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Stefanie Köhm Interview – Musical1 Podcast 39

Heute erfüllt der Musical1 Podcast wieder einmal den Wunsch eines Fans: Wir wurden gebeten, doch einmal Stefanie Köhm zum Interview einzuladen. Gesagt, getan, Benedikt und Christian haben mit der Musical-Darstellerin gesprochen. Stefanie Köhm spielte unter anderem in AVENUE Q und ist derzeit am Grillo Theater in Essen in CABARET wie auch am Nationaltheater Mannheim in BLUES BROTHERS zu sehen.

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Stefanie Köhm
Stefanie Köhm © Claudia Dilay Hauf

Studium an der Folkwang Universität Essen

Ihre Ausbildung absolvierte Stefanie Köhm an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Das Studium dort hat sie als sehr intensiv in Erinnerung: Es begann am Morgen um 9:00 Uhr mit Tanzstunden und ging bis zum Abend zum Schauspielunterricht um 21:00 oder 22:00 Uhr. An Arbeit neben dem Studium war bei diesem Stundenplan nicht zu denken. In allen drei Sparten – Gesang, Tanz und Schauspiel – erhielt Stefanie Einzel- und Gruppenunterricht, dazu gab es Körperlehre und auch theoretische Fächer. „Was mit besonders gut gefallen hat an der Folkwang waren die Projekte, die wir hatten,“ erinnert sich Stefanie. „Was auch ein fester Bestandteil vom Studium war, war die Kombo. Das war quasi ein Konzert, was wir gegeben haben, zusammen mit der Jazzabteilung.“ Ab dem zweiten Jahr durfte Stefanie im Background mitsingen, ab dem dritten Jahr dann Soli. Für Stefanie waren das die ersten Konzerterfahrungen und entsprechend aufregend.

Prägende Rollen: Kate Monster & Lucy in AVENUE Q

Schon während des Studiums spielte sie das Rotkäppchen in INTO THE WOODS am Theater Hagen, das Abschlussprojekt an der Folkwang Uni war HIGH FIDELITY. Anschließend ging es für Stefanie am Theater Hagen weiter, wo sie im Stück IM WEISSEN RÖSSL zu sehen war. Danach reiste die junge Musical-Darstellerin nach St. Gallen in die Schweiz, wo sie zum ersten Mal die Rollen der Kate Monster und der Lucy in AVENUE Q übernahm. Für SUNSET BOULEVARD kehrte sie anschließend nach Deutschland zurück und spielte in Bad Hersfeld. Das Nationaltheater Mannheim kaufte schließlich die St. Gallener Produktion von AVENUE Q einschließlich der Besetzung; für Stefanie begann damit eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Theater, wo sie erst in COMPANY spielte und derzeit in BLUES BROTHERS gleich drei Rollen verkörpert. Ihre prägendsten Rollen sind für Stefanie allerdings Kate Monster und Lucy aus AVENUE Q. „Ich habe schon bevor ich überhaupt studiert habe AVENUE Q geliebt und bin damals sogar extra mit Freunden nach London geflogen – für 24 Stunden ohne Hotel, weil wir kein Geld hatten. Nur, um AVENUE Q zu sehen,“ verrät sie. Mit den Rollen im Musical ging für Stefanie also ein großer Traum in Erfüllung. Spannend war für sie auch der Workshop beim Puppenbauer aus New York, der zu den Vorbereitungen des Musicals gehörte.

WENN ROSENBLÄTTER FALLEN: Musical von seiner ernsten Seite

Stefanie Köhm

© Claudia Dilay Hauf

In der deutschen Erstaufführung von WENN ROSENBLÄTTER FALLEN gab Stefanie die alternierende Besetzung der Iris. In dem Musical geht es um Sterbehilfe. Für Stefanie ist das Drei-Personen-Stück eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass Musicals nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen mit großen Showeffekten sind. Sie spielte das Musical ausschließlich in kleinen Häusern, was eine sehr intime Erfahrung war. Die Reaktionen des Publikums bekamen die Darsteller hautnah mit. Und auch nach der Aufführung kamen oft noch zu den Darstellern und haben ihre eigenen, ganz persönlichen Geschichten erzählt. Für Stefanie war das eine sehr bewegende Zeit.

Derzeit spielt Stefanie Köhm nicht nur in BLUES BROTHERS am Nationaltheater Mannheim, sondern auch in CABARET am Grillo Theater in Essen. Dort ist sie auch als Dance Captain tätig. In dieser Funktion arbeitet sie mit dem Ensemble daran, dass die Choreografien sauber bleiben, dass sich keine Fehler einschleichen und die Qualität gewahrt wird. Welche Produktionen nach CABARET und BLUES BROTHERS auf sie warten, „steht noch in den Sternen,“ wie sie meint.

Das Glück, im Traumberuf zu arbeiten

Stefanie findet sowohl die Arbeit an kleinen Stadttheatern als auch an großen Musical-Theatern interessant. An Stadttheater-Produktionen reizt sie als Darstellerin, dass noch Zeit für andere Projekte bleibt. Große Long Run Produktionen geben dagegen Sicherheit. Für Stefanie hat sich bisher noch keine Gelegenheit ergeben, in einem Long Run Musical zu spielen. Sie würde es gerne einmal tun, hat aber auch Respekt davor, acht mal die Woche auf der Bühne zu stehen. Ihren Beruf weiß sie zu schätzen: „Für mich ist es ein Geschenk, das machen zu dürfen, weil es mein Traumberuf ist. Aber ist kein leichter Job: Man muss viel einstecken, sich immer wieder beweisen, mit Kritik lernen umzugehen. Ich persönlich wachse daran, jedes Mal aufs Neue. Ich finde es toll, dass man sich in diesem Job immer wieder mit sich selbst auseinandersetzen muss.“

Kategorie: Podcast

Autor: B. Hake (20.03.2015)

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