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INTO THE WOODS – Zu scharf für Disney

Weihnachten 2014 soll es Disneys großer Märchenfilm werden: INTO THE WOODS, Stephen Sondheims Musical, kommt auf die große Leinwand. Allerdings mit zahlreichen Änderungen, wie Sondheim dem Magazin „The New Yorker“ erzählte – die Originalversion ist dem Konzern etwas zu scharf und erwachsen.

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Johnny Depp spielt Hauptrolle bei Into The Woods
Johnny Depp © Vanessa Lua – flickr.com

Verfilmung des Märchen-Musicals wird deutlich zahmer ausfallen

Märchen sind das Thema von Stephen Sondheims Musical INTO THE WOODS. Wer die Märchen der Gebrüder Grimm im Original kennt, weiß, dass es darin manchmal ziemlich düster zugeht: Da müssen böse Stiefmütter auf glühenden Kohlen tanzen, da hacken Tauben bösen Stiefschwestern die Augen aus und dergleichen mehr. Und wer Disney-Filme kennt, der weiß, dass diese klassische Märchen meist in einer sehr entschärften Version unters Volk bringen. Auch INTO THE WOODS wird nun diese „Disneyfizierung“ durchlaufen müssen. Das Musical ist dem Konzern zu scharf, zu sexy, zu gewalttätig. Wie Sondheim gegenüber dem New Yorker erklärte, wird es daher zahlreiche Änderungen am Plot geben.

Märchenhafte Verwicklungen

Stephen Sondheim und James Lapin brachten das Musical 1987 zur Uraufführung am Martin Beck Theatre in New York. Motive sind unter anderem die Märchen Rotkäppchen und Rapunzel, Aschenputtel und und Hans bzw. im Englischen Jack mit den Zauberbohnen. Die Rahmenhandlung bildet die Geschichte um einen Bäcker und eine Frau, die eine böse Hexe mit dem Fluch der Kinderlosigkeit belegt hat. Um diesen Fluch zu brechen, muss das Paar einige Märchenutensilien auftreiben. Es kommt zu Verwicklungen und Seitensprüngen, ein verführerischer Wolf spielt mit, jemand kommt zu Tode. Alles ein bisschen viel für einen Disney-Film und zu erwachsen für die anvisierte junge Zielgruppe.

Ab Anfang 2015 in Deutschland im Kino

Rob Marshall, der auch schon „Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten“ verfilmte, führt Regie beim prominent besetzten Filmprojekt. Johnny Depp wird den bösen Wolf spielen, Meryl Streep tritt als böse Hexe auf. James Corden und Emily Blunt spielen das Bäckers-Ehepaar. Einige Stellen, die dem Disney-Konzern ein besonderes Dorn im Auge waren, wurden aus der Handlung gestrichen, unter anderem muss der Film ohne Todesfall auskommen – und damit ohne einen der beliebtesten Songs aus dem Musical. Doch Stephen Sondheim, der beim Film-Projekt ebenfalls mitwirkt, verspricht neue Lieder, die darüber hinwegtrösten sollen. Zu Weihnachten 2014 soll der Film in die Kinos kommen, Anfang 2015 dann in Deutschland starten.

Kategorie: Allgemein

Autor: S. Gerdesmeier (23.06.2014)

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