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Kritik ELISABETH – Premiere in Essen

Das erfolgreichste deutschsprachige Musical ist zurück in Deutschland - nach einem vierwöchigen Gastspiel in Shanghai feierte ELISABETH am Donnerstag den deutschen Tourauftakt im Colosseum Theater Essen. Roberta Valentini, die sich in den vergangenen Jahren mit Hauptrollen in WICKED und MARIE ANTOINETTE einen Namen gemacht hat, verkörpert zum ersten Mal die Titelrolle - und begeisterte das Publikum. Musical1-Redakteurin Lisa Höfer war bei der Premiere dabei und hat neben der tollen Hauptdarstellerin noch weitere Gründe gefunden, um sich die Produktion anzusehen.

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Elisabeth (Roberta Valentini) tanzt mit dem Tod (Mark Seibert) © Juliane Bischoff

Das Leben der Kaiserin als Totentanz

Elisabeth, Kaiserin von Österreich und vor allem als “Sissi” bekannt, führte bis zu ihrer Ermordung durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni ein bewegtes Leben. Als junges Mädchen verliebt sie sich in den österreichischen Kaiser Franz Joseph und heiratet ihn wenig später – doch das Leben am kaiserlichen Hof in Wien wird zur Tortur. Schwiegermutter Erzherzogin Sophie bevormundet sie, übernimmt eigenmächtig die Erziehung von Elisabeths Kindern und stört die Beziehung zu Franz Joseph. In ihrer Verzweiflung begegnet Elisabeth immer wieder dem Tod, der versucht sie zu verführen. Doch Elisabeth gibt nicht auf – sie beschließt, von jetzt an für sich alleine zu kämpfen. Dabei übersieht sie, wie sehr ihr Sohn, Kronprinz Rudolf, leidet und sich letztlich das Leben nimmt. Rudolfs Selbstmord stürzt Elisabeth in eine tiefe Krise; ihr Wunsch nach dem eigenen Tod wird übermächtig. Luchenis Attentat am Genfer See führt sie schließlich mit dem Tod zusammen.

Elisabeth

© Herbert Schulze

Erstklassige Besetzung

In einem so emotionalen, gefühlvollen Stück wie ELISABETH ist die Besetzung der Rollen wohl besonders wichtig – neben Roberta Valentini als Elisabeth sind Mark Seibert als Tod und Kurosch Abbasi als Luigi Lucheni zu sehen – beide verkörperten diese Rollen schon in der Wiener Jubiläumsproduktion im Jahr 2012. Als Kaiser Franz Joseph steht Maximilian Mann auf der Bühne, Thomas Hohler spielt die Rolle des Kronprinzen Rudolfs und Angelika Wedekind die der Erzherzogin Sophie.

Egal ob man ELISABETH zum ersten Mal sieht oder die aktuelle Cast mit vorherigen Besetzungen vergleichen kann – man wird als Zuschauer nicht enttäuscht.

Roberta Valentini schafft es, die Verwandlung der jungen, fröhlichen Elisabeth zur egoistischen und zerrissenen Kaiserin facettenreich darzustellen. Eine Verletzung an der linken Hand hält die Darstellerin nicht auf, zu jedem Zeitpunkt der Show alles in ihre Interpretation der Titelrolle zu legen. Und spätestens beim wohl bekanntesten Song des Stücks, “Ich gehör' nur mir”, zeigt sich, dass sich Valentini nicht nur schauspielerisch, sondern auch stimmlich nicht hinter ihren Vorgängerinnen Annemieke van Dam, Maya Hakvoort und Pia Douwes verstecken muss.

Schon bei vorherigen Produktionen von ELISABETH sorgte Mark Seibert bei Fans und Kritikern für Begeisterung – auch bei der Premiere in Essen zeigte sich schnell warum. Mit der richtigen Mischung aus Arroganz und Verführung schafft er es als Tod, dass nicht nur Elisabeth, sondern auch das Publikum, in seinen Bann gezogen wird.

Auch Kurosch Abbasi als Luigi Lucheni findet von der ersten Szene an in seine Rolle und füllt diese mit der nötige Leidenschaft aus, um den verrückten Mörder Elisabeths glaubwürdig darzustellen.

Elisabeth Szene

© Herbert Schulze

Wiener Jubiläumsproduktion als Vorbild

Die jetzige Tourneeproduktion erinnert in ihrer gesamten Inszenierung stark an die letzte Produktion des Musicals im Wiener Raimundtheater 2012 – nicht nur inhaltlich und musikalisch, auch in Sachen Bühnenbild und Kostüm fallen keine großen Veränderungen auf. Lediglich die sich kippende Plattform in der letzten Szene (‘An Deck der sinkenden Welt' / “Alle Fragen sind gestellt”) fehlt.

Gelungene Premiere

ELISABETH schafft es auch nach über 20 Jahren noch, das Publikum zu begeistern. Bei der Premiere in Essen wollte der minutenlange Applaus am Ende der Vorstellung gar nicht mehr aufhören. Wer bereits frühere Produktionen des Stücks gesehen und gemocht hat, wird auch mit der Neuauflage im Jahr 2015 nicht enttäuscht werden – alle Musicalliebhaber, die noch nicht die Möglichkeit hatten, das Stück zu sehen, sollten die Chance in den nächsten Monaten nicht verpassen.

Weitere Tourstationen bis Februar 2016

ELISABETH ist noch bis zum 22. März im Colosseum Theater Essen zu sehen, bevor Aufführungen in München (26. März 2015 bis 7. Juni 2015, Deutsches Theater), dem österreichischen Linz (7. Juli 2015 bis 9. August 2015, Landestheater), Frankfurt (16. Dezember 2015 bis 3. Januar 2016, Alte Oper) und Berlin (7. Januar 2016 bis 14. Februar 2016, Admiralspalast) folgen.

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Kategorie: Elisabeth,Kritiken,Tour Musicals

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Autor: L. Höfer (27.02.2015)

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