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Die MUSICAL TENORS sind endlich zurück – Kritik

Nach fünf Jahren sind sie endlich wieder zurück, die MUSICAL TENORS. Jan Ammann, Mark Seibert, Patrick Stanke und Christian Alexander Müller sind mit dem Konzertformat von Sound-of-Music-Concerts zurück auf den deutschsprachigen Theaterbühnen. Unter dem Titel OLDER BUT NOT WISER sorgen die vier erstklassigen Musicaltenöre beim Zusatzkonzert am 26. Oktober 2018 für eine ausgelassene Stimmung im Berliner Admiralspalast. Musical1 war vor Ort und hat sich überzeugt, ob die Jungs in der Tat nicht weiser geworden sind.

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Musical Tenors
Musical Tenors © Stephan Drewianka

Willkommen zurück, werte MUSICAL GRAFEN…pardon TENORS

Die MUSICAL TENORS sind zurück. Und nach dem, was wir am Abend des 26. Oktober 2018 im Studio des Berliner Admiralspalastes erlebt haben, kann man nur darauf hoffen, dass es diesmal nicht wieder fünf Jahre andauert, bis sie in dieser Konstellation zurückkommen. Aber immer langsam, schön der Reihe nach.

Als unser Redakteur Christian das Studio des Berliner Admiralspalastes betrat und sich auf seinem Sitz platzierte, zog es seinen Blick direkt nach vorne auf die Bühne, die durch stimmige Lichtspiele in Szene gesetzt war. Nach einem kurzen Plausch mit einem Musicalfan (falls sie das liest, dann soll sie soll sie sich nochmal nett gegrüßt fühlen), wurden sie auch schon angekündigt – die MUSICAL TENORS.

Musical Tenors: Jan Ammann

© Stephan Drewianka

Die Show geht weiter, auch wenn sie älter geworden sind

Gemeinsam betraten Jan Ammann, Christian Alexander Müller, Mark Seibert und Patrick Stanke die Bühne, auf welcher vorab bereits die Musiker unter der Leitung von Mario Stork Platz genommen hatten. Am Flügel durfte an diesem Abend die wunderbare Marina Komissartchik begrüßt werden. Bereits bei der ersten gemeinsamen Interpretation des Songs „Limelight“ wurde dem Besucher bewusst, mit welchen „Kalibern“ er es heute Abend aufnehmen wird.

Das Medley aus dem Musical 3 MUSKETIERE erfreute sich auch hoher Beliebtheit beim Berliner Publikum. Und dies lag ganz gewiss nicht nur daran, dass dieses Musical 2005 in Berlin seine deutsche Uraufführung erlebte. Für das erste Solo des Abends, sorgte Jan Ammann in einem persönlichen „Herzenssong“. Nicht nur die Nena-Anhänger dürften bei dieser Interpretation von „Leuchtturm“ einen angenehmen Schauer auf ihrem Rücken verspürt haben.

Während einige Songs der gemeinsamen Auftritte dem Publikum vielleicht nicht ganz so geläufig waren, erlebte man an diesem Abend aber auch Songs aus den ganz persönlichen Lieblingsmusicals. Doch dazu später mehr. Auch, wenn Songs wie „Auf der Straße, mein Schatz wo du lebst“ und „The Impossible Dream“ zu den Titeln gehörten, die ich vorher noch nie hörte, konnten mich die MUSICAL TENORS durch ihre Interpretationen davon überzeugen, dass genau solche Lieder in das Repertoire eines wunderbaren Konzertabends gehören.

„Not wiser“, aber gesanglich unschlagbar

Mark Seibert verzauberte das Publikum in seinem ersten Solo mit „Ein Traum ohne Anfang und Ende“ aus dem Musical DIE PÄPSTIN, in welchem er im Sommer diesen Jahres als Gerold in Fulda zu sehen war. Und als dann Patrick Stanke noch mit ins Boot kam und die beiden „Die Schatten werden länger“ aus dem Erfolgsmusical ELISABETH zum Besten gaben, waren mit Sicherheit auch die letzten Kritiker der MUSICAL TENORS positiv gestimmt.

Und dies zu Recht, denn dieser Abend hatte viel zu bieten. Neben großen Gefühlen, die unter anderem Patrick Stanke, in dem vor einigen Jahren eigens für ihn (von Andreas Luketa) geschriebenen Song „Du bist das Licht“ auf die Zuschauer übertragen wurden, konnten die vier Künstler auch die Rockröhren aus sich herausholen.

Festhalten war angesagt, als Jan Ammann & Christian Alexander Müller „Till I hear you Sing“ aus dem PHANTOM DER OPER von sich gaben. Im Saal hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Kein Halten gab es mehr, nachdem Christian Alexander Müller mit „Die Musik der Nacht“ (ebenfalls aus dem Musical DAS PHANTOM DER OPER) sein erstes Solo des Abends aufs Parkett legte und somit die ersten Standing Ovationen des Abends einheimste.

Alles, nur bitte nicht das Ende…

Musical Tenors: C.A. Müller

© Stephan Drewianka

…genau so habe ich gedacht, nachdem der zweite Akt startete und Christian Alexander Müller direkt mit seinem zweiten Solo des Konzertes auflauerte. Mit seiner Interpretation von „Never enough“ aus dem Film „The Greatest Showman“ sorgte er zweifelsohne für einen der Genussmomente des Programms. Und ganz gewiss, hatte dabei nicht nur ich Tränen in den Augen.

Aber auch Jan Ammann versteht etwas von seinem Fach. Mit „Kalte Sterne“ aus LUDWIG² legte er eine Glanzleistung hin und sorgte für ein wohliges Gefühl auf der Haut des Zuschauers. Eve Rades, der Special Guest des Konzertes im Berliner Admiralspalast, sorgte nicht nur während „Totale Finsternis“ aus TANZ DER VAMPIRE für eine angenehme, weibliche Untermalung zwischen dem männlichen Vierer-Gespann, sondern konnte das Publikum auch mit ihrem Solosong begeistern.

Neben den Anhängern von DAS PHANTOM DER OPER, konnten somit auch die zahlreichen „unsterblichen Fans“ aus TANZ DER VAMPIRE auf ihre Kosten kommen. Bei zwei fantastischen Grafen-Darstellern darf dies aber auch ganz gewiss nicht fehlen. Kein Zweifel daran, dass Mark Seibert und Jan Ammann mit ihrer ganz besonderen Interpretation der „Unstillbaren Gier“, wohl die meisten Zuschauer des Studios von ihren Sitzen rissen.

Nun sollte ein Feedback kommen…

Musical Tenors mit Band

© Stephan Drewianka

…und das wird es auch. Allerdings keines, in dem mitgeteilt wird, welcher der vier Künstler nun der tollste, schönste und großartigste ist. Denn dies kann man bei diesen vier Ausnahmetalenten in keinster Weise ausmachen und es steht uns auch gar nicht zu. Diese Aussage möchte ich auch gerne an die Zuschauer richten. Dazu soll dieses Feedback dienen.

Warum bekommt ein Künstler von einzelnen Menschen (entspricht in diesem Fall nicht der Masse) keinen Applaus, nur weil er nicht der Liebling ist? Wieso muss man für seinen „Liebling“ unbedingt während eines Songs auf die Bühne rennen und ihn mit Rosen bewerfen und ihn somit voll aus dem Konzept bringen? Diese Reihe an Fragen könnte ich noch endlos fortsetzen.

Und dann gibt es noch die Menschen, die ich als vollkommen „respektlos“ bezeichne. Einen Konzertsaal zu verlassen, noch bevor die Künstler den letzten Ton von sich gegeben haben, hat mit Anstand und Achtung in keinster Weise etwas gemein. Eine S-Bahn fährt auch noch in 20 Minuten, einen solch tollen Abend wie die MUSICAL TENORS mit OLDER BUT NOT WISER auf die Bühne gebracht haben, kommt so schnell wahrscheinlich nicht zurück.

Kategorie: Kritiken

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Autor: C. Demme(29.10.2018)

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