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WICKED – Hamburg ist neu verhext

WICKED ist nach zehn Jahren im neuen Gewand zurück in Deutschland. Stage Entertainment versieht das Erfolgsmusical vom Broadway dabei mit einigen gravierenden Änderungen. Am 05.09.2021 fand in Hamburg die langerwartete Premiere der Neuinszenierung von WICKED statt. Mit dieser Show meldet sich die Stage wieder zurück und hieß alle Besucher willkommen. Von nun an ist Hamburg verhext und kann so hoffentlich mit der Hilfe von guten und bösen Hexen erfolgreich in die neue Saison starten. Wir haben uns die Neuinszenierung angeschaut und möchten einen kleinen Einblick in die "neue" Welt von Oz geben.

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WICKED Logo ©Brinkhoff-Moegenburg

WICKED in Hamburg – Start des ersten Stage Musicals nach der pandemiebedingten Zwangspause

WICKED – DAS MUSICAL ist endlich zurück in Deutschland. Das weltbekannte Broadway-Musical ist seit 05. September 2021 in einer neuen, modernen Inszenierung im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen. Neues Bühnenbild, neue Effekte und neu designte Kostüme. Eines der beliebtesten Musicals aller Zeiten verhext nun wieder die Zuschauer in Hamburg mit den bekannten Charakteren und Melodien von Grammy- und Oscar-Preisträger Stephen Schwartz.

Im Vorfeld wurde durch eingefleischte Musical und WICKED-Fans bereits heftig über die Neuinszenierung von WICKED spekuliert und diskutiert. Ob sie gelungen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Unsere Empfehlung gleich hier am Beginn: Ein Besuch in der Neuen Flora in Hamburg lohnt sich auf jeden Fall.

Wer oder was ist WICKED?

WICKED ist die Geschichte vor der Geschichte “Des Zauberers von Oz”. Fast jeder kennt den Film “Der Zauberer von Oz” und die Charaktere dort. Sicher hat sich der ein oder andere schon einmal gefragt: Warum ist der Löwe feige, woher kommt die böse Hexe des Westens, ist Glinda wirklich so gut? Was für ein Mensch war die Vogelscheuche früher und was rankt sich für ein Geheimnis um die roten Schuhe der bösen Hexe aus dem Osten? WICKED leitet zur Geschichte der “Zauberers von Oz” über und erklärt so einiges.

All diese Fragen werden in WICKED nach und nach beantwortet bzw. klären sich auf. Wer den “Zauberer von Oz” nicht kennt, sollte ihn sich vor einem WICKED Besuch anschauen, das macht einiges verständlicher und nachvollziehbarer.

Neuinszenierung nicht in allen Facetten überzeugend

Etwas Neues bedeutet nicht zwangsläufig immer etwas Gutes oder Schlechtes, es kommt sicher immer auf die Betrachtungsweise und die Erwartungen des Beurteilenden an.

Bei WICKED sind wir gespalten. Der erste Eindruck beim Betreten des Saales in der Neuen Flora ist WOW. Was für ein spektakuläres Bild. Wir befinden uns mitten im Wirbelsturm von Oz. Es gibt unglaublich viele liebevolle Kleinigkeiten zu sehen, man hat den Saal ins Bühnenbild mit einbezogen. Eine fliegende Kuh im Sturm, ein Fahrrad fliegt durch die Luft, eine Lampe schwebt umher. Auf der Bühne kann man erahnen, welche Schäden durch den Tornado, welcher Dorothy nach Oz brachte, verursacht wurden. Dieses Bühnenbild weckt Erwartungen an das Stück, die für uns dann nicht in Gänze umgesetzt wurden.

WICKED Ankunft

©Brinkhoff-Moegenburg

Die erste Szene vermittelt bereits, wo die Neuinszenierung hingeht. Die Bewohner von Oz feiern in der Smaragdstadt den Tod der bösen Hexe des Westens. Die Smaragdstadt ist futuristisch grün mit viel Neonlicht, modern eben. Ebenso die Kostüme der Bewohner, grüne raschelnde Plastikmäntel. Schon in diesem Moment verschwand bei uns die Mystik des Geheimnisvollen. Es war kein Platz mehr für die Erwartungen, die uns beim Betreten des Saales inspiriert hatten. Alles sehr klar, neuzeitlich und wenig verhext.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und wir erfahren, warum sich alles so entwickelt, wie es sich entwickelt. Die Schulzeit und der Beginn der vermeintlichen Freundschaft von Glinda und Elphaba ist trotz der Neuerungen gut gelungen. Die Schuluniformen und die Bühnengestaltung gaben dem Zuschauer wieder etwas mehr Spielraum, sich in der Geschichte zu verlieren und ein wenig mehr Hexenzauber zu verbreiten.

Kostüme: Grelles Pink trifft grelles Grün

Die gesamte Kostümgestaltung ist sehr neuzeitlich und für Kenner der alten Version des Stückes sicher gewöhnungsbedürftiger als für WICKED Neulinge. Grelle Farbgestaltungen, zeitgenössische Plastikstoffe auch für uns wenig verhexend. Einzig und allein Elphabas Kostüm hat uns persönlich sehr gut gefallen und hat zu manch einer der Szenengestaltungen den zusätzlich entscheidenden WOW Effekt geliefert.

Verantwortlich für das neue moderne Bühnenbild und die dazugehörigen Kostüme zeichnet der britische Regisseur Lindsay Posner. Die Idee: WICKED sollte moderner werden und mehr dem heutigen Zeitgeist entsprechen. Es wird mit visuellen Effekten gearbeitet, welche die jeweiligen Szenen unterstreichen und/oder das Bühnenbild komplett in Szene setzen. Oz ist zu einer futuristisch-leuchtenden Smaragdstadt geworden.

Die Cast

Bei unserem Besuch in Oz hatten wir First Cast als Besetzung. Elphaba (Vajèn van den Bosch), Glinda (Jannine Michele Wacker), Fiyero (Naidjim Severina), Nessarose (Pamina Lemm), Mrs. Akaber (Susanne-Elisabeth Walbaum) und als Zauberer von OZ  Andreas Lichtenberger. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar und sehr treffend mit den ausgewählten Darstellern besetzt worden. Stimmlich wie auch schauspielerisch konnten alle überzeugen.

WICKED Hexenstreit

©Brinkhoff-Moegenburg

Vajèn van den Bosch als Elphaba überzeugte durch ihre starke Bühnenpräsenz. Der Wandel von Elphaba  zur bösen Hexe zeichnete sich nicht nur in der äußerlichen Veränderung, sondern auch in der Zunahme der Stimmgewaltigkeit ab. Jannine Michele Wacker präsentierte uns eine Glinda, deren Tussi-Image voll und ganz auf den Punkt gebracht wurde. Glinda, ein It-Girl der Neuzeit im Hexentraum gefangen. Es machte Spaß zuzuschauen und zuzuhören.

Naidjim Severina verkörpert den begehrenswerten Fiyero überzeugend und man kann durchaus nachvollziehen, warum sich beide Hexendamen nach ihm verzehren. Seine gesanglichen und tänzerischen Fähigkeiten sind beeindruckend und Naidjim Severina ist die perfekte Wahl.

Leider waren einige Passagen, hauptsächlich im Ensemblegesang, nicht sehr gut zu verstehen, was aber keineswegs an den Künstlern, sondern vielmehr am Sound im Saal lag.

Insgesamt hat man der gesamten Cast angemerkt, mit wie viel Spielfreude sie in diesem Stück aufgingen, was angesichts der ungewollten Zwangspause mehr als verständlich ist.

Fazit unseres Besuchs

WICKED ist immer noch WICKED. Die Charaktere sind alle noch da und haben sich in ihren Grundaussagen auch nicht verändert.  Die Songs der Show sind bis auf ein paar Textänderungen dieselben geblieben und die Aussage des Stückes zu Freundschaft, Vertrauen und Liebe ist auch immer noch da, nur eben alles moderner, dem heutigen Zeitgeist näher gestellt. Uns hat an einigen Stellen im Stück die Magie und Mystic doch etwas gefehlt.

Ein Highlight war allerdings an Magie im Stück nicht mehr zu übertreffen und das können alle Zuschauer kurz vor der Pause erleben. Elphabas Auftritt war in jeder Hinsicht magisch-mystisch und Dank der eingesetzten

WICKED Hexenflug

©Brinkhoff-Moegenburg

Technik schon sehr beeindruckend und hat bewiesen: Hexen können wirklich fliegen.

Da WICKED nun zeitgenössischer werden sollte, ist die neue Inszenierung an sich stimmig. Uns ist aber der erwartete mystische und legendäre Geist von WICKED teilweise verloren gegangen. Wer den “Zauberer von Oz” kennt, sollte sich allerdings wundern, warum die böse Hexe des Ostens im Stück nicht von einem Haus erschlagen wird. Manches sollte man belassen, wie es war, zumal sich der Zauber der Magie in einer cleanen neuzeitlichen Umsetzung schwer finden lässt.

Zu den aktuelle Bestimmungen sei angemerkt, es gilt derzeit die 3-G Regel für den Besuch und während der Vorstellung besteht Maskenpflicht auch am Platz. Wir haben es als nicht störend empfunden und konnten den Abend so sicher und unbeschwert genießen.

Bereits bei unserem Besuch wurden Merchandise-Artikel angeboten. Dazu gehörten u. a. ein Bildband, T-Shirt, CD (Stuttgarter Version), Pins, Magnete, Schlüsselband u. a. m.

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich seinen Besen schnappen und sich auf den Weg nach Hamburg machen. Tickets gibt es hier:

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Kategorie: Allgemein

Tags: Hamburg

Autor: I. Marquardt (06.09.2021)

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