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Standing Ovations für JEKYLL & HYDE

Am 18. Juni feierte JEKYLL & HYDE eine erfolgreiche Premiere in Greifswald. Standing Ovations, Starbesetzung und ein fesselnde Story - ein unvergesslicher Abend ist garantiert. Das Musical bildete den Auftakt des AHOI-Hafenfestivals. Es gibt nur noch zwei Shows in Greifswald, danach gastiert es bis August in Stralsund.

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JEKYLL & HYDE Greifswald
JEKYLL & HYDE Greifswald ©muTphoto Barbara Braun

Glanzvoller Auftakt des AHOI-Hafenfestivals

Am 18. Juni feierte in Greifswald das Musical JEKYLL & HYDE von Frank Wildhorn glanzvolle Premiere. Die Show ist Teil des AHOI-Hafenfestival und bot bei bestem Wetter eine beeindruckende Open-Air-Inszenierung mit Starbesetzung. Standing Ovations und Beifallrufe zeugten von der Begeisterung des Publikums.

Der seltsame Fall des Dr Jekyll & Mr Hyde

London im 19. Jahrhundert. Der junge Dr. Henry Jekyll sucht einen Weg, um seinen Vater zu helfen, der an einer Geisteskrankheit leidet. Er ist sich sicher, dass er ihm helfen kann, wenn es ihm gelingt, die Seele eines Menschen von dem Bösen zu befreien. Seine Forschungen stoßen auf Skepsis und Ablehnung. Als seine Bitte um ein menschliches Versuchsobjekt abgelehnt wird, benutzt er sich selbst als Versuchsperson. Sein Experiment gelingt nur zum Teil: Seine Seele wird in Gut und Böse geteilt, doch ist die böse Seite nun entfesselt und nicht mehr zu kontrollieren. Verzweifelt sucht Jekyll eine Lösung des Problems, während Jekylls andere Seite – Edward Hyde – London mit grausamen Morden in Schrecken versetzt. Zugleich rückt Jekylls Hochzeit mit der jungen Lisa Carew immer näher.
Das Musical basiert auf dem Roman von Robert Louis Stevenson, die eingängigen Melodien stammen von dem Komponisten Frank Wildhorn (u.a. DRACULA, ARTUS).

Künstlerisches Bühnenbild und stimmungsvolle Kostüme

Das Bühnenbild bestand hauptsächlich aus vier bewegbaren Türmen, die mit verschieden Szenenmotiven verkleidet waren. Sie zeigten London bei Tag, bei Nacht und das Hausinnere. Hier konnten sogar zwei Türen geöffnet werden, die Jekylls Labor offenbarten. Des weiteren waren oben Laken bedruckt, die abgenommen werden konnten und im oberen Bereich Platz für die Darsteller machten, so dass ein Spiel auf zwei Ebenen möglich war.
Die Kostüme passten zum Bühnenbild und der Zeit. Uniformen, Anzüge, Kleider, alles war angelehnt an das 19. Jahrhundert und entführte das Publikum knapp zwei Jahrhunderte in der Zeit zurück.

Starbesetzung

Die Hauptrolle des Jekyll und Hyde spielte Chris Murray und zog das Publikum in seinen Bann. Jekyll verkörperte er charmant und zugleich frech, was immer wieder für erheiternde Momente sorgte. Als Hyde zeigte er sich spöttisch und rücksichtslos. Mit seiner kraftvollen und wandelbaren Stimme passte er perfekt für diese Rolle und vor allem „Dies ist die Stunde“ und „Konfrontation“ löste wahre Begeisterung beim Publikum aus.
Seine Verlobte Lisa Carew wurde von Jardena Flückiger überzeugend verkörpert. Sie mimte perfekt die selbstbewusste, junge Frau, die voll und ganz hinter ihrem Verlobten steht. Mit ihren schlagfertigen Kontern auf der Verlobungsfeier sorgte sie für das ein oder andere Schmunzeln im Publikum. In ihrer Rolle überzeugte Jardena Flückiger allem voran beim Duett „Lebenswerk“ mit ihrem Vater Sir Denvers Carew, aber auch bei dem Lied „Nimm mich wie ich bin“ gewann sie das Publikum mit ihrer klangvollen Stimme.
Lucy Harris wurde von Kristi Anna Isene gespielt – taff und zugleich träumerisch trat sie auf. Dabei passte sie sowohl stimmlich, als auch darstellerisch zu dieser Rolle, was sie schon vom ersten Moment mit „Bringt die Männer her“ bewies. Doch auch gefühlvolle Balladen meisterte sie mit Bravur und löste Gänsehautmomente aus. Der Höhepunkt war „Gefährliches Spiel“, ein Duett mit Hyde.
Thomas Rettensteiner stand als John Gabriel Utterson auf der Bühne. Er spielte den besorgten Freund und Anwalt von Jekyll einfühlsam. Er zeigt sich als loyal, vor allem als er hinter Jekylls düsteres Geheimnis kommt. Seine Bariton-Stimme harmonierte perfekt bei dem Duett, das er in „Lebenswerk“ mit Jekyll singt.
Lisas Vater Sir Danvers Carew ist mit Alexandru Constantinescu besetzt. Diplomatisch vermittelt er zwischen seinem zukünftigen Schwiegersohn Henry Jekyll und den Vorstandsmitgliedern des Krankenhauses. Zugleich kommt auch immer wieder sein Beschützerinstinkt als Vater von Lisa zur Geltung. Nicht nur schauspielerisch, sondern auch stimmlich eine gute Wahl für diese Rolle.
Auch der Krankenhausvorstand – bestehend aus Lady Beaconsfield (Doris Hädrich-Eichhorn), dem Bischof von Basingstoke (Tye Maurice Thomas), Simon Stride (Johannes Richter), Lord Savage (Bernd Roth), General Lord Glossop (Valmar Saar) und Sir Archibald Proops (Alexej Trochin) – überzeugte mit seiner Besetzung. Allen voran Doris Hädrich-Eichhorn überzeugte mit ihrem überheblichen und arroganten Spiel.
Der Chor sang sehr deutlich, so dass der Text meist gut zu verstehen war. Die Choreographie unterstrich die Dynamik auf der Bühne, besonders bei „Mörder“ oder aber bei „Bringt die Männer her“. Das philharmonische Orchester Vorpommern begleitete stimmungsvoll durch das Stück.

Großes Musicalhighlight

Alles in allem war es ein sehr mitreißender und fesselnder Abend voller Witz und Tragödien. Die Atmosphäre wird von Bühnenbild und Kostümen perfekt unterstrichen und die Darsteller entführen die Zuschauer ins düstere London des 19. Jahrhunderts.
Diese Show ist zweifelsfrei eine Reise wert und macht den Abend zu etwas Besonderem. Ein Muss für alle Musicalliebhaber.
Noch bis zum 25. Juni ist es in Greifswald zu sehen, bevor es vom 29. Juli bis zum 11. August in Stralsund zu sehen ist.
Am 24. Juni wird es nach der Show eine Autogrammstunde mit Chris Murray in Maske und Kostüm geben – eine perfekte Gelegenheit, den Show-Besuch noch außergewöhnlich enden zu lassen.

Kategorie: Kritiken,Open Air

Autor: A. Polifka (23.06.2016)

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