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PRETTY WOMAN erobert Hamburg

Am 29. September feierte im Stage Theater an der Elbe das Musical PRETTY WOMAN seine Europapremiere. Ganz nach dem Film von 1990 erobert die kokette und freche Vivian Ward den seriösen Geschäftsmann Edward Lewis. Nun können Sie diese etwas andere Cinderella-Story live in Hamburg miterleben. Wir berichten von unseren Eindrücken der Medienpremiere einen Tag zuvor.

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Edward und Vivian in der Oper © Stage Entertainment

Vom Film zum Musical

1990 kam der Film PRETTY WOMAN unter der Regie von Garry Marshall in die Kinos und spielte weltweit über 436 Millionen Dollar ein. J. F. Lawton, der die Geschichte dazu schrieb, hatte zusammen mit Marshall bereits vor 25 Jahren die Vorahnung, dass dieser Film Potential zum Musical hat. Die Idee wurde von ihnen weitergesponnen. 2015 sicherte Marshall sich die Rechte an der Produktion. Er verstarb im folgenden Jahr und die Produzentin Paula Wagner setzte die Arbeit an dem Musical fort. Bryan Adams, bekannt unter anderem für die Songs „Everything I Do“ und „Summer of 69“, und Jim Vallance schrieben die 21 Songs für das Musical.
Am 26. September 2017 feierte PRETTY WOMAN – DAS MUSICAL seine Weltpremiere im Oriental Theatre in Chicago. Seit August 2018 kann man diese Cinderella-Story auch am Broadway in New York sehen. Am 29. September 2019, fast genau zwei Jahre nach der Weltpremiere, feierte das Stück nun im Stage Theater an der Elbe in Hamburg seine Europapremiere.

Die Story

Pretty Woman Finale

© Stage Entertainment

Beverly Hills in den 80er Jahren: Vivian Ward (Patricia Meeden) ist witzig und attraktiv, arbeitet jedoch auf dem Straßenstrich von Los Angeles. Eines Tages läuft ihr der erfolgreiche Geschäftsmann Edward Lewis (Mark Seibert), der gerade von seiner Freundin verlassen wurde, über den Weg. Vivian geht davon aus, sich einen neuen Kunden zu angeln, doch Edward möchte nur den Weg zu einem Luxushotel in Beverly Hills erklärt bekommen.
Dort angekommen, nimmt er sie spontan mit auf sein Zimmer und beschließt, die aufgeweckte junge Frau als seine Begleitung für die Woche zu engagieren. In seiner eleganten Welt hat Vivian zunächst Schwierigkeiten sich zurechtzufinden, doch meistert dies mit ihrer frohen und charmanten Art.
Diese gemeinsame Woche voller Abenteuer und aufkommender Gefühle bringt Edward dazu, seine Einstellung zu seinem Beruf zu ändern. Obwohl er und auch Vivian Gefühle für einander entwickeln, schafft Edward es nicht, eine Beziehung auf Augenhöhe mit ihr zu wagen. So trennen sich am Ende der Woche die Wege der beiden. Doch was wäre eine, wenn auch etwas andere, Cinderella-Story ohne Happy End? Wie auch im Film, begreift Edward, dass Vivian ihm zu wichtig ist, als sie ziehen zu lassen, und erobert sie zurück.

Oh, Pretty Woman

Vivian Ward

© Stage Entertainment

Die erste charmante Überraschung gab es bereits vor der Show. Die Ansage, dass Ton – und Bildmitschnitte nicht gestattet sind und welcher Dirigent spielt, wurde von Daniela Hoffmann, die Synchronsprecherin von Julia Roberts, mit dem Charme von Vivian Ward eingesprochen.

Man kann es einfach nicht leugnen, dass Patricia Meeden die perfekte Vivian Ward ist. Sie überzeugte das Publikum und uns mit ihrer frechen und liebenswerten Art, meisterte Stimmungswechsel natürlich und problemlos. Dazu ist uns die Szene am Anfang hängen geblieben. Erst stolziert sie lasziv um Edward herum, um ihn als ihren nächsten Job zu angeln, und plötzlich wird sie im Gespräch die offene, frohe Autoenthusiastin und plappert wild drauf los.

Auch bei der Rolle Edward Lewis hat sich Stage Entertainment keinen Fehlgriff geleistet. Schon alleine Mark Seiberts Ausstrahlung passt bestens zu dieser Rolle. Natürlich überzeugt auch er ohne Frage auf schauspielerischer und gesanglicher Ebene. Ganz spannend und beeindruckend ist auch das Spiel zwischen ihm und Patricia und deren nonverbalen Kommunikationen in ihren Rollen.

Edward Lewis

© Stage Entertainment

Die ganze Cast ist hervorragend ausgewählt und nicht zu beanstanden. Paul Kribbe ist fantastisch in der Doppelrolle Happy Man & Mr. Thompson. Auch hier ist es eine großartige Leistung, den Wechsel dieser unterschiedlichen Charaktere zu meistern, ohne dass einer der beiden ins Lächerliche gezogen wird. Ähnlich wie bei Mark passt schon die Ausstrahlung Nigel Caseys unfassbar gut zur Rolle des Philip Stuckey und auch Frank Logemann ist für die Rolle des James Morse ideal gewählt.

Doch unser geheimer Star der Show war Johnny Galeandro als Giulio, der kleine Sidekick von Mr. Thompson. Ähnlich wie Buster in PARAMOUR lockert Giulio durch seine Art, offen Gefühle zu zeigen, die Szenen auf und verdeutlicht so oft auch die Emotionen der anderen Figuren. Man empfindet auf jeden Fall sehr schnell mit ihm mit und freut sich auf jeden seiner Auftritte.

Was wäre ein Musical ohne Musik?

Vivian und Edward in der Oper

© Stage Entertainment

Zusammen mit Jim Vallance schrieb Bryan Adams die 21 Song zum Stück. Diese sind alle sehr pop-lastig, aber es gibt trotzdem eine gute Mischung zwischen schnellen Nummern und sachten Balladen. Wenn auch alle relativ simpel gehalten sind, bleiben sie doch dadurch gut im Ohr.
Ein starker Song ist „Alles, nur nicht hier“, in dem Vivian deutlich macht, dass der Strich und dessen Umgebung nicht das sind, was sie für sich möchte. Patricia Meeden hatte dies zur Medienpremiere am Vortag der Premiere mit ihrer großen, vollen und warmen Stimme tadellos performt.
Auch „Du und Ich“ blieb stark in Erinnerung, denn es wurde von ihr und Mark Seibert emotional sehr echt und ehrlich nicht nur gesungen sondern auch gespielt.
Ein weiteres Highlight, nicht nur schauspielerisch war, Maricel als Kit de Luca. Ihre Riffs waren stark und perfekt – vielleicht sogar ein wenig zu perfekt für diese kantige Rolle, jedoch haut sie einen trotzdem um.
Und natürlich durfte der Titelsong zum Film nicht fehlen. Als Zugabe sang und feierte die Cast zusammen mit dem jubelnden Publikum den Song „Oh, Pretty Woman“ von Roy Orbison.

Die Cast

Patricia MeedenVivian Ward
Mark SeibertEdward Lewis
Paul Kribbe – Happy Man & Mr. Thompson
Maricel – Kit de Luca
Nigel CaseyPhilip Stuckey
Frank Logemann – James Morse

Marcella Adema – Ensemble | Cover Vivian | Cover Violetta
Danilo Aiello – Ensemble
Becky Anderson – Ensemble
Rachel Bahler – Violetta | Ensemble
Annemarie Lauretta – Amanda | Cover Kit De Luca | Cover Violetta | Ensemble
Samantha Harris-Hughes – Swing
Philipp Dietrich – David Morse | Cover Edward Lewis | Cover Philip Stuckey | Ensemble
Johnny Galeandro – Giulio | Ensemble
Emma Hunter – Rachel | Erica | Ensemble
Eiko Keller – Ensemble | Cover Philip Stuckey
Piek van der Kaaden – Scarlett | Cover Kit De Luca | Cover Vivian Ward | Ensemble
Hanna Mall – Swing | Cover Vivian Ward
Marco HeinrichLandlord | Cover Happy Man / Cover Mr. Thompson | Cover James Morse | Ensemble
Peter Knauder – Ensemble
Susie PorterEnsemble | Dance Captain
Marco Trespioli – Alfredo | Ensemble
James Cook – Swing | Cover Giulio | Assistant Dance Captain
Salvatore Marchione – Swing | Cover Giulio

Wir bedanken uns sehr bei Stage Entertainment, dass wir PRETTY WOMAN sehen durften. Wenn nun auch Sie Lust auf diese Show bekommen haben, dann können Sie hier die Tickets für Ihren nächsten Musicalbesuch buchen.

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Kategorie: Kritiken, Pretty Woman

Autor: S. Ahrens (09.10.2019)

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