Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

Beflügelte Weihnachten in Hamburg

„Alle Jahre wieder“ geht Thomas Borchert auf Weihnachts-Konzert-Tour. Auch am 6. Dezember, zum Nikolaustag, gastierte er mit seinem Programm „BEFLÜGELTE WEIHNACHTEN: My Kind Of Christmas“ im First Stage Theater in Hamburg.

Diesen Beitrag teilen

Plakat Thomas Borchert Beflügelt
Thomas Borchert beflügelt © Jan Frankl

Es weihnachtet sehr

Das First Stage Theater ist in Weihnachtsstimmung. Durch die Eigenproduktion „Die große Weihnachtsshow 2017“ der Stage School wurde das Theater in weihnachtlichen Glanz getaucht. Schon vor dem Betreten wurde man von Lichterketten und Tannengrün empfangen. Auch das Foyer hat sich in ein Weihnachts-Winter-Wunderland verwandelt. Man fand den Sessel des Weihnachtsmannes, eine Eispalast-Lounge wurde eingerichtet, der Bar-Bereich wurde liebevoll mit vielen Lichtern und Weihnachsdekorationen geschmückt und sogar eine kleine Glühwein-Bude wurde aufgebaut. Über den Zuschauerplätzen hingen ebenso weihnachtliche Lichterketten, am Bühnenrand standen silbern glitzernde Rentiere und auf der Bühne wuchs ein kleiner Tannenwald. Damit bot die Location schon die perfekte Dekoration für ein Weihnachtskonzert.

Von eingestaubten Weihnachtspflichten zu lockerer, besinnlicher Gemütlichkeit

Zwischen dem Tannenwald stand ein schwarzer Flügel, auf dem Thomas Borchert sich selbst begleitete. Als Eröffnung performte er „Alle Jahre wieder“. So begrüßte er das Publikum und erzählte, wie er zu dieser Konzertidee kam. Er war der Meinung, dass die alten deutschen Weihnachtslieder mehr gesungen werden müssten und er selber diese lange nicht zu würdigen wusste. So musste er früher widerwillig die Familie zum all-weihnachtlichen „Gegröle“ begleiten. Dies kennt vermutlich jeder, dabei können diese Lieder auch ganz anders klingen. Irgendwann dachte sich Borchert, dass es nicht mehr so weiter ginge und holte das alte Weihnachtsliederheft aus einem Umzugskarton heraus. Es ist noch das Heft, aus dem er damals mit sieben oder acht Jahren gespielt hatte. Zum Beweis zeigte er seine Unterschrift in dem Heft. Er legte es auf sein Klavier und spielte wieder daraus. Typisch nach borchertscher Manier fing er an zu improvisieren. Und plötzlich merkte er, dass man moderne Songs daraus machen könnte. Er verpasste ihnen lockere, familiäre Gemütlichkeit.

Improvisation und die Monstertannenbäume

Nicht nur die vielen Weihnachtslieder – wie zum Beispiel „Stille Nacht“, „Ihr Kinderlein kommet“, bei dem das Publikum als Engelschor diente, „Es ist ein Roß entsprungen“ oder auch „Süßer die Glocken nie klingen“ – begleiteten diesen Abend. Thomas Borchert ließ sich auch von dem Tannenwald beeindrucken, der ihn zugleich auch ein wenig einschüchterte. So wurden die Tannenbäume auf der Bühne zu “Monstertannenbäumen”, eine Bezeichnung, die sich durch den ganzen Abend zog. Als Monstertannenbäume hatten sie oft ihren Einsatz in gesanglichen Improvisationen. Auch als ein Spot plötzlich aus- wieder anging, waren es die Monstertannenbäume, die mit ihren Wurzeln zum Lichtpult kamen und ihr Unwesen trieben. Als ein Vorspiel zu einem Song plötzlich nach „Ich gehör nur mir“ aus ELISABETH klang, wurde kurzerhand mit Hilfe des Publikums aus „Ich will nicht gehorsam, gezähmt und gezogen sein. Ich will nicht bescheiden, beliebt und betrogen sein“ die Textzeile „Ich will nicht vom Baume erschlagen und begraben sein. Ich will nicht vom Schnee und Eis erdrückt werden“.

Liebe, Besinnlichkeit und Grafen zu Gast

Weihnachten ist ein Grund zum Feiern, aber zu oft wird es eher ein Fest der Aggressionen, des Familienstreits oder auch das Fest des Ellenbogeneinkaufens, bei der Jagd auf die besten Schnäppchen. Es ist mehr Stress als Entspannung, dabei sollte man sich erholen, fröhlich sein und den Nächsten lieben. Passend dazu spielte Borchert auch einige Liebessongs, zum Beispiel „Just the way you are“ von Billy Joel. Auch „Moon River“ aus dem Film BREAKFAST AT TIFFANYS hatte einen Platz im Programm gefunden.

Nicht nur die Liebeslieder waren ein kleiner Ausbruch aus den Weihnachtsliedern, auch einige Songs seiner Grafenrolle aus dem TANZ DER VAMPIRE durften nicht fehlen. Eine ganz besondere Interpretation was das Grafenlied der zweiten Zugabe, bei dem das Publikum zum bissigen Chor wurde.

Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, bei Thomas Borchert die CD zum Konzert oder auch sein Album „Midlife“ zu erwerben und auch signieren zu lassen.

Weiter Termine zu seinen Konzerten finden Sie auf seiner Homepage.

Kategorie: Galas & Konzerte

Tags:

Autor: S. Ahrens (08.12.2017)

Diesen Beitrag teilen

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen