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MOZART für das heimische Wohnzimmer – DVD in der Rezension

Während sich die Darsteller der neuen Wiener Inszenierung des Musicals MOZART mittlerweile in Shanghai befinden dürften, wo Anfang Dezember Premiere des Musicals gefeiert wird, hat es sich unser Redakteur Christian auf seiner Couch bequem gemacht und die im Juni diesen Jahres erschienene DVD des MOZART-Musicals eingelegt. Ob sich ein Kauf lohnt und eine DVD-Aufzeichnung eine gute Alternative zum Musicalbesuch ist, können Sie nachfolgend erfahren.

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Mozart! Sujet
Mozart! Sujet © Vereinigte Bühnen Wien

Nach Wien, Duisburg und Shanghai nun im eigenen Wohnzimmer

Als im September 2015 der Vorhang für das Musical MOZART am Raimund Theater in der österreichischen Hauptstadt Wien zum ersten Mal geöffnet wurde, war sicher noch nicht klar, welcher erneute Erfolg dem Stück zugute kommen würde.

Das Musical mit der Musik von Sylvester Levay und den Liedtexten von Michael Kunze in einer neuen Inszenierung durch Harry Kupfer wurde bis zum 20. März 2016 in über 120 Vorstellungen vom Publikum gefeiert. Im Oktober 2016 gab das Stück sogar für wenige Tage in Gastspiel in Deutschland. Ab Dezember wird MOZART in Shanghai zu sehen sein.

Für alle Fans, die weder die Gelegenheit hatten, das Stück in Wien, in Duisburg oder Shanghai zu sehen, gibt es seit Sommer diesen Jahres die Möglichkeit, sich das Stück auch auf DVD oder Bluray in die heimischen vier Wände zu holen.

Erhältlich in zahlreichen Onlineshops

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Erhältlich sind DVD und Bluray derzeit in vielen Onlineshops. Ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich aber auf jeden Fall. Während die DVD bei Amazon für 25,49 € erhältlich ist, kostet sie im Thalia-Onlineshop 28,99 €.

Im prall gefüllten Booklet erfährt der Käufer einiges über die Mitwirkenden des Stückes und erhält eine Übersicht der Szenen und Songs, die das Musical zu bieten hat. Außerdem enthalten sind Kurzporträts des Leading-Teams sowie der Hauptdarsteller, jeweils mit dazu gehörigem Foto. Die Darsteller des Ensembles sind namentlich und mit Foto aufgelistet. Neben einer kurzen Inhaltsangabe gibt es auch einige Szenenfotos im Booklet zu sehen.

Live-Aufnahme, die sich mit allen Wassern gewaschen hat

Die Live-Aufnahme für die Entstehung der DVD und Bluray erfolgte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, dem 26. und 27. Februar 2016. Seit dem 17. Juni 2016 ist MOZART für jedermann und für das Wohnzimmer erhältlich.

Dargestellt wird in der Live-Aufnahme aus dem Wiener Raimund Theater der Komponist Mozart. Jederzeit an seiner Seite: sein Alter Ego, das Porzellankind Amadé. Das macht deutlich, wie Mozart in einer ständigen Auseinandersetzung zwischen Mensch und Genie steht.

Dem Produktionsteam ist es gelungen, eine Aufzeichnung zu erschaffen, die in jegliche Hinsicht für den Käufer ein Schmankerl ist. So wechseln sich Nah- und Gesamtbildaufnahmen in einer für den Zuschauer angenehmen Geschwindigkeit ab und stellen die Szenen in verschiedenen Positionen dar. Auffällig gut ist auch die Qualität der Live-Aufnahme, sei es akustisch wie auch bildlich.

Durch die zahlreichen Nahaufnahmen bekommt der Zuschauer nahegebracht, wie authentisch die Darsteller durch Mimik und Gestik ihrer Arbeit auf der Bühne des Raimund Theaters nachgehen. So nah kommt man selbst in der ersten Reihe eines Musical-Theaters nicht an sein Idol heran.

Die Herangehensweise an eine Szene ist hierbei immer gleich. Abgeschlossen wird jede Szene mit einem Gesamtbild, abgerundet durch eine Momentaufnahme und geht den nahtlos in die nächste Szene über.

Auch die auf den Zuschauer nahezu majestätisch wirkenden 3D-Projektionen des jeweiligen Handlungsortes im Stück werden durch die Kamera schwungvoll eingefangen. Ebenso gut in Szene gesetzt sind die eleganten Kostüme, die von den Darstellern getragen werden.

Darsteller, die auf ganz klarer Linie überzeugen

Oedo Kuipers, der die Titelrolle im Stück verkörpert, überzeugt von der ersten Sekunde nach Betreten der Bühne. Bereits in „Die Wunder sind vorüber“ kann sich der Zuschauer ein Bild davon machen, dass Kuipers ideal in diese Rolle passt. Gesanglich wie auch schauspielerisch glänzt Oedo auf hohem Niveau. Spätestens im Finale des ersten Aktes mit „Wie wird man seinen Schatten los“ dürfte er den letzten Kritiker positiv gestimmt haben.

Ebenfalls in seiner Rolle eine durchaus gelungene Partie ist Mark Seibert als Hieronymus Colloredo, der Fürsterzbischof von Salzburg. Allein schon durch sein ausgezeichnetes schauspielerisches Können stellt er die Rolle ausgezeichnet dar. Ganz zu schweigen von seiner gesanglichen Leistung, die auch in diesem Charakter vollends überzeugend ist. Und dann wäre da noch etwas, was vor allem die weiblichen Zuschauer erfreuen dürfte – beim Song „Ich bleibe Wien“ präsentiert Seiberts seinen durchtrainierten Körper sehr freizügig.

Eine sehr gute Wahl der Besetzung ist auch in der Rolle der Baronin von Waldstätten mit Ana Milva Gomes gelungen. Die gebürtige Holländerin macht bereits beim Betreten der Bühne im „Salon des Schlosses Schönbrunn“ einen sympathischen Eindruck und erfreut den Zuschauer durch ihr freundlich, liebevolle Art in dieser Rolle. Gesanglich legt auch sie die Messlatte ganz weit nach oben. Mit „Gold von den Sternen“ sorgt sie ganz bestimmt nicht zuletzt auch für das ein oder andere Träne im Gesicht eines Zuschauers.

Thomas Borchert in der Rolle des Vaters erfreut ebenfalls beim Zusehen. Er stellt den tyrannisch besorgten Vater von Wolfgang Amadeus Mozart kraftvoll und authentisch dar. Schauspielerisch wie auch gesanglich gelingt es Borchert, den Zuschauer zu überzeugen.

Auch auf die hier nicht im Detail eingegangenen Künstler sei ein großes Lob für ihre erbrachte Leistung ausgesprochen. Da wäre z.B. Brigitte Oelke in der Rolle der lebenskundigen Cäcilia Weber, aber auch Franziska Schuster als Constanze Weber und somit spätere Ehefrau und abschließend Witwe von Mozart. Schuster überrascht vor allem in ihrem Solo “Irgendwo wird immer getanzt”, welches sie im zweiten Akt zum Besten gibt. Auch jedes einzelne Mitglied des Ensembles konnte in der entgegengebrachten Position überzeugen.

Gute Alternative zum Musicalbesuch?

Diese Frage kann klar mit einem Ja beantwortet werden. Zwar bekommt man im heimischen Wohnzimmer nicht das Feeling geboten, welches im Theater auf einen einströmt, aber die Aufnahme an sich ist ganz klar eine gelungene Alternative für all die jenigen, die es nicht geschafft haben, sich das Stück live anzusehen.

Die MOZART DVD bei Amazon
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Kategorie: Fanartikel

Autor: C. Demme (03.12.2016)

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