Foyer
Als Foyer bezeichnet man den Eingangsbereich eines Theaters. Hier befindet sich normalerweise die Garderobe. In den Pausen dient das Foyer zudem als Aufenthaltsraum für das Publikum, in dem Getränke und kleine Snacks serviert werden. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet ursprünglich so viel wie „Feuerstelle“ oder „Brennpunkt“. Auch die Eingangsbereiche anderer öffentlicher Gebäude werden als Foyer bezeichnet.
Geschichte
Theater in Frankreich verfügten über beheizte Aufenthaltsräume, in denen die Schauspieler sich aufwärmen konnten. Diese wurden zunächst als Foyer bezeichnet. Im 18. Jahrhundert schließlich wurde der Begriff auch auf die Wartehallen übertragen, in denen sich das Publikum vor den Vorstellungen und in den Pausen aufhielt – bald wurden nur noch diese Wartebereiche so genannt. Das Foyer diente bald als Ort des öffentlichen Lebens, zum Sehen und Gesehen werden. Im 19. Jahrhundert nahm die Bedeutung des Foyers für das gesellschaftliche Leben noch zu; bald wurde das Geschehen in den Aufenthaltsräumen fast wichtiger als die Theaterstücke selbst.
Reportagen aus Frankreich machten das Foyer auch in Deutschland bekannt. Auch hierzulande wurde es schnell zum wichtigen Bestandteil der Theaterarchitektur. Auch moderne Theater warten oft mit imposanten Eingangsbereichen auf, die sich oft über mehrere Etagen ziehen, in denen Kunstwerke ausgestellt werden und die heute auch oft für private Veranstaltungen gebucht werden können.
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