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EIN ABEND MIT ANA MILVA GOMES in der Wiener Theatercouch

Es war längst überfällig: Das erste Solo-Konzert der Musical-Darstellerin Ana Milva Gomes. Nervös war sie vorher wohl, wie sie im Interview mit Musical1 betont, aber die sympathische Niederländerin meistert den sehr privaten Abend mit großartiger Stimme und viel Herzblut. Da das erste Konzert am 8. April schon nach kurzer Zeit ausverkauft war, gab es am 10. April eine zweite Version, also ein Zusatzkonzert bei dem auch wir von Musical1 vor Ort waren.

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Ana Milva Gomes SW
Ana Milva Gomes © Ansgar Gersmann

Jam-Session zu Beginn

Gleich zu Beginn gibt Ana Milva Gomes Gas: Mit dem Diana Ross Song „I´m coming up“ kommt sie, gemeinsam mit ihren beiden MOZART! Kolleginnen Linda Veenhuizen und Anne-Marijn Smulders klatschend durch den Zuschauerraum auf die Bühne und erzeugt sofort eine gute Stimmung. Kaum 50 Menschen passen in den kleinen Wiener Theatersaal der „Theatercouch“ von Musicaldarsteller Rory Six. Für den passenden Klaviersound sorgte den ganzen Abend über Pianist Masaaki Saito. Gomes die vor kurzem noch bei MESSIAH ROCKS die Bühne des Raimund Theaters rockte, sang im ersten Teil ihrer Show Hits aus ihrer Jugend und Songs die ihre Mutter geliebt hat. Sowohl mit Chaka Khans „Ain´t nobody“, als auch bei „Respect“ von Aretha Franklin brachte sie die Besucher zum Mitklatschen. Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“ sang sie als Kind schon fleißig mit auch ohne den richtigen Text zu können. Gute Stimmung entstand bei „Holiday“ von Madonna, hier drehten auch die hochkarätigen Background-Sängerinnen richtig mit auf.

Stationen einer Musical-Karriere

© Ansgar Gersmann

© Ansgar Gersmann

Nach den Gute-Laune-Songs nahm Ana Milva Gomes ihr Publikum mit auf eine Zeitreise durch ihre Bühnenkarriere. Von den Shows ihrer großen Engagements gab sie jeweils einen Song zum Besten – wie den ganzen Abend über unplugged. Von ihrer ersten Verpflichtung bei AIDA über SISTER ACT bis hin zu MOZART! war alles dabei. „Gold von den Sternen“ präsentierte sie als Trio mit ihren beiden Cover Baroninnen von Waldstätten Veenhuizen und Smulders. Neben der stimmlichen Topperformance waren vor allem die Geschichten, die Gomes zu erzählen hatte, echte Highlights. So gab sie beispielsweise Einblicke in ihre emotionalen Auditions von SISTER ACT in Wien oder sie berichtete von ihren Jahren ohne Engagements. Diese persönlichen Erlebnisse würzte sie mit viel Charme und Witz, dass es fast an Stand-up Comedy erinnerte: „2003 war AIDA mein erster Job, damals war mir egal wohin, Hauptsache raus aus Holland. Ich wollte das unbedingt spielen und habe mir die Show in den Niederlanden 15-20 Mal angeschaut und ich dachte mir wenn jemand krank wird, kann ich einspringen“.

Pause für den guten Zweck

In einer sogenannten „Silent-Auction“, bei der jeweils nur ein Gebot pro Person auf einem Blatt Papier eingereicht werden konnte, wurden in der Pause Fanpakete von Ana Milva Gomes für den guten Zweck versteigert. Der Erlös von fast 750 Euro für Poster, Autogrammkarten, Schmuck und CDs kam dem „Angelman Verein Österreich“ zugute. Die Organisation sammelt für Kinder mit dem Angelman-Syndrom. Mit den Spenden soll ein Haus gebaut werden, indem eine lebenslange 24-Stunden-Betreuung sichergestellt werden kann, da Angelman-Betroffene aufgrund einer Genbesonderheit zwar eine normale Lebenserwartung haben, aber nie für sich selbst Sorgen können. Den Spendenerlös rundete Gomes am Ende des Abends großzügig auf 1000 Euro auf.

Rollenwünsche und andere Pläne

© Ansgar Gersmann

© Ansgar Gersmann

Welche Rollen sie gerne noch verkörpern würde, verriet Ana Milva Gomes im zweiten Teil ihres Programms. Sie präsentierte beispielsweise Songs aus den Musicals THE COLOR PURPLE, GHOST und BODYGUARD. Auch Ihren guten Freund, den Tänzer und Choreographen Cale Kalay holt die Niederländerin, die im Sommer beim Magdeburger Domplatz Open Air die Rolle der Dionne in HAIR verkörpert, auf die Bühne. Gemeinsam mit ihm performte sie den Song „Ready to be loved“. Die kleineren Texthänger überspielte Ana Milva Gomes gekonnt mit viel Charme und sie störten den guten Gesamteindruck ihres Solo-Abends keineswegs. Auf jeden Fall hat der sympathische Musicalstar Blut geleckt: „Ich habe schon viele neue Ideen und wer weiß vielleicht mache ich in Zukunft vor größerem Publikum eine kleine Solo-Tour“, berichtet Gomes nach der Show im Interview mit Musical1. Über künftige Engagements konnte sie noch nicht viel verraten: „Im Moment habe ich zwei Angebote und muss mich bald für eines davon entscheiden“. Für ihr erstes Solo-Programm erntete die Sängerin verdient sehr viel Applaus und Bravo Rufe. Eines ist sicher egal, wo Ana Milva Gomes in Zukunft auftreten wird, das Publikum wird sie lieben.

Nähere Infos zum Spendenprojekt gibt es unter www.angelman.at.

Kategorie: Allgemein,Kritiken

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (11.04.2016)

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