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Die Top 9 der Musical-Komponisten

Andrew Lloyd Webber, Stephen Sondheim, John Kander und Fred Ebb – das sind die Namen, die vielen Musical-Fans einfallen, wenn sie an Musical-Komponisten denken. Natürlich gibt es darüber hinaus noch viele mehr im internationalen Musical-Betrieb. Doch wer komponierte eigentlich die meisten Bühnenstücke? Das zeigt unsere Top 9.

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Rodgers, Hammerstein und Berlin
Rodgers, Hammerstein und Berlin © Al Aumuller via commons.wikipedia.org

Wer komponierte die meisten Musicals?

Platz 1

Jerome Kern (27. Januar 1885 – 11. November 1945) geboren als Jerome David Kern, gilt als einer der wichtigsten Komponisten für Bühnenstücke des frühen 20. Jahrhunderts. Er schrieb mehr als 700 Songs, die in über 100 Bühnenstücken Verwendung fanden. Zu seinen bekanntesten Musicals zählt SHOW BOAT (zusammen mit Oscar Hammerstein II), ein Stück, das sich mit Rassismus befasst und für das Kern unter anderem den Titel „Ol’ Man River“ komponierte. Für 50 Musicals und Revuen steuerte er Songs oder den kompletten Score bei.

Platz 2

Richard Rodgers (28. Juni 1902 – 30. Dezember 1979) gehört zu den fleißigsten Komponisten der USA. Zusammen mit Lorenz Hart hat er in den 1920er und 1930er Jahren 19 Musicals komponiert. Darauf folgte die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Oscar Hammerstein II. Zusammen schufen sie 12 weitere Bühnenmusicals, darunter THE KING AND I, OKLAHOME und THE SOUND OF MUSIC. Insgesamt komponierte Rodgers für 43 Broadway-Musicals und schrieb rund 900 Songs.

Platz 3

Stephen DeCesare (14. Mai 1969), US-Amerikanischer Komponist und ausgebildeter Opernsänger, schreibt hauptsächlich Musicals, die sich mit religiösen Themen befassen. 27 Musicals, mehrere Oratorien sowie mehr als 20 Operetten und sechs Opern hat der Autodidakt bereits komponiert.

Platz 4

Jule Styne ( 31. Dezember 1905 – 20. September 1994) wurde in England als Julius Kerwin Stein geboren, machte sich als Komponist aber am Broadway in New York einen Namen. Zunächst aber komponierte er äußerst erfolgreich Filmmusik: Gleich zehn seiner Titel wurden für den Oscar nominiert. Sein erstes Musical schrieb er 1947, HIGH BUTTON SHOES, zusammen mit Sammy Cahn. Insgesamt komponierte er die Musik für 25 Musicals.

Den Platz teilt sich Styne mit Arthur Schwartz (25. November 1900 – 3. September 1984). Schwartz brachte sich als Kind selbst das Klavierspielen bei und schrieb neben dem Jurastudium seine ersten Songs. Er lernte Broadway-Größen wie George Gershwin und Lorenz Hart kennen, die ihn ermutigten, mit seiner Arbeit weiterzumachen. Als Komponist war Schwartz für 25 Musicals verantwortlich, darunter THE BAND WAGON und PRINCESS CHARMING.

Platz 5

Cole Albert Porter (9. Juni 1891 – 15. Oktober 1964) schrieb während seiner Karriere 24 Musicals. Zu seinen Stücken gehören frühe Broadway-Erfolge der 1920er und 1930er Jahre, wie beispielsweise ANYTHING GOES. Sein Musical KISS ME, KATE war 1948 das erste Musical überhaupt, das mit dem neu ins Leben gerufenen Tony Award als bestes Musical ausgezeichnet wurde.

Auch Louis Hirsch (28. November 1887 – 13. Mai 1924) schrieb im frühen 20. Jahrhundert insgesamt 24 Musicals. Bevor er eigene Songs schrieb, arbeitete er als Pianist. Seine Stücke wurden schnell für Broadway-Revuen verwendet, sein erstes komplett komponiertes Musical war HE CAME FROM MILWAUKEE von 1910.

Ebenfalls ein früher Pionier des Musicals war der US-Amerikaner George M. Cohan (J3. Juli 1878 – 5. November 1942). Aus seiner Feder stammt die Musik zu 24 Musicals, davon wurden zwei, GEORGE M! und GEORGE M. COHAN TONIGHT! auf Basis seiner Kompositionen nach seinem Tod aufgeführt, 1968 und 2006. Cohan stand auch selber als Entertainer, Schauspieler, Sänger und Tänzer auf der Bühne und schrieb und produzierte Theaterstücke.

Auch Charles Strouse (geb. am 7. Juni 1928) komponierte 24 Musicals. Aus seiner Feder stammt beispielsweise die Musik zu BYE BYE BIRDIE und ANNIE. Strouse wurde mit drei Tony Awards ausgezeichnet: BYE BYE BIRDIE und APPLAUSE gewannen den Preis als bestes Musical, ANNIE den Preis für den besten Original-Score.

Platz 6

Eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit der Musical-Geschichte: Der Komponist John Kander (geb. 18. März 1927) und der Songschreiber Fred Ebb (8. April 1928 – 11. September 2004) schufen gemeinsam einige der bekanntesten Broadway-Stücke, darunter CABARET und CHICAGO. John Kander komponierte die Musik zu insgesamt 21 Musicals.

Platz 7

Stephen Sondheim (geb. am 22. März 1930) arbeitet seit mehr als 50 Jahren als Komponist für Bühne und Film. Der US-Amerikaner schrieb bis heute 16 große Bühnen-Musicals, darunter das gerade von Disney verfilmte INTO THE WOODS, SWEENY TODD und SATURDAY NIGHT; außerdem die Songtexte zu WEST SIDE STORY, GYPSY und DO I HEAR A WALTZ. Dazu kommen fünf Revuen und Anthologien, in denen Sondheim-Songs zu hören sind. Sondheim erhielt acht Tony Awards, darunter einen für sein Lebenswerk, und den Oscar für den Song „Sooner or Later (I Always Get My Man“) aus dem Film „Dick Tracy“.

Platz 8

Auch wer sich nicht für Musicals interessiert, hat seinen Namen bestimmt schon einmal gehört: Andrew Lloyd Webber (geb. am 22. März 1948 in London) gehört zu den bekanntesten Musical-Komponisten. Aus seiner Feder stammt die Musik zu 20 Musicals und Shows, darunter so bekannte Klassiker wie EVITA, DAS PHANTOM DER OPER, CATS und STARLIGHT EXPRESS. Andrew Lloyd Webber wurde für den Golden Globe, den Grammy und den Oscar nominiert und erhielt den begehrten Goldjungen für den Song „You Must Love Me“ aus der Musical-Verfilmung EVITA.

Den Platz teilt sich Webber mit Irving Berlin (11. Mai 1888 – 22. September 1989). Berlin gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Komponisten und Songschreiber. Der Amerikaner russisch-jüdischer Abstammung schrieb die Musik zu 20 Bühnen-Musicals, darunter ANNIE GET YOUR GUN. Post mortem wurden die Shows WHITE CHRISTMAS und TOP HAT produziert. Außerdem komponierte Berlin für zahlreiche Film-Musicals und weitere Filme.

Ebenfalls auf diesem Platz: der Amerikaner Frank Wildhorn (geb. am 29. November 1959). Er hat als Komponist sowohl Songs als auch Musicals geschrieben. Aus seiner Feder stammt die Musik zu Stücken wie THE SCARLET PIMPERNEL, das für den Tony Award als bestes Musical nominiert war, JEKYLL AND HYDE, DRACULA und VICTOR/VICTORIA, für das er zwei Songs beisteuerte. Insgesamt komponierte er 20 Musicals, darunter auch das noch nicht aufgeführte Stück HAVANA.

Platz 9

Howard Talbot (9. März 1865 – 12. September 1928) wurde als Richard Lansdale Munkittrick in den USA geboren, zog aber schon mit vier Jahren mit seinen Eltern nach London. Talbot schrieb einige der ersten Bühnenmusicals und komponierte insgesamt für 18 Shows, darunter unter anderem die Komödie THE ARCADIANS.

Kategorie: Toplisten

Autor: S. Gerdesmeier (13.11.2014)

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