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Stuttgarter Vampire tanzen jetzt mit Mark Seibert

TANZ DER VAMPIRE in Stuttgart hat einen neuen Hauptdarsteller. Gestern zog mit Mark Seibert der vierte Graf dieser Spielzeit offiziell in sein Schloss. Oder sollen wir lieber sagen in die Gruft?

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Mark Seibert als Graf von Krolock
Mark Seibert als Graf von Krolock © Stage Entertainment

Hohe Fluktuationsrate im Schloss

Seit der Stuttgarter Premiere von TANZ DER VAMPIRE Ende Januar dieses Jahres darf nun bereits der vierte Hauptdarsteller auf dem Schloss sein Unwesen treiben. Kaum ein Thema wird von Musical-Fans so emotional diskutiert wie die jeweilige Besetzung des Graf von Krolock. Auch die aktuelle „Personalie“ war davon nicht ausgenommen. Ein Blick in die diversen Social Media-Kanäle zeigt, dass die Ankündigung von Mark Seibert als „Juli-Graf“ durchaus kontrovers aufgenommen wurde. Grund genug für Musical1, sich selbst ein Bild zu machen.

Full House für den neuen Grafen

Eines fällt sofort auf: Alle Reihen sind besetzt, nur sehr vereinzelt ist ein freier Sitz zu entdecken. Die Vampire haben auch nach gut sechs Monaten ihrer immerhin bereits dritten Stuttgarter Spielzeit scheinbar nicht an Anziehungskraft verloren. Liegt das am Stück, an den aktuellen Sommeraktionen der Stage Entertainment oder vielleicht doch an der Premiere des neuen Grafen? Einer Premiere, die strenggenommen gar keine mehr ist, da Mark Seibert bereits am Sonntag aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen kurzfristig für die Abendshow einsprang. Die Rolle ist ihm nicht fremd, er trug den bodenlangen Umhang schon letztes Jahr in Berlin. Auch viele der Kollegen waren dort schon dabei, was den Sprung ins kalte Wasser sicher erleichtert hat.

Macht die Gier Gänsehaut?

Während man sitzt und wartet, bis „der Neue“ den ersten Ton singt, stellt man fest, dass es bei jedem Besuch der Show wieder neue Details zu entdecken gibt. Egal ob Kleinigkeiten am Bühnenbild, Randszenen der Darsteller, die man vorher noch nie bewusst wahrgenommen hat, es wird nie langweilig. Und dann steht er auch schon in der Tür zum Saal, der neue Schlossherr. Schreitet elegant und hoheitsvoll den Gang nach vorne zur Bühne – gebannt verfolgt von zig aufgerissenen Augenpaaren – und beginnt zu singen. Und da gibt es – einigen Unkenrufen zum Trotz – nichts auszusetzen. Weder an „Gott ist tot“, noch an der „Einladung zum Ball“ oder der Szene vor dem Schloss. Aber die Feuerprobe steht natürlich noch aus: „Die unstillbare Gier“ – das Paradestück, die Messlatte. Die Grabwand liegt im Dunkel, die ersten unverkennbaren Takte erklingen, die Spannung im Saal ist greifbar. Augen zu und bereit machen für die Gänsehaut. Oder wird es womöglich gar keinen Gänsehautmoment geben? – Doch, es gab!

Anders heißt nicht schlechter

Mark Seiberts Stimmfarbe ist etwas heller als die seiner meisten Grafen-Kollegen und er entspricht daher vielleicht auf den ersten Blick nicht den üblichen Erwartungen, die eingefleischte Vampir-Fans an die Besetzung des Krolock haben. Aber gerade dadurch schafft er es, dem Grafen einen ganz eigenen Charakter zu geben. Er singt mit viel Gefühl und einer großen Spreizung zwischen Wut und tiefer Empfindsamkeit. Man nimmt ihm seine Zerrissenheit ebenso ab wie den immer wieder durchblitzenden Humor. Besonders beeindruckend aber ist die Entwicklung, die Mark Seibert sowohl stimmlich als auch schauspielerisch über die Jahre genommen hat. Seine schon immer unverwechselbare Stimme hat etwas von der früher typischen Schärfe verloren. Sie ist weicher und wärmer geworden. Und er weiß alle Facetten dieser Stimme bestens einzusetzen. Von den ganz leisen Tönen bis zu den großen, dramatischen Fortissimos kann er als Graf von Krolock seine volle Bandbreite und sein ganzes, durchaus beeindruckendes Können zeigen.

Als Fazit bleibt zu sagen, jeder Graf hat seine Fans und jeder seine Kritiker, es ist und bleibt Geschmackssache. Aber gerade diese Vielfalt und die Faszination, wie jeder Darsteller seiner Rolle trotz gleichem Text und gleichen Noten, seinen ganz persönlichen Stempel aufdrückt, macht es so spannend. Und deswegen ist Fluktuation bei den Vampiren kein Manko, sondern bewusst gewollt – denn jeder neue Graf zieht auch neue Fans in die Gruft.

Die Diskussionen um den vermutlich letzten Stuttgarter Krolock für diese Spielzeit laufen bereits auf Hochtouren, denn wenn Mark Seibert am 30.7. aus dem Schloss auszieht, steht der Nächste schon bereit.    Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Tickets für TANZ DER VAMPIRE Stuttgart
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Kategorie: Kritiken,Tanz der Vampire

Tags:

Autor: M. Kanz (13.07.2017)

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