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ROCKY: Fulminante Vorpremiere in Stuttgart

Jetzt kämpft er also in Stuttgart: ROCKY feiert heute, am 11. November 2015, seine große Premiere im Stage Palladium Theater. Gestern konnte das Musical schon bei der Vorpremiere begeistern. Ein neuer Hauptdarsteller, neue Songs und nicht zuletzt das fulminante Bühnenbild sorgen für gute Stimmung. Musical1.de war vor Ort. UPDATE: Jetzt mit Premieren-Video.

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Rocky Stuttgart
Rocky Stuttgart © Stage Entertainment

Spannender Boxkampf und mitreißende Liebesgeschichte

Ein Amateur-Boxer erhält plötzlich die Möglichkeit, gegen den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht anzutreten – die Chance seines Lebens. 1976 wurde der Film “Rocky” mit Sylvester Stallone in der Titelrolle zum Überraschungserfolg. Sechs weitere Filme folgten und 2012 auch ein Musical. Stallone, der bereits das Drehbuch zum Film schrieb, entwickelte und produzierte ROCKY – Das Musical zusammen mit Stage Entertainment. In Hamburg gewann das Musical schnell eine große Fangemeinde. Sogar bis an den Broadway schaffte es die Show aus der Hansestadt und war dort für ein halbes Jahr zu sehen. 2014 erhielt das Musical sogar den Tony Award für das beste Bühnenbild.

Gestern, am 10. November 2015, begrüßte ROCKY das Publikum nun zur großen Vorpremiere im Stage Palladium Theater Stuttgart. Neue Songs, neue Szenen und einen (fast) neuen Hauptdarsteller hat das Musical mit im Gepäck. Geblieben ist das spektakuläre Bühnenbild mit dem Boxring in Originalgröße, der zum großen Abschlusskampf in den Zuschauersaal gefahren wird. Geblieben ist außerdem die einmalige Mischung aus spannendem Boxkampf und bewegender Liebesgeschichte.

Rocky Balboa stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt mit Aushilfsjobs über die Runden. Unter anderem arbeitet der Amateurboxer als Schuldeneintreiber. Halt gibt ihm seine Beziehung zu Adrian. Währenddessen bereitet sich Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed auf seinen nächsten Kampf vor. Da sich der eigentlich vorgesehene Gegner verletzt hat, soll ein Amateurboxer die Möglichkeit erhalten, gegen den Weltmeister anzutreten. Die große Chance für Rocky ist gekommen – und tatsächlich steht er dem Champion am Ende gegenüber…

Neue Szenen und neue Songs

Rocky Stuttgart Logo

© Stage Entertainment

In Stuttgart eröffnet ROCKY mit einer neu gestalteten Szene und einem neuen Song: “Noch fall ich nicht” sing Rocky-Darsteller Nikolas Heiber und stimmt das Publikum direkt auf das dynamische Musical ein. Regisseur Alex Timbers und der künstlerische Leiter Christoph Drewitz haben von Anfang an viel Bewegung ins Musical gebracht – das soll sich die ganze Vorstellung über halten. Das Publikum zeigte sich von Anfang an gut gelaunt. Das Stage Palladium Theater war gut gefüllt, neben Pressevertretern waren auch viele weiter Zuschauer gekommen – die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis hatten vergünstigte Tickets gesponsert.

Für gute Stimmung sorgen vor allem die treibenden Songs. Neben den Hits aus dem Original-Soundtrack schrieb Stephen Flaherty (Musik) und Lynn Ahrens (Text) 20 neue Lieder exklusiv für das Musical. Den größten Ohrwurmcharakter haben aber immer noch die Songs, die den Zuschauern bereits aus dem Film bekannt sind. Die Performance von “Eye of the Tiger” gehört so auch zu den Höhepunkten des Abends. Neu für die Stuttgarter Inszenierung ins Repertoire aufgenommen wurde James Browns Hit “Living in America”, ebenfalls ein Stimmungsgarant. Das Orchester des Stage Palladium Theaters unter Leitung von Bob Edwards liefert die großen Ohrwürmer wie auch die extra für das Musical geschriebenen Songs in bewährter Qualität ab. Die Dance- und Uptempo-Nummern mit 1970er-Jahre-Flair überzeugen dabei mehr als die Balladen.

Insgesamt liegt der Fokus bei ROCKY deutlich auf den sportlichen Szenen und der Dynamik, weniger auf dem Gesang und den Texten. Das passt zu einem Musical, in dem der Boxkampf im Vordergrund steht. Dennoch kommen auch die ruhigen, romantischen Momente nicht zu kurz. Nikolas Heiber als Rocky und Lucy Scherer als Adrian geben ein glaubhaftes Paar ab und sorgen für einige herzerwärmende Momente. Immer wieder gibt es auch humorvolle Szenen, die für laute Lacher im Publikum sorgen, gerade während der ersten Hälfte des Musicals.

Überzeugende Leistung der Darsteller

Rocky und Adrian

© Stage Entertainment

Nikolas Heiber spielte den Rocky in Zweitbesetzung bereits in Hamburg. In Stuttgart übernimmt er die Erstbesetzung. Die markante Physis von Sylvester Stallone bringt Heiber nicht mit, wer den Boxer nur aus dem Film kennt, wird vielleicht etwas überrascht sein. Auch Heibers Stimme klingt etwas weniger kräftig, als man es sich bei einem Boxer vorgestellt hätte. Insgesamt gibt Heiber jedoch eine überzeugende Leistung ab, vor allem im Zusammenspiel mit Lucy Scherer und auch im Endkampf mit Gino Emnes, der schon wie in Hamburg Apollo Creed verkörpert. Für herzerfrischende Momente sorgt immer wieder Rosalie de Jong als Gloria und auch Alex Brugnara als Paulie wird schnell zum Publikumsliebling.

Um einen glaubhaften Boxkampf abliefern zu können, haben die Darsteller lange trainiert. Tipps für die richtigen Bewegungsabläufe bekamen sie von niemand geringerem als Vladimir und Witali Klitschko. Das merkt man schon den mitreißenden Trainingsszenen an, in denen Rocky sich fit macht für seinen großen Kampf gegen Apollo Creed. Die sportliche Leistung und die Kampfchoreografien von Stephen Hoggett sind bemerkenswert, vor allem im großen Endkampf erscheint es sehr glaubhaft, hier tatsächlich zwei Profi-Boxern zuzuschauen – auch, wenn sich die Darsteller natürlich nicht wirklich schlagen.

Abwechslungsreiches Bühnenbild und gelungene Visualisierung

Ein Highlight bei ROCKY – Das Musical ist das äußerst abwechslungsreiche Musical. Die Dynamik des Boxkampfs findet sich in den beweglichen Bühnenaufbauten wieder: Das gesamte Bühnenbild von Chris Barecca ist beweglich und wechselt gekonnt zwischen den Szenerien. Die Übergänge sollten filmisch wirken, beschreibt Technical Supervisor Clemens Weissenburger die Aufbauten. Das ist dem Technikteam auch gelungen. Der lebensgroße Boxring spielt schon vor seinem großen Auftritt im Finale eine Rolle: Er dient mal als Dach von Rockys Apartment, mal als Videoleinwand. Liebe zum Detail beweist auch die Ausstattung. Aus den USA ließ das ROCKY-Team zum Beispiel Lichtschalter für Adrians Apartment einfliegen. Das ist aus dem Zuschauersaal zwar nicht unbedingt zu erkennen, die Liebe, die in jede einzelne Szenerie gesteckt wurde, spürt man aber.

Rocky Balboa vs. Apollo Creed: Das große Finale

Rocky Gino Emnes und Nikolas Heiber

© Stage Entertainment

ROCKY baut gekonnt Spannung für das große Finale auf. Hier zeigen sich sowohl die Darsteller als auch die Technik von ihrer besten Seite. Der originalgetreue Boxring wird bis in den Zuschauerraum hinein gefahren, in den sogenannten “Golden Circle”. Wer hier sitzt, muss jetzt seinen Platz wechseln und sich hinter den Ring setzen. So sind die Zuschauer natürlich hautnah am Geschehen dran. Allerdings sitzen sie auch indirekt hinter der Bühne und dem Bühnenbild. Auch von den anderen Plätzen im Stage Palladium Theater aus ist die Sicht auf den Boxring gut, Plätze im “Golden Circle” sind so nicht unbedingt notwendig.

Beim großen Finalkampf kochte dann die Stimmung im Saal. Schon der Einlauf der beiden Kontrahenten – die wie bei einem echten Boxkampf vom Backstagebereich von zwei verschiedenen Seiten auf die Bühne kamen – wurde frenetisch gefeiert. Zum Kampf hielt es die Zuschauer dann nicht mehr auf den Sitzen, sie sprangen auf und feuerten Rocky an.

Fazit

ROCKY ist ein mitreißendes Musical mit einem sehr ausgeklügelten Bühnenbild, das fast wie ein weiterer Darsteller wirkt und einer eigenen Choreografie folgt. Gesanglich nicht ganz so anspruchsvoll wie manch anderes Musical, sorgt ROCKY mit viel Dynamik und bekannten Ohrwürmern für gute Stimmung, die im großen Finale, dem Kampf zwischen Rocky und Apollo Creed, ihren würdigen Abschluss findet.

Zur Premiere morgen haben sich dann auch einige prominente Gäste angekündigt: Die Schauspieler Richy Müller und Walter Sittler wollen sich das Musical nicht entgehen lassen, Designerin Barbara Becker und TV-Star Daniela Katzenberger wollen genauso mitfiebern wie Schauspielerin Sila Sahin und Ex-Bacherlorette und Musical-Darstellerin Anna Hofbauer.

Uptdate: Hier ein Videoeindruck von der Premiere (Video: Mhoch4 Die Fernsehagentur)

Darsteller bei der Vorpremiere

  • Rocky Balboa – Nikolas Heiber
  • Adrian – Lucy Scherer
  • Apollo Creed – Gino Emnes
  • Mickey – Norbert Lamla
  • Gloria – Rosalie de Jong
  • Paulie – Alex Brugnara
  • Gazzo/Jimmy Michaels – Mathias Kusche
  • Jergens/Tommy Crosetti – Rudi Lenk
  • Apollos Manager – Orien OJ Lynch
  • Buddy/Doktor – Marco Heinrich
  • Mike/Bob Dunphy – Oliver Morschel
  • Wisotzky/Wachmann – Joseph Reichelt
  • Spider Rico – Antonio Orier
  • Dipper/Apollo Cornerman – Dominik Doll
  • Boxer/Rocky Marciano – Denys Magda
  • Boxer/Rocky Cornerman – Emanuele Caserta
  • Boxer/Promoter – Timo Müller
  • Boxer/Ringrichter – Joop Leiwakabessy
  • Angie – Marie Martens
  • Joanne/Apollo Girl – Rose Oulette
  • Linda McKenna/Apollo Girl – Denise Obedekah
  • Shirley/Apollo Girl – Aisata Blackman
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Kategorie: Kritiken,Rocky

Tags:

Autor: A. Mast (11.11.2015)

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