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Musicaltage 2016 St. Gallen I – FLASHDANCE

Gleich drei Musicalproduktionen zeigte das Theater St. Gallen bei den diesjährigen Musicaltagen vom 5.-7. Mai 2016. An Christi Himmelfahrt stand als Auftakt das 80er Jahre Tanzmusical FLASHDANCE von Tom Hedley und Robert Cary (beide Buch) auf dem Spielplan. Zu den Welthits aus dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1983 hat Robbie Roth 16 neue Songs für die Bühnenversion komponiert. Das Musical besticht durch seinen 80er-Jahre-Look, die dazugehörigen Ohrwürmer und die zahlreichen Tanznummern.

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Flashdance Ensemble
Flashdance Ensemble © Andreas J. Etter

American Dream

© Andreas J. Etter

© Andreas J. Etter

Stahlarbeiterin Alex Owens steht jeden Tag in der Produktionshalle ihren Mann. Insgeheim hat sie jedoch den Traum professionelle Tänzerin zu werden. Während sie tagsüber harte Schichten im Hurley Stahlwerk in Pittsburgh als Schweißerin absolviert, verdient sie nachts tanzend in Harry´s Bar gemeinsam mit ihren drei Freundinnen ein kleines Zubrot. Nick Hurley, der Enkel des Stahl-Werk-Betreibers ist von der kessen Alex angetan. Er lässt nicht locker und versucht die taff-wirkende junge Frau mehrmals zu einem Date einzuladen. Da sie aus so verschiedenen Welten stammen, kommen sie sich nur über Umwege näher und beide tragen einen inneren Kampf aus. Nick wurde von seiner Familie und dem Firmenvorstand aufgetragen, Stahlarbeiter zu entlassen. Alex ist trotz ihres Talents geplagt von Selbstzweifeln und zögert noch bei der Aufnahmeprüfung an der berühmten Shipley-Akademie vorzutanzen.

Durchdachtes Konzept

© Andreas J. Etter

© Andreas J. Etter

Schon vor dem Beginn der Show wird der Zuschauer in die 80er Jahre versetzt. Eine Videoproduktion wirft ein Tetris-Spiel mit zeittypischen Motivsteinen wie dem Zauberwürfel, Schallplatten und  dem berühmten Marilyn-Monroe-Bild von Andy Warhol auf die Tore des Stahlwerks. Wenn sich die Tore öffnen, geben sie den Blick frei auf Hans Kundlichs Bühnenbild in Industrieoptik aus kaltem Wellblech und harten Stahlträgern. Mithilfe beweglicher Elemente wandelt sich das Stahlwerk schnell zu den anderen Schauplätzen: Harry´s Bar, Alex‘ Wohnung oder dem Pausenraum der Arbeiter.  Die Choreographien von Nick Winston und die Kostüme von Leo Kulaš reihen sich nahtlos in die 80er-Jahre Ästhetik ein.

What a feeling

© Andreas J. Etter

© Andreas J. Etter

Myrthes Monteiro spielt die Hauptrolle mit viel Esprit und Charme. Die gebürtige Brasilianerin verkörpert Alex vielschichtig. Gegenüber den Männern tritt sie sehr selbstbewusst und schlagfertig auf, geht es aber um ihre Tanzkarriere wird sie emotional und verhält sich unsicher.  In den typischen Aerobic-Outfits zeigt sie viel Haut und macht dabei tänzerisch eine gute Figur. Auch stimmlich überzeugt die quirlige Darstellerin, die derzeit als Jasmin im Disney Musical ALADDIN in der Neuen Flora in Hamburg zu sehen ist. Ihr Bühenpartner der Sunnyboy und Firmenerbe Nick Hurly wird von Tobias Licht verkörpert. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler ist in letzter Zeit auch immer häufiger auf Musicalbühnen zu sehen. Bei der aktuellen ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK –Tour spielt er in Wien den Axel Staudach. Gloria (Sarah Bowden), Kiki (Conchita Kluckner-Zandbergen) und Tess (Rachel Marshall), die drei Freundinnen von Alex, überzeugen mit starken Auftritten, besonders bei den Welthits „Maniac“, „I love Rock an´Roll“ und „Gloria“. Auch die Neukompositionen, die in deutscher Sprache gesungen wurden, sind im Popmuisk-Stil der damaligen Zeit gehalten. Der Revival Abend war schwungvoll, witzig und abwechslungsreich. Einzig der Sound im Theater St. Gallen hätte noch etwas voller und lauter sein dürfen.

Kreativteam:

  • Musikalische Leitung: Robert Paul
  • Inszenierung: Matthias Davids
  • Choreografie: Nick Winston
  • Bühne: Hans Kudlich
  • Kostüme: Leo Kulaš
  • Lichtdesign: Michael Grundner
  • Tondesign: Stephan Linde / Christian Scholl

Besetzung:

  • Alex Owens: Myrthes Monteiro
  • Nick Hurley: Tobias Licht
  • Gloria: Sarah Bowden
  • Kiki: Conchita Kluckner-Zandbergen
  • Tess: Rachel Marshall
  • Ms. Wilde / Louise: Michaela Hanser
  • Harry: Peter Zimmermann
  • CC: Gianni Meurer
  • Jimmy: Dustin Smailes
  • Hannah: Gaye MacFarlane

Ensemble:

Marta Di Giulio, David Eisinger, Kevin Foster, Astrid Gollob, Wei-Ken Liao, Jerôme Knols, Annakathrin Naderer, Karina Rapley, Vicky Riddoch  Jan-Werner Schäfer , Adam Scown

Wer sich das 80er Jahre Tanzmusical noch in dieser Spielzeit in St. Gallen ansehen möchte, muss sich beeilen, denn die letzte Vorstellung findet am 30. Mai 2016 statt. Karten gibt es auf der Homepage des Theater St. Gallen.

 

Kategorie: Allgemein,Kritiken

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (08.05.2016)

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