
Cirque du Soleil – OVO
Ameisen jonglieren im Liegen, eine Spinne tanzt auf dem Drahtseil, Schmetterlinge fliegen im Duett: Cirque du Soleil holt die Welt der Insekten in die Arena.
OVO führt in eine Welt, die uns täglich umgibt und die kaum jemand ansieht: das Ökosystem der Insekten. In einem quirligen Viertel entdeckt ein unbeholfener, skurriler Fremder einen prächtigen Marienkäfer, und die beiden verlieben sich auf der Stelle. Um sie herum arbeiten, essen, flattern und spielen Ameisen, Grillen, Spinnen und Schmetterlinge in einem einzigen Bewegungsrausch.
Der Titel ist portugiesisch und heißt schlicht Ei. Als das geheimnisvolle Ei in der Gemeinschaft auftaucht, steht es für den Kreislauf allen Lebens. Erdacht hat die Show die brasilianische Choreografin Deborah Colker, die für den Cirque du Soleil erstmals Regie führte. Uraufgeführt wurde OVO im April 2009 unter dem Grand Chapiteau, seit 2016 läuft sie als Arena-Produktion.
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Mehr InformationenHandlung von Cirque du Soleil - OVO
Im Zentrum von OVO steht eine Gemeinschaft von Insekten, die ihren ganz eigenen Regeln folgt. Sie arbeiten, streiten, tanzen und lieben, und alles geschieht dicht an dicht in einem Ökosystem voller Farben. Als ein Fremder mit einem geheimnisvollen Ei auftaucht, gerät die Ordnung durcheinander. Neugier und Ehrfurcht erfassen die Gemeinschaft, denn das Ei steht für den Kreislauf ihres Lebens.
Parallel entspinnt sich eine Liebesgeschichte. Der Fremde verliebt sich in einen prächtigen Marienkäfer, und was als unbeholfene Annäherung beginnt, wird zur Romanze inmitten des Gewimmels. OVO zeigt die Schönheit und das Chaos dieser Welt zugleich, zärtliche Momente ebenso wie hektische, und macht sichtbar, wie viel Vielfalt zu unseren Füßen steckt.
Deborah Colker und die Handschrift der Show
OVO ist die Handschrift der brasilianischen Choreografin Deborah Colker, die als Autorin, Regisseurin und Choreografin verantwortlich zeichnet und damit ihre erste Regiearbeit für den Cirque du Soleil vorlegte. Ihre Companhia de Dança gilt in Brasilien als eine der wichtigsten des Landes, für ihre Choreografie MIX erhielt sie den Olivier Award. Diese Herkunft ist der Show anzumerken: OVO ist stärker vom Tanz her gedacht als viele andere Produktionen des Hauses.
Zum Kreativteam gehören außerdem Chantal Tremblay als Kreativdirektorin, Gringo Cardia für Bühne und Requisiten, Liz Vandal für die Kostüme, Berna Ceppas für Komposition und musikalische Leitung, Eric Champoux für das Licht und Jonathan Deans für den Sound. Die Kostüme sind das, was am längsten im Gedächtnis bleibt: leuchtende Panzer, Fühler und Flügel, die aus den Artisten glaubhafte Insekten machen, ohne sie in ihrer Beweglichkeit einzuschränken.
Vom Zelt in die Arena
Uraufgeführt wurde OVO im April 2009 als Zeltshow unter dem Grand Chapiteau. In dieser Form besuchte die Produktion mehr als 30 Städte in sechs Ländern. 2016 wurde sie zur Arena-Show umgebaut, seither reist sie durch große Hallen und erreicht damit deutlich mehr Zuschauer pro Stadt. Die aktuelle Etappe führt durch Österreich, Deutschland und die Schweiz, von Salzburg und Graz über München, Oberhausen und Stuttgart bis nach Zürich.
Cirque du Soleil ist in Deutschland seit 1995 unterwegs, damals mit Saltimbanco in Berlin. Seither zeigte das Unternehmen hier 16 verschiedene Produktionen. Wer die Handschrift des Hauses in einer ganz anderen Form erleben will, findet sie in Cirque du Soleil ALIZÉ, der ersten festen Residenzshow in Europa, oder im Broadway-Musical PARAMOUR.
Die Nummern
OVO ordnet jeder Disziplin ein Insekt zu, und das ergibt Bilder, die man so noch nicht gesehen hat. Rote Ameisen jonglieren im Liegen mit Nahrung, eine Libelle balanciert im Handstand auf einem filigranen Gestell, eine Spinne trotzt auf dem Drahtseil der Schwerkraft. Eine angehende Schmetterlingsartistin zeigt eine Solo-Kontorsion am Vertikaltuch, ein Schmetterlingspaar einen Luftpas-de-deux, und Grillen springen an den Chinese Poles. Den Abschluss bildet traditionell eine Ensemblenummer, in der die ganze Gemeinschaft zusammenkommt.
Charaktere von Cirque du Soleil - OVO
OVO hat keine Dialoge, aber klar gezeichnete Figuren. Die Insektenwelt ist nach Arten organisiert, und jede Art bringt ihre eigene Disziplin mit:
Der Fremde
Ein unbeholfenes, skurriles Insekt, das mit einem geheimnisvollen Ei in die Gemeinschaft platzt. Er passt nirgends richtig hinein, und genau das macht ihn zum Motor der Geschichte.
Der Marienkäfer
Prächtig, selbstbewusst und der Grund, warum der Fremde bleibt. Die beiden verlieben sich auf den ersten Blick, und ihre Romanze zieht sich als roter Faden durch den Abend.
Die roten Ameisen
Die fleißigsten Bewohner der Gemeinschaft. Sobald sie erwachen, sammeln sie den ganzen Tag Nahrung. Auf der Bühne wird daraus eine Jonglagenummer im Liegen, bei der die Ameisen Obst und Gemüse mit den Füßen bewegen.
Die Spinne
Zeigt ihre verführerische Seite und lockt die Grillen mit einem Netztanz an. In einer zweiten Nummer trotzt sie auf dem Drahtseil scheinbar der Physik.
Die Schmetterlinge
Ein Paar, das in perfekter Harmonie einen Luftpas-de-deux tanzt. Dazu kommt eine Artistin kurz vor der Verwandlung zum Schmetterling, die eine Solo-Kontorsion am Vertikaltuch zeigt.
Die Libelle
Balanciert im Handstand auf einem zerbrechlich wirkenden Gestell und verbindet dabei Kraft mit einer Leichtigkeit, die den Namen verdient.
Die Grillen
Springen an den Chinese Poles zwischen den Stangen hin und her. Die Nummer gehört zu den schnellsten des Abends.
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3 Gründe für Cirque du Soleil - OVO
Drei Gründe, warum OVO auch neben den anderen Shows des Hauses heraussticht.
Eine Welt, die jeder kennt und keiner ansieht
Statt Fantasiereich oder Traumwelt nimmt OVO das Ökosystem vor der Haustür. Das macht die Show für Kinder sofort verständlich und für Erwachsene überraschend, weil sie das Vertraute völlig neu zeigt.
Vom Tanz her gedacht
Deborah Colker kommt aus dem Tanz, nicht aus dem Zirkus. Das merkt man an den Übergängen und daran, wie die Akrobatik in die Choreografie eingebettet ist, statt als Nummernfolge nebeneinanderzustehen.
Kostüme, die im Kopf bleiben
Liz Vandals Panzer, Fühler und Flügel machen aus Artisten glaubhafte Insekten, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Sie sind der Grund, warum die Bilder aus OVO auch Jahre später wiedererkennbar sind.
Bewertungen
Aktuell liegt zu dem Musical noch keine Bewertung vor. Bewerten Sie als Erster das Musical Cirque du Soleil – OVO.
Fragen und Antworten
Worum geht es bei Cirque du Soleil OVO?
OVO spielt in der Welt der Insekten. Ein Fremder bringt ein geheimnisvolles Ei in eine eingespielte Gemeinschaft und verliebt sich in einen Marienkäfer. Erzählt wird ohne Dialoge, über Akrobatik, Tanz, Musik und Kostüme.
Was bedeutet der Titel OVO?
OVO ist portugiesisch und heißt Ei. Das Ei steht in der Show für den Kreislauf des Lebens und ist zugleich der Auslöser der Handlung.
Wie lange dauert OVO?
Rund 125 Minuten, inklusive einer Pause von 25 Minuten.
Braucht man für OVO Sprachkenntnisse?
Nein. Die Show kommt ohne Dialoge aus und wirkt über Bilder, Bewegung und Musik.
Wer hat OVO erfunden?
Die brasilianische Choreografin Deborah Colker als Autorin, Regisseurin und Choreografin. Es war ihre erste Regiearbeit für den Cirque du Soleil. Die Kostüme stammen von Liz Vandal, die Musik von Berna Ceppas.
Seit wann gibt es OVO?
Seit April 2009. Damals wurde die Show als Zeltproduktion unter dem Grand Chapiteau uraufgeführt und gastierte in mehr als 30 Städten in sechs Ländern. Seit 2016 läuft sie als Arena-Show.
Wo ist OVO zu sehen?
Die Tournee führt nach Salzburg und Graz in Österreich, nach München, Oberhausen und Stuttgart in Deutschland sowie nach Zürich in die Schweiz. Die genauen Termine und Hallen stehen oben auf dieser Seite.
Was ist der Unterschied zu Cirque du Soleil ALIZÉ?
ALIZÉ ist die erste feste Residenzshow des Cirque du Soleil in Europa und läuft ausschließlich im Theater am Potsdamer Platz in Berlin. OVO ist eine Arena-Tournee und kommt in mehrere Städte. Inhaltlich verbindet ALIZÉ Akrobatik mit Magie, OVO setzt auf Tanz und die Insektenwelt.