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Theater mit Tradition – Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel

Schon vor rund 350 Jahren wurde die Naturbühne bei Wunsiedel für Aufführungen genutzt. Seit gut 100 Jahren werden dort Stücke von professionellen Darstellern gespielt. Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel haben eine lange Tradition und finden auf der ältesten Naturbühne Deutschlands statt. Seit 2004 stehen auch Musicals auf dem Spielplan. Die kommende Spielzeit werden wir von Anfang bis Ende begleiten und unsere Leser von der Entstehung bis zu den Aufführungen der Stücke teilhaben lassen.

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Logo Luisenburg-Festspiele 2018
Logo Luisenburg-Festspiele 2018 © Luisenburg-Festspiele

Zodwa Selele und Jürgen Fischer bei den Luisenburg-Festspielen 2018

„Anspruchsvolle Theaterproduktionen mit hohem Unterhaltungswert“ möchte die neue künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel, Birgit Simmler, zeigen. Die Bandbreite der Festspiele sei für eine Open-Air-Bühne einmalig in der Kulturlandschaft, kann man der Pressemappe entnehmen. Und in der Tat ist das Programm für 2018 beeindruckend: zwei Musicals, zwei Theaterstücke, eine Oper, eine Operette, sowie zwölf weitere Veranstaltungen von Kabarett über Konzerte bis zur Lesung. Durchschnittlich 140.000 Zuschauer finden jeden Sommer den Weg auf die Luisenburg.

Ganz schön viel für eine kleine Gemeinde mit gut 9.200 Einwohnern. Wunsiedel liegt im oberfränkischen Fichtelgebirge und hat 30 verschiedene Ortsteile. Luisenburg ist einer davon. Die Freilicht-Bühne liegt in einem Naturschutzgebiet und direkt neben dem Eingang zum größten Felsenlabyrinth Europas.

Zwei Musicals auf dem Spielplan

In den nächsten Monaten wollen wir unsere Leser immer wieder mitnehmen auf unsere Reisen zu dieser außergewöhnlichen Kulturstätte. Wir wollen Sie teilhaben lassen, an der Entstehung der musikalischen Eigenproduktionen wie MY FAIR LADY und DAS DSCHUNGELBUCH von der Vorbereitung bis zur Premiere. Dabei werden wir Blicke hinter die Kulissen werfen, mit vielen interessanten Menschen sprechen und unseren Fokus nicht nur auf das richten, was auf der Bühne passiert. Auch das was drumherum geschehen muss, damit ab den ersten Vorstellungen alles reibungslos laufen kann, werden wir beleuchten.

Schlangen beim Vorverkauf

© Musical1

Vorverkauf erfolgreich gestartet

Unseren ersten Besuch vor Ort haben wir letzte Woche zum Start des Vorverkaufs gemacht. Der erste Weg führte in das örtliche Tourismusbüro, wo ab Mittwoch früh an zwei Schaltern die ersten Tickets verkauft wurden.  Der Andrang war groß. Parallel startete auch die telefonische Bestellhotline sowie der Online-Verkauf. Verwaltungsleiter Harald Benz ließ es sich nicht nehmen, an diesem besonderen Tag persönlich an einem der Schalter zu sitzen. Dieses besondere Herzblut für die Luisenburg spürt man nicht nur bei ihm. Auch als wir im Ort nach dem Weg fragen, ist der älteren Dame der Stolz auf „ihre“ Festspielstadt deutlich anzumerken.

Naturbühne Luisenburg 1

© Musical1

Imposante Kulisse mitten im Wald

Weiter geht es hinauf zur Luisenburg. Es ist herbstlich trüb, der Wind kalt an diesem Vormittag. Kein Wetter das Lust auf eine Freilicht-Aufführung macht. Warm ist es aber dann schon nach dem kurzen Weg vom Parkplatz bis zum Bühnenhaus. Und schon beim ersten Blick auf den imposanten Bau ist man fasziniert von dieser besonderen Konstruktion, die Technik und Tradition hervorragend miteinander verbindet.

Birgit Simmler ist neue Intendantin auf der Burg

Wir treffen uns mit Intendantin Birgit Simmler in ihrem Büro. Der Weg dorthin führt durch einen Felsengang, auch im Gebäude selbst sind überall Felswände sichtbar integriert. Die Westfälin ist neu in Wunsiedel, aber ganz und gar nicht neu in der deutschen Kulturlandschaft. Birgit Simmler übernimmt die künstlerische Leitung ab dieser Spielzeit und sprüht geradezu vor Elan und Vorfreude auf ihre neue Herausforderung. In einer unserer nächsten Folgen wird sie uns Rede und Antwort zu sich, ihren Aufgaben als Intendantin und Regisseurin sowie ihren Plänen für die Luisenburg-Festspiele, stehen.

Selele und Pol als Eliza und Higgins

Luisenburg-Festspiele/ © Florian Miedl

Vier Eigenproduktionen auf dem Programm 2018

Heute wirft sie mit uns einen Blick auf das Programm für 2018. Vier Eigenproduktionen stehen im Mittelpunkt. Für die beiden Musicals MY FAIR LADY und DAS DSCHUNGELBUCH interessieren wir uns natürlich besonders. Zodwa Selele, die aktuell als Nicky Marron in BODYGUARD – DAS MUSICAL im Stuttgarter Stage Palladium Theater auf der Bühne steht, wird als Eliza Doolittle dabei sein. Als echte Fränkin wird sie der Figur ordentlich Lokalkolorit verleihen. Professor Higgins wird von dem Österreicher Markus Pol verkörpert, der Musicalfreunden unter anderem als Kaiser Franz Joseph aus ELISABETH bekannt ist.

DAS DSCHUNGELBUCH wird eine eigene Variante von Birgit Simmler und dem Komponisten Paul Graham Brown. Simon Eichenberger, frisch gebackener Preisträger des Deutschen Musical Theater Preises wird als Regisseur und Choreograph für die Umsetzung des Stücks verantwortlich sein.

Jürgen Fischer als Andreas Hofer

Luisenburg-Festspiele/ © Florian Miedl

Volksstück und Kriminalkomödie als Uraufführungen

Als Schauspielproduktionen werden das dramatische Volksstück „Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“ und die Kriminalkomödie „Sherlock Holmes – Der Tod des Bayernkönigs“ zu sehen sein. Für die Titelrolle des Andreas Hofer wurde Jürgen Fischer verpflichtet, der schon in vielen Produktionen der Luisenburg-Festspiele zu sehen war. Unseren Lesern ist der Schauspieler bestens bekannt als Frank Farmer in BODYGUARD – DAS MUSICAL im Musical Dome Köln. “Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers” wird von dem bekannten österreichischen Autor Felix Mitterer, der auch das Drehbuch für den gleichnamigen Film von 2002 verantwortet, extra für die Festspiele geschrieben. Auch das zweite Schauspiel wird seine Uraufführung auf der Luisenburg erleben.

Künstler zeigen weitere Facetten im Rahmenprogramm

Darüber hinaus gibt es mit der Oper „La Traviata“ und dem berühmten „Jedermann“ Gastspiele der Landesbühne Sachsen. Die Operette „Gräfin Mariza“ wird als Gastspiel der Operettenbühne Wien gezeigt. Als Konzerte stehen „Yamato – Chousensha“, „The Queen Night“, „One night of Abba” und “Rock the Opera” auf dem Programm. In der Reihe LuisenburgXtra finden im Museumshof Wunsiedel verschiedene Veranstaltungen statt, bei denen die Künstler und Kreativen der Eigenproduktionen auch andere Facetten von sich zeigen.

Verwaltungsleiter Harald Benz beim Ticketverkauf

© Musical1

Mannschaftsleistung von 150 Menschen notwendig

Um all das auf die Beine zu stellen, sind neben künstlerischer und Verwaltungsleitung gut 150 Menschen notwendig. Zu den rund 40 Profi-Darstellern kommen fast 50 Extras, die aus Wunsiedel und Umgebung gecastet werden. Dieses Jahr werden dies zum Beispiel Tänzer und Kinder für DAS DSCHUNGELBUCH sein, Sänger für MY FAIR LADY und Darsteller für die großen Kampfszenen in „Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“. Der Rest der Mannschaft besteht aus Musikern, den Kreativ-Teams der einzelnen Stücke, Kostüm- und Maskenabteilung, Bühnenarbeitern, Ton und Licht-Verantwortlichen sowie den allgemeinen Diensten. Hierzu gehören zum Beispiel Kartenvorverkauf und Sanitäter. Etwa 90% der Mannschaft sind befristet saisonal angestellt, haben Künstler- oder Werkverträge. Nur die Intendantin, der Verwaltungsleiter, die Mitarbeiter der Touristen-Info und Haus- sowie Bühnenverantwortliche sind ganzjährig beschäftigt.

Intendantin Birgit Simmler

© Musical1

Qualität hat seinen Preis

Anhand dieser Zahlen lässt sich in etwa ermessen, wie teuer der Festspielbetrieb ist. „80% der Kosten müssen über die Tickets eingespielt werden. Auch die Investitionen, die immer wieder notwendig sind, müssen aus den Kartenverkäufen bestritten werden. Dazu dient der Förderbeitrag, der in den Kartenpreisen inbegriffen ist und der aktuell bei 6€ liegt.“, erklärt Birgit Simmler. Von diesen Geldern zahle man zum Beispiel den großen Umbau des Bühnenhauses ab, der 2013 fertig wurde. Für die restlichen 20% der Kosten kommen die Stadt, das Land und verschiedene Sponsoren auf. Nicht zuletzt deswegen spüre sie die „Verpflichtung der Stadt etwas zurückzugeben“, so die neue Intendantin. Wir werden ihr bei diesem Vorhaben weiter über die Schulter schauen und sind gespannt! Folgen Sie uns , wenn wir Stücke, Darsteller und Kreative in den nächsten Wochen näher vorstellen.

Weitere Informationen gibt es unter www.luisenburg-aktuell.de, Tickets gibt es

hier
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Kategorie: Festspiele,Open Air,Theater Eigenproduktionen

Autor: M. Kanz (24.11.2017)

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