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FLASHDANCE – DAS MUSICAL in Düsseldorf

Nach der großen Premiere in Hamburg gastiert die Bühnenadaption von FLASHDANCE aktuell im Düsseldorfer Capitol Theater: In den Hauptrollen sind Ann Sophie Dürmeyer und Sasha Di Capri zusehen. Eine aufregende Mischung aus aufwendigen Choreografien, moderner Bühnentechnik und Ohrwürmern der 80er-Jahre. Wir haben die Düsseldorfer Premiere von FLASHDANCE-DAS MUSICAL am 10. Oktober besucht.

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FLASHDANCE DAS MUSICAL ©2Entertain

Der Traum vom sozialen Aufstieg

Alexandra Owens, von allen nur „Alex“ genannt, führt ein Doppelleben: Tagsüber verrichtet sie in einer Schweißerei knallharte körperliche Arbeit, bevor sie anschließend nachts als Tänzerin in einer Bar arbeitet. Ihr allergrößter Traum ist es jedoch, diesem tristen Alltag zu entfliehen und eine Tanzausbildung an der renommierten Shipley Tanzakademie in Pittsburgh zu absolvieren. Ihr Chef und späterer Freund Nick unterstützt sie dabei tatkräftig und arrangiert über seine Kontakte ein Vortanzen an der Schule.

Zeitgleich eifern Alex’ Freundin Gloria und deren Lebenspartner Jimmy ihren eigenen Träumen nach: Jimmy möchte seinen großen Durchbruch als Stand-Up-Comedian schaffen, jedoch gelingt es ihm einfach nicht, sein Publikum mit guten Witzen zu versorgen. Seine Freundin Gloria hat genug von ihrem Job als Bartänzerin und wird von Bösewicht C.C. mit Geld und schicken Kleidern abgeworben. Doch schon bald stellt sich heraus: Das glamouröse Leben, das C.C. ihr versprochen hat, ist eine geschickte Lüge, um sie für seine eigenen Zwecke auszunutzen.

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Der im Jahre 1983 erschienene Kultfilm FLASHDANCE erntete nicht zuletzt wegen seines offenbar seichten Inhalts harte Kritiken: „Ein eineinhalbstündiger Werbefilm, der für sich selbst Reklame macht und für nichts sonst“, so zerriss das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Originalvorlage. Diese Kritik wird der Bühnenadaption nicht gerecht. Natürlich stehen auch im Musical Tanz und Musik klar im Vordergrund, jedoch verbergen sich in der Handlung tatsächlich gesellschaftlich relevante Themen: Alex versucht der sozialen Unterschicht zu entkommen, auch wenn ihre Bedingungen dafür nicht optimal erscheinen. Währenddessen kämpft der wohlhabende Nick mit ganz anderen Problemen. Er befindet sich inmitten einer Identitätskrise, da ihm immer wieder vorgeworfen wird, dass er es, aufgrund seiner Herkunft aus einer reichen Familie, einfacher im Leben habe. So quält ihn letztendlich die Frage: „Was wäre ich ohne diesen Namen?“. Der Zuschauer begleitet die verschiedenen Charaktere während der Show auf ihren steinigen Wegen zur Traumverwirklichung.

Raus aus der ESC-Schublade: Ann Sophie Dürmeyer spielt Alex

Von allen FLASHDANCE-Darstellern hat wohl Hauptdarstellerin Ann Sophie Dürmeyer die größten Erwartungen zu erfüllen: Die 28-jährige Sängerin erlangte 2015 nach ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest deutschlandweite Bekanntheit. Eine Musicalausbildung hat Ann Sophie nicht, jedoch absolvierte sie nach dem Abitur eine zweijährige Schauspielausbildung am „Lee Strasberg Theatre and Film Institute“ in New York.

Die Rolle der Alex in FLASHDANCE ist der erste Schritt in ihrer Musicalkarriere und zugleich eine große Chance, sich neben der Gesangskarriere ein zweites Standbein aufzubauen. Und eins zeigt Ann Sophie bei der FLASHDANCE-Premiere von Beginn an: Sie ist der anspruchsvollen und vielfältigen Welt des Musicals durchaus gewachsen. Die schwierigen Tanz-Choreografien meistert sie durchgehend mit Bravour und voller Elan. Gesangstechnisch überzeugt sie mit ihrer kräftigen und sicheren Stimme, die ein angenehm dunkles Timbre besitzt. Am meisten besticht sie aber durch ihre Wandelbarkeit: Alex’ schlichte und ruppige Tombboy-Seite verkörpert sie genauso glaubwürdig wie die Seite der sexy-eleganten Tänzerin.

Ein energiegeladenes Cast

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Der charmante Schweißerei-Besitzer Nick Hurley wird von Sasha Di Capri verkörpert. Sasha Di Capri gelingt es, dem Charakter neben zahlreichen Flirt- und Romantikeinlagen auch die notwendige Tiefgründigkeit zu verpassen. Stimmlich bietet er eine weite Range mit einem rockigen Touch.

Darsteller Michael Sattler stellt in seiner Rolle des Bösewichts „C.C.“ die Entdeckung des Abends dar. Obwohl der Rolle nicht viel Bühnenzeit zusteht, gelingt es Sattler, einen bleibenden Eindruck im Publikum zu hinterlassen. Mit einer enormen Bühnenpräsenz und großem schauspielerischen Talent haucht er dem bösen Charakter Leben ein.

Ebenfalls sehr überzeugend spielt Konstantin Busack den liebenswürdigen Jimmy und heimste bei der Premiere dafür großen Applaus ein. Claudia Artner, die Alex’ gute Freundin Gloria verkörpert, ist ebenfalls positiv zu erwähnen. In ihrer Rolle gibt sie sich für Geld dem Willen des Bösewichts „C.C.“ hin und sorgt damit für ein Schauern beim Publikum.

Gesangliche Abstriche macht Regina Venus in ihrer Rolle der älteren Dame Hannah. So liebenswürdig und lustig sie die Rolle auch verkörpern mag,  so schief und unsicher bleiben vor allem die hohen langen Töne in ihrer Gesangseinlage „Eins zu einer Million“ (frei übersetzt, im englischen Original „A Million To One“, Anm. d. Redaktion).

Ein wandelbares Bühnenbild mit inflationärem LED-Einsatz

Der begrenzte Platz wurde durch die Gestaltung der Bühne von Andreas Bini optimal genutzt. Die zahlreichen rotierenden und bewegbaren Elemente erlauben Kulissenwechsel in Sekundenschnelle. Durch den Einsatz von LED-Wänden und Projektionen sind keine großen Umbauten nötig; aus einer Schweißerei wird blitzschnell eine Tanzschule.

Etwas schade ist es, dass teilweise komplette Choreografien auf den LED-Wänden simultan zu den „echten“ Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne liefen. Warum man auf diese Weise den Fokus von den Darstellern nimmt, ist unverständlich. Zumal es eine Mammutaufgabe ist, ein Tanzensemble präzise und synchron zu einem Videoausschnitt tanzen zu lassen.

Bekannte Klassiker der 80er-Jahre

Musikalisch darf sich das Publikum auf altbekannte Hits wie „What a Feeling“, „Gloria“ und „Maniac“ freuen. Ergänzt werden die Klassiker durch Songs, die eigens für das Musical von Robbie Roth komponiert wurden. Durch die großartige Live-Band, inklusive Saxofon, entsteht ein voller und kräftiger Sound.

Zusammengefasst verspricht FLASHDANCE – DAS MUSICAL dem Publikum einen Abend mit aufwendigen Choreografien, starken Charakteren und Songs zum Mittanzen.

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Aktuell auf Tour

Bis zum 21.10.2018 gastiert FLASHDANCE noch im Düsseldorfer Capitol Theater.

Anschließend stehen noch folgende Stationen auf dem Plan:

  • 25.10 – 28.10.2018 Salzburgarena Salzburg
  • 30.10 – 04.11.2018 Metropol Theater Bremen
  • 06. und 07.11.2018 Jahrhunderthalle Frankfurt
  • 13.11 – 25.11.2018 MuseumsQuartier Wien
  • 27.11 Bose Arena Bamberg
  • 11.12 – 23.12.2018 Admiralspalast Berlin
  • 28.12 – 30.12.2018 Rosengarten Mannheim

Kategorie: Flashdance,Kritiken

Tags:

Autor: A. Satter(12.10.2018)

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