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RUTH LAUER – THE BAND im Interview

In den letzten Wochen haben wir bereits zwei Päärchen aus THE BAND im Interview vorgestellt. Heute haben wir Ruth Lauer zum Interview eingeladen. In dem Musical spielt Ruth die Rolle der Debbie. Was an dieser Rolle so anders ist, als bei den anderen Girls im Stück hat sie uns im Interview verraten.

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Ruth Lauer ©Ruth Lauer

Hallo Ruth, wie schön Dich heute zu treffen. Du spielst im Musical THE BAND – die Rolle der Debbie.
Du bist die junge Debbie mit Wünschen, Träumen und Zielen. Im Stück bist Du die beste Freundin von Rachel. Debbie weiß, dass es Rachels und der anderen Girls größter Wunsch ist, THE BAND zu treffen. Um ihren Freundinnen den Wunsch zu erfüllen, nimmt sie an einem Gewinnspiel teil. Debbie ist in der Gruppe der Girls die Macherin, die Organisatorin. Sie hat immer wieder Ideen um die Gruppe zusammenzuhalten. Aber auch Debbie hat Wünsche, Träume und Ziele!

Hast Du auch solch beste Freundinnen wie Debbie und würdest Du für diese auch alles Mögliche machen, um Ihnen Wünsche zu erfüllen?

Ja, in der Tat, ich habe zwei solcher engen Freundinnen. Ich bin der Debbie im wahren Leben schon sehr ähnlich. Ich war in der Schule Klassensprecherin und in der Zeit, in der ich Fußball gespielt habe, Mannschaftskapitän. Also jemand der sich für die andern einsetzt, sich etwas überlegt und organisiert.

In unserer Dreier-Mädelsgruppe sind wir den jungen Girls im Stück auch sehr ähnlich. Jede ist anders, jede macht etwas anderes und trotzdem verbindet uns so viel Gemeinsames. Man kennt sich und auch wenn wir nicht ständig in engem Kontakt stehen, sind wir immer irgendwie verbunden.

Ruth, Du bist noch sehr jung. Auch Du hast Wünsche und Träume, meinst Du diese werden sich erfüllen und magst Du uns verraten was das für Wünsche sind?

Natürlich habe ich auch Wünsche und Ziele, aber ich bin eher ein realistischer Mensch, keine Träumerin!

Ich überlege im Vorfeld, wie realistisch ein Wunsch oder ein Ziel für mich ist. Es ist mir auch sehr klar, dass es, um ein Ziel zu erreichen, meist harter Arbeit bedarf. Ein realistisches Ziel, welches man unbedingt erreichen will, kann man in jedem Fall schaffen. Man muss dafür aber  genug Ehrgeiz haben. Wünsche und Pläne erfüllen sich nicht von alleine, man muss immer wieder zielstrebig daran arbeiten.

Im Stück THE BAND, bist Du ab einem bestimmten Zeitpunkt ja als Einzelkämpferin unterwegs, während die anderen mit ihrem eigenen Ich konfrontiert sind. Wie ist es für Dich, sagen wir „von Ferne oder von außen“ am Geschehen auf der Bühne teilzunehmen?

Es ist an jedem Abend für mich ein spannendes Gefühl, am Ende des Stückes die Gruppe der erwachsenen Girls zu spüren. Das gibt mir immer ein sehr gutes Gefühl. Zu sehen, dass die Girls sich wieder gefunden haben und an die Vergangenheit anknüpfen können. Ich spüre dann, dass ich Kraft an die Gruppe geben kann und das ist ein wirklich wunderbares Gefühl. Wegen mir, als Debbie, hat es die Gruppe getrennt, etwas was Debbie nie gewollt hätte. Im ganzen Stück begleite ich die anderen. Die Erinnerungen die sie erleben, erlebe ich mit. Das am Ende dann aber doch alles gut wird, ist fantastisch. Es ist anders, als wenn man im Stück über die ganze Zeit präsent ist, aber durch diese fantastische Umsetzung der Produktion ist es gelungen dieses Gefühl aufrecht zu erhalten.

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© Stage Entertainment

Wie die anderen ist aber auch Debbie ein Riesen Fan von THE BAND und macht viele verrückte Sachen.
Ruth, kannst Du das nachvollziehen? Bist Du auch von etwas ein riesen Fan oder vielleicht gewesen und kannst die Aktionen der „jungen“ Girls nachvollziehen?

Nicht in dieser Form und in dem Ausmaß wie im Stück. Als ich 17 Jahre alt war, war ich ein großer Beyoncé Fan, was ich auch immer noch bin. Ich wollte so gerne zu einem Konzert von ihr gehen. Zu meinem Geburtstag bekam ich dann ein Ticket geschenkt. Ich war selig. Zum damaligen Zeitpunkt war der Tag des Konzertbesuches der schönste Tag in meinem Leben. Das Konzert war das wichtigste Ereignis, dass ich in meinem Fan-Sein für Beyoncé damals unbedingt erleben musste und durfte.

Ich kann somit sehr gut nachvollziehen, wie die jungen Girls empfinden und auch ihre Verrücktheiten verstehen. Auch für sie ist der Konzertbesuch von THE BAND zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste in ihrem Leben.

Die Grundaussage des Musicals THE BAND, ist ehrliche Freundschaft über Jahre hinweg, Vertrauen, Zukunftspläne.
Ruth, kannst Du Dir vorstellen, dass  Freundschaften über so lange Jahre ohne Kontakt halten können?

Wie bereits erwähnt, habe ich zwei solcher Freundinnen und “Ja” es ist auch unser Plan, dass wir für immer zusammenhalten. Bisher haben wir bereits 10 Jahre geschafft. Wir waren bereits als Teenies sehr eng miteinander und das schweißt zusammen. Gemeinsame Erlebnisse, ob nun gute oder nicht so positive Erinnerungen, schaffen Vertrautheit. Vertrauen ist die Grundlage, dass es funktionieren kann. Wir drei reden auch oft von der Zukunft und wie es werden sollte oder könnte. Innige und anhaltende Freundschaft heißt aber nicht, dass man ständig alles zusammen machen muss. Jeder braucht seinen Freiraum. Auch in unserer Gruppe gab es schon Auszeiten, die zwar nicht so lange waren wie im Stück, aber es gab sie. Ganz ist die Verbindung aber nie abgebrochen. Als wir uns dann wiedergesehen haben, war es aber so, als wenn es keine Auszeit gegeben hätte. Wir konnten immer sofort wieder an die Vergangenheit anknüpfen. Um das aber zu schaffen, bedarf es eines starken Fundamentes aus gemeinsamen Erinnerungen und Vertrauen.

Die Szene im Springbrunnen in Prag! Glaubst Du, so etwas auch zu machen? Aus einer Situation heraus irgendetwas Verrücktes zu machen? Wäre es Dir peinlich wenn z. B. Deine Eltern so etwas Verrücktes machen würden?

Vor 10 Jahren wäre mir so etwas ultra peinlich gewesen. Heute denke ich, man ist nie zu alt um etwas Verrücktes zu machen und jeder sollte sich glücklich schätzen, wenn er das ausleben kann. Peinlich ist mir so etwas in keinster Weise mehr, im Gegenteil: Es freut mich, Lebenslust zu spüren und zu sehen. Es ist so wichtig loszulassen, Spaß zu haben, das Leben zu genießen im Hier und Jetzt. Man sollte das Leben feiern wann immer sich die Gelegenheit bietet.

Die anderen Pärchen haben mir in den Interviews erzählt, dass die Szene im Bus nach dem Konzert im Prag für sie sehr emotional ist und das eine oder andere Mal auch Tränen fließen. Was ist für Dich persönlich die emotionalste Stelle im Stück? Oder steht aufgrund Deiner Rolle das Gefühl außen vor?

Nein, außen vor bin ich in keiner Szenensituation. In der Bus-Szene singe ich ja auch mit und das gibt ein Gefühl der Dazugehörigkeit. Es ist für mich auch sehr emotional, die anderen dabei von hinten zu sehen, wie sie sich mit ihrem eigenen ICH aussöhnen. Diese Chance hat jeder und ich finde es unglaublich schön.

Für mich gibt es aber noch zwei weitere Szenen, die mich in meiner Rolle der Debbie sehr emotional berühren.

Die erste Szene ist, wo wir uns als noch junge Mädchen auf dem Felsen treffen. Als wir uns versprechen, für immer und ewig zusammen zu bleiben und füreinander da zu sein. Diese Stelle wird für mich immer emotionaler, je länger das Stück jetzt läuft. Inzwischen ist auch zwischen uns Darstellerinnen eine echte Freundschaft entstanden. Wir reden sehr viel miteinander, haben uns im Laufe der Zeit richtig gut kennengelernt, da wir auch in der Freizeit viel gemeinsam unternehmen.

Wenn wir dann am Abend zusammen auf dem Felsen stehen wünsche ich mir schon, dass auch wir nie den Kontakt zueinander ganz verlieren. Wir erleben derzeit eine wundervolle Zeit miteinander.

Die zweite Szene ist die letzte, wieder auf dem Felsen. Wenn ich dann Rachel sage “…lass los”! Die vier anderen dann auf dem Felsen zusehen, geht einem schon ans Herz. Diese Szene ist die Wende zum Guten und zur endgültigen Aussöhnung.

Im Stück läuft ja nicht alles so wie geplant für die Girls.
Wie gehst Du damit im Privaten um, wenn sich Wünsche oder gesteckte Ziele nicht erfüllen lassen, egal aus welchem Grunde?

Ziele nicht zu erreichen ist ärgerlich und ruft natürlich negative Emotionen hervor. Ich bin aber von zu Hause so erzogen worden, das es für alles eine Lösung gibt. Ich bin ein positiv eingestellter Mensch. Wenn etwas nicht gelingt oder so läuft wie geplant, versuche ich zu ergründen woran das liegen könnte und wie man es ändern kann. Manchmal hilft es, einen anderen Weg einzuschlagen, auch wenn dieser vielleicht nicht der direkte ist. Manche Ziele lassen sich nur auf Umwegen erreichen. Finde ich einen anderen Weg und ist mir das Ziel immer noch wichtig, dann verfolge ich es auch weiter. Es wird immer Hindernisse geben, die einem Plan im Wege stehen, die muss man versuchen auszuräumen.

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© Stage Entertainment

Liebe Ruth vielen lieben Dank für Deine Zeit und das supernette Gespräch. Möchtest Du unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Ich kann jedem nur empfehlen: Kommt mich und meine Girls im Stück THE BAND besuchen. Schaut Euch unsere Geschichte an und ihr werdet merken: Jeder, aber auch wirklich jeder, wird sich in dem Stück wiederfinden und sich selber neu erleben. Es ist so schön, sich an vielleicht längst Vergessenes zu erinnern. Lasst uns zusammen das Leben in der Show genießen und Erinnerungen wieder aufleben.

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Kategorie: Interviews, The Band - Das Musical

Tags: Berlin

Autor: I. Marquardt(15.07.2019)

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