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MISS SAIGON Kritik

Am letzten Freitag feierte MISS SAIGON seine umjubelte Premiere im Kölner Musical Dome. Ein Musical mit einer herzzerreißenden Liebesgeschichte, die das Publikum bewegt und anrührt. Miss Saigon ist ein Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg. Beide haben auch gemeinsam LES MISERABLES uraufgeführt. Boubil und Schönberg sind ein Dreamteam im Musicalbereich. Wir von Musical1 waren bei der Premiere dabei und sind vollends begeistert und emotional sehr berührt.

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MISS SAIGON © Johan Persson

Am letzten Freitag feierte MISS SAIGON seine umjubelte Premiere im Kölner Musical Dome. Ein Musical, mit einer herzzerreißenden Liebesgeschichte, die das Publikum bewegte und anrührte.

MISS SAIGON ist ein Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg. Beide haben auch gemeinsam LES MISERABLES uraufgeführt. Boubil und Schönberg sind ein Dreamteam im Musicalbereich.

Sehr lange, zu lange nach unserem Empfinden, war MISS SAIGON in Deutschland nicht mehr auf den Musicalbühnen präsent.
Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 2. Dezember 1994 in der Musical-Hall, dem heutigen Stage Apollo Theater in Stuttgart, statt. Die männlichen Hautrollen spielten zu jener Zeit Uwe Kröger (Chris) und Jerzy Jeszke (Chef im Ring). Der letzte Vorhang fiel am 19. Dezember 1999.

MISS SAIGON ist mit 36 Millionen Zuschauern und über 70 Auszeichnungen, z.B. 1991 mit dem Tony Award, dem Theatre World Award und dem Drama Desk Award, eines der erfolgreichsten Musicals.

Am 25.01.2019 feierte MISS SAIGON  in der Neuproduktion des englischen Originals, des britischen Theaterproduzenten Cameron Machintosh, seine Deutschlandpremiere im Kölner Musical Dome.

Liebe, Politik und Tod

Saigon in den letzten Wochen des Vietnamkriegs im April 1975:

Im Nachtclub „Dreamland“ wird ein Schönheitswettbewerb veranstaltet. Unter den Barmädchen ist auch die 17-jährige Vietnamesin Kim, die hier ihren ersten Abend verbringt. Einer der Gäste, der junge amerikanische GI Chris, fühlt sich zu ihr hingezogen. Sein Freund John kauft beim Barinhaber, dem Chef-im-Ring (Engineer im englischen Original), für Chris eine Liebesnacht mit Kim. Beide verlieben sich ineinander. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer: Die militärische Lage in Saigon spitzt sich zu und Chris verlässt mit dem letzten US-Hubschrauber die Stadt. Kurz darauf fallen die Truppen des Vietcong in Saigon ein.

Die Jahre vergehen, Kim hat inzwischen ein Kind geboren und lebt unter der Diktatur der neuen Machthaber.

© Johan Persson

Ihre Liebe zu Chris lässt sie immer noch an seine Rückkehr glauben, und das ganze Geschehen für sich und ihren gemeinsamen Sohn ertragen. Kim wird von ihrer Vergangenheit und einem Versprechen, welches ihr Vater einst gegeben hatte, eingeholt. Kims Cousin Thuy, mittlerweile Vietcong-Offizier, wurde Kim zu Kindheitstagen zur Frau versprochen. Nun fordert er sein Recht ein. Als Kim sich ihm verweigert, und Thuy ihren Sohn Tam sieht, gerät er außer sich vor Wut. Als Thuy versucht den kleinen Tam zu töten, geschieht Fürchterliches.

Kim flieht zusammen mit dem Chef-im-Ring und tausend anderen „Boatpeople“ nach Bangkok.

In den Vereinigten Staaten hat Chris sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut. Er ist mit der Amerikanerin Ellen verheiratet. Doch der äußere Schein trügt, auch er kann Kim und die Ereignisse in Vietnam nicht vergessen.  Der Krieg hat Spuren hinterlassen und diese quälen ihn mit fürchterlichen Alpträumen.

Auf einer Konferenz über das Schicksal vietnamesisch-amerikanischer Kinder, den „Bui Doi“, erfährt Chris von seinem Freund John, dass Kim noch lebt und sie einen gemeinsamen Sohn haben.  Chris fliegt zusammen mit Ellen und John nach Bangkok, um sein Kind zu sehen.

Ein Wiedersehen mit Folgen

Als Kim in Bangkok erfährt, dass Chris in der Stadt ist, ist sie überglücklich und glaubt an ein glückliches Ende in Amerika. Als sie im Hotel auf Chris wartet, kehren die schlimmsten Erinnerungen in ihr zurück. Sie durchlebt noch einmal die letzten Stunden mit Chris in Vietnam: Den verzweifelten Versuch, Vietnam zu verlassen, wie der letzte Hubschrauber ohne sie, jedoch mit Chris an Bord, vom Dach der Botschaft abhebt und sie allein in der Ungewissheit zurückbleibt.

Voller Vorfreude auf das langersehnte Wiedersehen, möchte Kim, Chris mit ihrem Besuch überraschen. Sie trifft im Hotel aber zunächst auf Ellen. Von ihr erfährt Kim von Chris' neuem Leben in Amerika, und dass Ellen seine Frau ist. Für Kim bricht eine Welt zusammen, verzweifelt verlässt sie das Hotel.  Die Geschehnisse, die dann folgen reißen den Zuschauer in ein Meer von Emotionen, die überwältigen.

Wir möchten hier nicht weiter über das Ende und die Umsetzung in dieser Inszenierung schreiben, um allen die noch die Gelegenheit haben sich dieses wundervolle Stück anzusehen, nicht den besonderen Moment großer Emotionen zu nehmen.

Ein überwältigendes Gesamtwerk im Musicalbereich

© Johan Persson

Am Ende der Show wussten wir nun endlich, warum dieses Musical eine der erfolgreichsten Musicalproduktionen ist. Das Thema ist aktueller denn je und sicher ist die Geschichte von Kim und Chris nur eine von unzähligen Ereignissen, in den Wirren dieses sinnlosen Krieges. Genau solche Ereignisse können sich aber auch in aktuellen Krisengebieten heute überall auf der Welt ereignen.

Die Umsetzung und Präsentation dieser Neuinszenierung ist überwältigend. Angefangen bei der perfekt ausgesuchten Cast, über ein gelungenes Bühnenbild, der traumhaften Musik bis hin zu den Special Effekts ist es beeindruckend. Das alles lässt vergessen, dass dieses Gastspiel im Musical Dome Köln in englischer Sprache aufgeführt wird, man wird in die Geschichte regelrecht hineingezogen und man erlebt und versteht die Geschichte durch unendliche Gänsehautmomente. An den Seitenbühnen ist der deutsche Text zur Verständlichkeit eingeblendet. Wer sich allerdings im Vorfeld ein wenig mit der Geschichte und den Ereignissen vertraut macht, wird diese kaum benötigen.

Der fehlende Ohrwurm ist perfekt

Erstaunlich ist, dass dieses Stück keine Songs enthält, die einen auf dem Nachhauseweg begleiten, aber die Faszination des Ganzen so überaus begeistert und nachhaltig ist, dass einen die Bilder immer wieder durch den Kopf gehen. MISS SAIGON überrascht und überwältigt sein Publikum als Gesamtwerk, welches durch das gesamte Ensemble emotional getragen wird. Die herausragenden Choreografien der Tanzszenen runden das ganze bis hin zur Perfektion ab.

Der Premierenbesuch hat uns tief beeindruckt und es ist sehr, sehr schade, dass MISS SAIGON nur für eine kurze Zeit, an einem Standort in Deutschland zu sehen sein wird. MISS SAIGON ist ein Musical, das unbedingt wieder in Deutschland für längere Zeit gespielt werden sollte.

Wer die Möglichkeit, die Gelegenheit oder einfach nur die Lust auf dieses überragende Werk hat muss sich beeilen. MISS SAIGON ist nur bis zum 3. März 2019 im Musical Dome in Köln zu erleben. Tickets hier gleich sichern:

MISS SAIGON
MISS SAIGON

 

Kategorie: Allgemein

Tags: Köln

Autor: I. Marquardt (29.01.2019)

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