Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

BERTHA VON SUTTNER – Konzertante MuTh-Probe in Wien

Das Leben der Nobelpreisträgerin BERTHA VON SUTTNER wurde vertont und am 12. Dezember im Wiener MuTh in einer konzertanten Aufführung dem Publikum präsentiert. Hochkarätige Musicaldarsteller verliehen den Protagonisten ihre Stimmen - allen voran Maya Hakvoort in der Titelrolle der Österreicherin.

Teile diesen Beitrag

Maya Hakvoort
Maya Hakvoort © Maya Hakvoort

Bertha von Suttner  – eine spannende Biographie

Bertha von Suttner war eine Frau von Weltformat. Sie hat in der Friedensbewegung viel erreicht und war eine Vorreiterin für die Rechte der Frauen. Lange bevor Frauen das Recht hatten zu wählen, war sie aktiv, verfasste mit ihrem Roman ” Die Waffen nieder” ein Werk das weltweit zum Bestseller wurde und schaffte sich mit ihren Vorträgen international Gehör. Sie gründete 1891 die österreichische Friedensgesellschaft in deren Funktion sie als Präsidentin an der ersten Friedenskonferenz in Haag teilnahm. Außerdem war sie zunächst Sekretärin und später Vertraute von Alfred Nobel. Als erste Frau erhielt sie im Jahr 1906 den Friedensnobelpreis.

Vertonung eines Lebens

Die Idee den spannenden Weg dieser außergewöhnlichen Frau auf die Bühne zu bringen, stammt von Michaela Ehrenstein (Buch) und Béla Fischer (Musik). Ehrenstein ist Schauspielerin und Intendantin der Sommerspiele Schloss Sitzenberg. Fischer ist gebürtig aus Bratislava und ist neben seiner Tätigkeit als Komponist auch Professor am Wiener Konservatorium. Das Musical zeigt die Lebensgeschichte der österreichischen Ausnahmefrau mit vielen privaten und beruflichen Wendepunkten sowie Begegnungen mit berühmten Persönlichkeiten, die sie prägten. Mit der konzertanten Aufführung hoffen die Autoren den Sprung auf eine Theaterbühne und einer inszenierten Musicalversion zu schaffen. Im MuTh sind mit Maya Hakvoort, André Bauer, René Rumpold und Peter Lesiak schon einige bekannte Namen mit im Boot, die für ein gut gefülltes Haus sorgen. Hakvoort und Bauer sind ab Januar auch gemeinsam im Wiener Ronacher im Musical DON CAMILLO UND PEPPONE zu sehen. Gesanglich agierten alle Darsteller einwandfrei. Peter Lesiak fungiert im Muth als Alfred Hermann Fried und gleichzeitig auch als Erzähler der zwischen den Songs durch die Geschichte führt. Auch das fünfköpfige Orchester füllte den Saal mit sattem Sound. Trotz des aufregenden Lebens der Friedensrechtlerin fehlt der Spannungsbogen. Es reicht nicht aus das Leben einer berühmten Persönlichkeit chronologisch abzuarbeiten.

Highlights und Verbesserungspotential

Der längste Zwischenapplaus des Abends gebührte René Rumpold, der als Alfred Nobel sehr würdevoll seinen langen Solo-Song präsentierte. Charismatisch sang er davon, dass die Menschen endlich begreifen müssen das es nur eine Möglichkeit gibt um auf diesem Planeten weiter zu leben und diese niemals Krieg heißt. Viele Szenen bieten Raum für tolle Inzenierungsmöglichkeiten. Vorstellbar ist dies beim Begrüßungsfest im Kaukasuss oder auch die Nobelpreisverleihung am Ende kann auf einer größeren Bühne eindrucksvoll umgesetzt werden. Bevor das Stück jedoch endgültig auf die Bühne kann, gilt es noch einige Schwachstellen zu überarbeiten. In manchen Songs klingt der Text unrund und reimt sich schlecht oder gar nicht. Manche Wörte wirken fehl am Platz. Hier wurde an politischen Ausdrücken oder Formulierungen festgehalten die zwar wichtig sind für den Inhalt der Geschichte die aber den Songs dadurch die Leichtigkeit beziehungsweise den Fluss rauben. Wie schon erwähnt, fehlt es dem biografischen Musical auch etwas an Spannung. Auch hier gibt es für zukünftige Aufführungen noch Potential. In Zeiten von Krieg und Terror ist das Thema des Musicals aktueller denn je. Es demonstriert wie wichtig der Frieden ist und was diese Frau damals bewegt hat. Wenn sich eine Bühne findet und ein kreativer Regisseur das Stück toll umsetzt, trägt dies zwar nicht unmittelbar zum Weltfrieden bei zeigt uns aber auf, dass jeder Mensch Ziele erreichen kann auch wenn es noch so schwer scheint.

Besetzung:

  • Bertha von Suttner: Maya Hakvoort
  • Arthur von Suttner: André Bauer
  • Alfred Nobel: René Rumpold
  • Alfred Hermann Fried: Peter Lesiak
  • Marie Louise: Marianne Curn
  • Sophie Kinsky: Elena Schreiber
  • Baronin Suttner: Ulli Fessl
  • In weiteren Rollen: Robert Kolar, Martin Gesslbauer, Thomas Stroux

Kategorie: Allgemein

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (17.12.2016)

Teile diesen Beitrag

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen