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Willkommen im hessischen Orient – DER MEDICUS zurück in Fulda

Bereits im vergangenen Jahr brachte Spotlight Musicals den Weltbesteller DER MEDICUS von Noah Gordon als Musical zur Weltpremiere am Schlosstheater in Fulda. Am 14. Juni 2017 feierte das umjubelte Historienmusical seine Wiederaufnahmepremiere im schönen Fulda. Für die Wiederaufnahme wurden einige Veränderungen vorgenommen und auch die Besetzung hat sich ein wenig geändert. Musical1 war vor Ort und hat sich einen Eindruck von der Inszenierung gemacht.

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Der Medicus
Der Medicus © Spotlight Musical

Fulda – das hessische Musical-Mekka

Die Spotlight Musical GmbH hat in den letzten Jahren einen immer größeren Bekanntheitsgrad gewonnen. Mit Produktionen wie ELISABETH – LEGENDE EINER HEILIGEN und BONIFATIUS fing alles an. Hinzu kamen unter anderem die Stücke DIE PÄPSTIN und DIE SCHATZINSEL.

Im vergangenen Jahr kam dann der Weltbestseller von Noah Gordon auf die Bühne. Mit DER MEDICUS setzt die Spotlight Musical GmbH neue Maßstäbe in der Musicalszene. Diese Produktionen ist die bisher aufwendigste und teuerste der Firma.

Unlängst sind ihre Produktionen nicht mehr nur unter Insidern bekannt. Fulda hat sich in der Branche einen unverkennbaren Namen gemacht, zumal die Stücke allesamt auf historischen Ereignissen oder Geschichten beruhen.

Doch wer jetzt denkt, dass sich die Spotlight Musical GmbH auf den Lorbeeren aus dem vergangenen Jahr ausgeruht hat, der irrt. Für die Wiederaufnahme von DER MEDICUS in diesem Jahr wurden einige Änderungen und Neuerungen an dem Stück vorgenommen.

Turbulentes Historienmusical inmitten des hessischen Orients

Der Medicus 2017 Szene

© Spotlight Musicals

Rückblickend erzählt Rob Cole, gespielt von keinem anderen als Friedrich Rau, seinem Sohn Samuel (Paul Rümann) die Geschichte seiner Familie und seines Lebens. Rob Cole erkennt beim Tode seiner Mutter, dass er die Gabe besitzt, den Tod hervorzusehen. Von einem fahrenden Bader (Sebastian Lohse) wird er aufgenommen und darf mit ihm als Badergehilfe durch die Lande ziehen.

Allerdings reicht dieses Wissen irgendwann nicht mehr aus, um Robs Wissensdrang zu stillen. Und so entscheidet er sich den weiten Weg nach Isfahan, der Hauptstadt Persiens, anzutreten. Dort möchte er an der Matrassa, beim Arzt der Ärzte, Ibn Sina (Reinhard Brussmann) studieren. Doch dazu muss er seinen christlichen Glauben verleugnen und gibt sich kurzerhand als Jude aus.

Die Reise ist lang und beschwerlich. Ganze zwei Jahre ist er unterwegs, um von England in das persische Reich zu gelangen. Unzählige Gefahren nimmt er hierbei auf sich und lernt hierbei auch Mary Cullen (Johanna Zett) kennen.

In Isfahan gewährt man ihm zuerst keinen Eintritt, doch kurze Zeit später nimmt sich Ibn Sina seiner persönlich an, denn er erkennt direkt, dass Rob Cole etwas ganz besonderes ist. Währenddessen lernt er mit Mirdin (Kristian Lucas) und Karim (Christian Schöne) zwei neue Freunde an der Universität kennen.

Als Karim jedoch zum Schah ernannt wird, wendet sich das Blatt plötzlich und die Geschichte nimmt eine zum Teil dramatische Wendung. Ohne nun zu viel zu spoilern: Es gibt am Ende dennoch ein Happy End für Rob Cole.

Alt bewährte Diamanten & neu engagierte Juwelen

Bereits einige Wochen vor der Wiederaufnahme von DER MEDICUS wurde bekannt gegeben, dass das Team der Spotlight Musical GmbH „Altes“ mit „Neuem“ verbindet. Nicht nur in Bezug auf die Songs und Kulisse, sondern vor allem auch im Bereich der Besetzung.

Die Rolle des Rob Cole wird in diesem Jahr, wie bereits zur Welturaufführung, von dem gebürtigen Thüringer Friedrich Rau gespielt. Rau spielt einen sympathischen Rob Cole, dem man jederzeit seinen Wissensdrang und Begierde nach neuen Erkenntnissen abkauft. Durch seinen angenehmen Stimmklang wird jeder seiner Songs zu etwas besonderem. Bei “Ich muss es tun” kommt neben einem Gänsehautgefühl auch die Glaubwürdigkeit seiner Handlung im Besucher zum Vorschein.

Eine Neubesetzung wurde in diesem Jahr bei dem Charakter der Mary Cullen vorgenommen. Es spielt die bezaubernde Johanna Zett. Ohne zu übertreiben, ist sie der neue Star von DER MEDICUS. Bereits bei ihrem ersten Solo “Kilmarnock” treibt es dem Zuschauer Tränen des tiefsten Mitgefühls in die Augen. Durch ihre Frohnatur und glockenklare Stimmgewalt überzeugt sie auf ganz hohem Niveau.

Auch in den Duetten, die Johanna und Friedrich gemeinsam abliefern, kommen ganz große Gefühle zum Vorschein. “Wenn die Sterne mit uns sind” zählt zweifelsohne zu den gefühlvollsten Balladen aus dem Hause Spotlight Musicals.

Und eine weitere Besetzungsüberraschung hat auf den Besucher der Wiederaufnahme Premiere am 14. Juni 2017 gewartet – Christian Schöne in der Rolle des Karim. Zwar ist Christian Schöne kein neues Gesicht in Fulda, dennoch spielt er in diesem Jahr zum ersten Mal in DER MEDICUS. Er erfüllt die drei Sparten des Genre Musical (Gesang, Tanz und Schauspiel) ohne mit der Wimper zu zucken und erntet dafür seinen wohlverdienten Applaus. Dies kommt besonders beim Song “Ala Schah” zum Ausdruck.

Der Medicus 2017 Orient

© Spotlight Musicals

Nicht unerwähnt bleiben sollen Reinhard Brussmann, Kristian Lucas, Dorothea Maria Müller und Sebastian Lohse. Brussmann nimmt in diesem Jahr eine Steigerung in der Rolle des Ibn Sina vor. Sein gewaltiges Stimmvolumen hätte man wohl am gestrigen Premierenabend gerne noch häufiger zur Ohr bekommen. Kristian Lucas, in diesem Jahr zum ersten Mal dabei, gibt einen sympatischen Mirdin. Auch Dorothea Maria Müller als Rob Coles Mutter Agnes hat mit “Verliert den Glauben nicht” für einen der Gänsehaut- und Tränenmomente gesorgt. Als Bader und Quandrassah steht Sebastian Lohse auch in diesem Jahr wieder auf der Bühne und überzeugt souverän.

Auch das große Ensemble hat die Lorbeeren des 15-minütigen Applauses wohl verdient. Flotte Tanz- und Stepnummern, teilweise im orientalischen Still, sorgen für ein sensationelles Bühnenerlebnis. Hier sind neben bekannten Spotlight-Gesichter auch Newcomer zu erleben.

Gelungene Wiederaufnahme sorgt für furiosen, wohlverdienten Applaus

Der Applaus des Publikums wollte schon während der Vorstellung bei Songs wie “Kilmarnock” oder “Es fühlt sich nach Heimat an” nicht enden. Kein Wunder, dass bereits nach dem Erklingen des letzten Tons das bis auf den letzten Platz gefüllt Schlosstheater in Fulda stand. Keinen Besucher hielt es auf seinem Platz.

Am Bühnenbild vorgenommene Veränderungen konnten das Publikum ebenso überzeugen wie neu hinzugekommene Lieder und zum Teil neu arrangierte Choreographien. Vor allem bei Letzteren wurde in diesem Jahr nochmal eine Schippe draufgelegt. Aber auch am Bühnenbild wurde gewerkelt. Neue Leinwandanimationen im 3D-Format wissen zu überzeugen.

In Zeiten von Krieg und Zuflucht bewegt DER MEDICUS das Publikum nicht nur mit seiner historischen Geschichte, sondern auch mit einem aktuellen Bezug. Und natürlich geht auch die Liebesgeschichte am Ende ihren Weg und führt in Mary Cullens geliebte Heimat “Kilmarnock” zurück.

Lassen Sie sich entführen in eine längst vergangene Zeit, eingebettet in eine spannende Geschichte mit tollen Songs, großartigen Künstlern und toll arrangierten Choreographien. Das ist DER MEDICUS in Fulda. In diesem Jahr noch zu sehen bis zum 27.08.2017.

Tickets für DER MEDICUS
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Kategorie: Der Medicus,Kritiken

Autor: C. Demme (15.06.2017)

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