
TICKETS TANZ DER VAMPIRE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kategorie: Interviews, Tanz der Vampire

Tags: Berlin

Autor: I. Marquardt (09.02.2019)

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