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Operette

Operette bouffes Paris

© Émile Bayard / commons.wikipedia.org

Das Wort Operette kommt aus dem Italienischen und ist die Verniedlichungsform von Oper. Eine Operette ist also eine “kleine Oper”, ein Begriff, der erstmals im 17. Jahrhundert aufkam. Seitdem hat die Operette einen erheblichen Bedeutungswandel erfahren. Seit dem 19. Jahrhundert versteht man darunter vor allem Bühnenwerke mit leichter, eingänger Musik und heiteren oder sentimentalen Inhalten, die Gesangseinlagen und gesprochene Dialoge kombinieren.

Die Operette in Abgrenzung zur Oper

Ursprünglich bezeichnete die Operette eine kürzere Oper, zum Beispiel einen Einakter, oder musikalische Bühnenwerke mit leichterer, komödiantischer Handlung. Andere Operetten zeichneten sich durch eine einfachere Struktur und weniger komplexe Gesangseinlagen auf; sie erforderten keine speziell ausgebildeten Sänger, sondern konnten auch von singenden Schauspielern auf die Bühne gebracht werden. Damit unterschied sich die Operette von der Opera seria, der “ernsten” Oper.

Die Operette im heutigen Sinne entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris. Aus der Opéra comique gingen kurze, musikalische Bühnenwerke mit oft groteskem und frivolem Inhalt hervor. Einakter wurden als Opérette bouffe, Mehrakter aus Opéra bouffe bezeichnet. Als bedeutender Komponist setzte sich Jaques Offenbach ab, der 1851 mit dem Théâtre des Bouffes-Parisiens ein ausschließlich der Operette vorbehaltendes Theater eröffnete.

Die heutige Operette enthält gesprochene Dialoge, Gesang und Tanz. Die Gesangseinlagen sind dramatisch gestaltendes Element. Sie ähneln der Oper, sind allerdings einfacher gehalten, zudem spielt der Tanz eine bedeutendere Rolle.

Abgrenzung der Operette zum Musical

Operette und Musical eint die Mischung aus Dialogen, Gesangseinlagen und Tanz. Die Operette widmet sich im Gegensatz zum Musical aber ausgefallenen, dem Leben fremden Stoffen. Die Inhalte sind extravagant, die Charaktere außergewöhnlich. Das Musical kann dagegen wesentlich größeren Bezug zum realen Leben aufweisen. Viele Musicals basieren zudem auf bekannten literarischen oder filmischen Vorlagen, anders als die Operette. Die Art der Darstellung ist im Musical zudem realistischer. Musicals können zudem auch ernste Stoffe behandeln, die Operette ist den “leichten” Inhalten vorbehalten.

Darüber hinaus unterscheiden sich Operette und Musical in ihrer Gliederung: Die heutige Operette gliedert sich zumeist in drei Akte mit Finale am Ende des zweiten Akts. Musicals dagegen bestehen zumeist aus zwei Akten, gelegentlich ergänzt durch Prolog und/oder Epilog.

 

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