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TINA – DAS TINA TURNER MUSICAL nun auch in Deutschland

Elf Monate nach der Weltpremiere in London feierte TINA – DAS TINA TURNER MUSICAL am 3. März 2019 die Deutschlandpremiere im Stage Operettenhaus in Hamburg. Mit Songs wie „What's Love Got To Do With It“ und „The Best“ sang sich Tina Turner an die Spitze des Musik-Olymps. Nun bringt Stage Entertainment die beeindruckende Geschichte über Anna Mae Bullock und ihren steinigen Weg zur Rock-Ikone Tina Turner auch in der Hansestadt auf die Bühne.

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Tina – Logo ©Stage Entertainment

Die lebende Legende Tina Turner nun als Musical

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Mit ihrer einzigartigen Stimme und ihren kraftvollen Bühnenperformances prägte Tina Turner die Musikszene wie keine zweite. Mit 180 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie heute zu den erfolgreichsten Musikerinnen weltweit. Sie wurde mit zwölf Grammys ausgezeichnet, bestritt 1988 einen Weltrekord in Rio de Janeiro mit einem Live-Konzert vor 188.000 Zuschauern und die Konzerte ihrer Abschiedstournee im Jahre 2009 wurden in Deutschland aufgrund der hohen Ticket-Nachfrage von sieben auf 16 erhöht. Diese Musik-Ikone schaffte es von einem kleinen Mädchen aus Nutbush zum Weltstar.

Mit dieser Eigenproduktion von Stage Entertainment haben Joop van den Ende und Tali Pelman in direkter Zusammenarbeit mit Tina Turner eine authentische und emotionale Bühnenfassung Turners bisheriger Lebensgeschichte geschaffen. Diese, als einzige von ihr autorisierte, Produktion feierte erst am 17. April 2018 Weltpremiere im Aldwych Theatre in London. Aufgrund der großen Nachfrage wurde der dortige Vorverkauf bis Dezember 2019 ausgeweitet. Nun ein knappes Jahr später wird der Erfolg in Hamburg weitergeführt. Schon vor der Premiere am 3. März wurden mehr als 150000 Tickets verkauft. Die Broadwaypremiere von TINA wird im Herbst 2019 stattfinden.

Der steinige Weg von Anna Mae Bullock zu Tina Turner

Das Musical erzählt die Geschichte von Anna Mae Bullock, die in Nutbush, Tennessee in einfachen Verhältnissen aufwächst. Nach der Trennung ihrer Eltern lebt sie zunächst bei ihrer Großmutter. Schon als Kind ist klar, dass Musik das Mädchen erfüllt und sie eine besondere Beziehung zu ihr hat, und sie träumt von einer Karriere als Sängerin oder Schauspielerin.

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Im Alter von 16 Jahren zieht sie zu ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester nach St. Louis, Missouri. Zusammen mit ihrer Schwester geht sie in den Clubs der Stadt ein und aus. Dort schafft sie den Sprung vom Publikum auf die Bühne zu dem Bandleader Ike Turner und seinen Kings Of Rhythm. Ike engagiert sie zunächst nur als Background-Sängerin, später auch als Leadsängerin und gibt ihr den Künstlernamen Tina Turner. Auch optisch formt er sie nach seinen Vorstellungen. So wird Tina rasch zu seinem Zugpferd und beide treten unter dem Namen „Ike & Tina Turner Revue“ auf. Auch privat werden sie ein Paar, heiraten und werden Eltern.

Beruflich läuft es mit Hits wie „River Deep, Mountain High“ und „Proud Mary“ besser und besser, jedoch geht die Beziehung steil bergab. Ike versinkt immer tiefer im Drogensumpf und zeigt vermehrt seine dunkle Seite: Er schlägt, betrügt und vergewaltigt seine Frau. Jahrelang erträgt Tina den körperlichen und seelischen Missbrauch und versucht sich sogar das Leben zu nehmen. Aber nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung schafft sie es endlich, Ike zu verlassen. Um den Scheidungsprozess zu beschleunigen, verzichtet sie auf alles, nur ihren Künstlernamen „Tina Turner“ behält sie. Nun ist sie endlich frei.

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Sie findet Kraft in der Spiritualität und im Buddhismus. Allerdings muss die Mutter von zwei Söhnen mit einem Berg voller Schulden ganz unten und allein neu anfangen. Sie jobbt als Haushaltshilfe und hat Gigs in kleinen Clubs, bis endlich wieder eine Plattenfirma auf sie aufmerksam wird. Doch dass eine Frau mit Mitte 40, geschieden, schwarz und alleinerziehend, als Sängerin durchstartet, halten Branchenkenner sowieso für unwahrscheinlich und gegen jede Regel.

Eine Chance wird ihr gegeben. So fliegt sie mutig Anfang der Achtziger nach London und lässt alles hinter sich. Am Flughafen nimmt sie der Plattenfirmen-Abgesandte Erwin Bach, ihr späterer Manager und Ehemann, in Empfang. Mit neuem Label im Rücken und verschiedenen Produktionsteams arbeitet sie an dem Album „Private Dancer“. Von da an orientiert sie sich nicht mehr am Rhythm and Blues, sondern bewegt sich in den Genres Pop und Rock und vermischt diese mit ihrem rauen Südstaaten-Soul. Die Platte wird ein weltweiter Erfolg und macht Turner zu einer der absatzkräftigsten Künstlerinnen der Musikindustrie.

Was erwartet Sie?

Nun ist auch auf einer deutschen Musicalbühne genau diese Geschichte der Frau, die es wie keine zweite Künstlerin wagte, die Grenzen von Alter, Geschlecht und Hautfarbe zu sprengen, zu sehen.

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Das Bühnenbild ist hier oft sehr schlicht gehalten und mit Hilfe von Requisiten versetzt es das Publikum in die bestimmten Räume. Ein Beispiel hierfür sind die Szenen am Anfang in Nutbush. Hier erahnt man nur im Hintergrund die typische Landschaft von Nutbush. Als Requisiten stehen auf der Bühne ein Baum, auf dem Anna Mae klettert, und Stühle, die zusammen mit der Szene und den DarstellerInnen zu einem Raum werden, in dem gepredigt wird. Im selben Setting werden für die nächste Szene nur einige Stühle entfernt, ein Esszimmertisch und eine Haustür hinzugefügt, um das zu Hause von Familie Bullock darzustellen. Halbe Wände, Türen und für bestimmte Räume typische Möbel werden oft verwendet, um schnell neue Orte darzustellen. Im Vergleich dazu ist das Finale eine pompöse Bühnenshow.

 

Um dieses Stück authentisch zu halten, sind die Kostüme der Rollen auch der Zeit und den Orten angepasst. Sehr deutlich wird es, als Anna Mae mit 16 Jahren zu ihrer Mutter Zelma und Schwester Alline nach St. Louis zieht. Sie, in einem ländlichen Kleid aus Nutbush, kontrastiert zu ihrer Schwester, die die typischen „modernen“ Kleider der 50er Jahre trägt.

Was wäre das Musical über Tina Turner ohne ihre Musik? Definitiv würde dies nicht der Authentizität dienen. So sind ihre Songs und die aus der Zeit mit Ike Turner auf eine interessante Weise in das Stück verflochten. Denn für die deutsche Produktion wurden einige Songs ins Deutsche übersetzt. Klingt erst einmal abschreckend und definitiv ungewohnt, doch nur die Songs, die die Handlung inhaltlich und erzählend unterstützen, sind übersetzt worden. Alle Songs, die bei einer Show, auf der „Bühne“, im Club oder im Musikstudio performt werden, sind im Englischen geblieben. Vor allem diese Momente haben bei uns Begeisterung hervorgerufen.

Die Perlen der Show

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Ein besonderes Lob geht an die kleine Clarissa, eine der Kinderdarstellerinnen der Anna Mae Bullock. In „Nutbush City Limits“ verkörpert sie wahrhaftig Energie und Leidenschaft für die Musik und rockte zusätzlich noch bei ihrem kleinen Auftritt im Final/Schlussapplaus die Bühne.

 

Des Weiteren sind in der Cast noch viele andere Perlen zu finden: Nikolas Heiber überzeugte in seiner Rolle als junger Musikmanager Roger, der mit viel Energie frischen Wind in diese doch negativ gehaltene Stimmung bring und so auch einen Teil dazu beiträgt, dass Tina erfolgreich wird. Schon fast beängstigend ist die Autorität und später auch Brutalität, die Mandela Wee Wee als Ike Turner rüberbringt. Vom Anfang bis zum Ende ist er in dieser antagonistischen Position und verkörpert diese authentisch. Ebenso authentisch ist die Interpretation der ignoranten und egoistischen Mutter Zelma Bullock von Adisat Semenitsch.

Doch das absolute Highlight ist Kristina Love als Protagonistin Tina Turner. Wir waren sprachlos und noch immer fällt es uns schwer die richtigen Worte zu finden.

© Manuel Harlan / Stage Entertainment

Zuletzt sahen wir Kristina als Florika und Cover Esmeralda in DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME. Schon dort zeigte sie sowohl als Florika als auch Esmeralda, wie viel Emotionen eine einzelne Person ausstrahlen kann. Auch hier bei TINA – DAS TINA TURNER MUSICAL ist ihre Emotionalität beeindruckend. Sei es die Freude an der Musik oder die Angst, Hilflosigkeit und der Selbsterhaltungstrieb im Kampf zur Befreiung von Ike Turner, alle Emotionen lassen das Publikum mitfühlen.

 

Allein diese Gabe macht Kristina Love zu einer außergewöhnlichen Musicaldarstellerin und wenn man denkt, sie kann es nicht mehr toppen, dann hat man sich geirrt. Als Florika kannten wir Kristina eher klassisch und lyrisch, aber als Tina zeigt sie nicht nur ihrer Soul-Seite, auch als Rockröhre lässt sie das Publikum mit offenem Mund staunen und um noch eine Schippe draufzulegen, kommt sie der echten Tina Turner unfassbar nahe. Nicht nur stimmlich, auch in ihrer Bühnenperformance ähnelt sie Turner sehr. Beinahe unmöglich, doch sie schaffte es, dass dies nicht als Kopie der Rockikone wirkt, sondern immer noch ein Stück weit Kristina Love. Noch immer bekommen wir Gänsehaut und ein Gefühl von staunen, wenn wir an die Nummern „River Deep, Mountain High“, „What's Love Got To Do With It“ und „The Best“ denken.

© Stage Entertainment

Man kann wirklich sagen, dass das Leben der einzigartigen Künstlerin Tina Turner gemeinsam mit den Welthits unfassbar authentisch, bewegend und kraftvoll auf eine Bühne gebracht wurde. Für jeden Tina Turner Fan ist das die Chance ihre Geschichte noch einmal hautnah miterleben zu dürfen.
An dieser Stelle möchten wir allen Beteiligten noch einmal zur gelungenen Deutschlandpremiere von TINA – DAS TINA TURNER MUSICAL im Stage Operettenhaus Hamburg gratulieren!

Sollten wir Ihr Interesse für dieses Stück geweckt haben, können Sie direkt hier Tickets für die Show buchen.

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Kategorie: Tina - Das Tina Turner Musical

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Autor: S. Ahrens(05.03.2019)

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