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Falsett

Farinelli, Falsett-Sänger des Barock, Gemälde von Corrado Giaquinto
Farinelli, Falsett-Sänger des Barock - Corrado Giaquinto

Als Falsett wird die männliche Kopfstimme bezeichnet. Sie ist in etwa mit der weiblichen Sopran- oder Altstimme zu vergleichen. Falsett kommt vom Italienischen „falso“, was so viel wie „falsch, künstlich, imitiert“ bedeutet.

Merkmale

Die Falsettstimme ist um eine Oktave höher als die männliche Tenorstimme. Die Stimmbänder schwingen nicht vollständig, sondern nur an ihren Rändern. Das Ergebnis ist ein weicher, grundtöniger Klang.

Geschichte

Die Falsettstimme erlangte vor allem im Barock Berühmtheit. Im Vatikan sowie in einigen Kirchen übernahmen Männer die weiblichen Gesangsparts, da es Frauen geboten war, in Gotteshäusern zu schweigen. Mit der Falsetttechnik erreichten die männlichen Sänger die hohen weiblichen Stimmlagen. Im späteren Barock war es üblich, diese Parts Knaben oder Kastraten zu überlassen. In der nachbarocken Oper wurde die Falsettstimme eher vernachlässigt und überwiegend nur noch eingesetzt, um einen komischen Effekt zu erzielen. Als im 20. Jahrhundert die Barockoper wiederentdeckt wurde, begannen auch wieder vermehrt Komponisten, Rollen in Falsettstimmlage einzubauen. Diese Parts werden heute von Countertenören gesungen.

Das Falsett ist auch eine beliebte Stimmlage in der modernen Pop-Musik. Die Songs der Beach Boys liefern einige der bekanntesten Beispiele für den modernen Falsett-Gesang. Auch einige Heavy Metal-Bands setzen die Falsettstimme ein, so zum Beispiel Judas Priest mit dem Sänger Rob Halford.

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