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Baby und Johnny sind zurück! – DIRTY DANCING-Tour Premiere

Baby und Johnny tanzen wieder. Zum 30-jährigen Film-Jubiläum geht die Musical-Version von Dirty Dancing erneut auf Tour. Erste Station ist der Musical Dome Köln, wo das Tanz-Musical noch bis zum 5. November zu sehen sein wird. Mit dabei sind viele bekannte Gesichter. Die Publikumsreaktionen bei der offiziellen Premiere am vergangenen Donnerstag zeigten deutlich, dass der Stoff und die Show noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

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Mate Gyenei und Anna-Louise Weihrauch
Mate Gyenei und Anna-Louise Weihrauch ©Mehr! Entertainment GmbH

Auch 30 Jahre nach dem Film-Start noch sexy, romantisch und unterhaltsam

Eigentlich könnte dieser Premierenbericht sehr kurz ausfallen. Die Story dürfte der überwiegenden Zahl unserer Leser bestens bekannt sein, die Besetzung ist weitestgehend identisch mit der der letzten Tour und der Rest lässt sich in einen einzigen tiefen Seufzer packen. Oder in ein Emoji: Das mit den Herzchen als Augen. Auch das Fazit ist schnell gezogen: Schaut, wo die Tour in eurer Nähe Station macht und seht sie euch an!

Kann das gutgehen?

Wenn man in den 80er-Jahren ein Teenager war – noch dazu ein weiblicher – hat man den Film vermutlich mehr als einmal gesehen. Und so mag es im ersten Moment als Sakrileg anmuten, dass jemand sich anmaßt diesen Kult-Film auf eine Bühne bringen zu wollen. Wie soll das gehen? Das kann ja nur ein mieser Abklatsch werden. Baby und Johnny werden doch wohl nicht singen? Und wenn doch, wie albern ist das denn? Und wenn nicht, wer singt denn dann bitteschön die Hits, die jeder sofort im Kopf hat, wenn er DIRTY DANCING hört? Nein, das kann nicht funktionieren. Aus diesem Grund hat die Autorin seit der deutschen Erstaufführung im März 2006 bis zur Premiere der aktuellen Tourproduktion einen weiten Bogen um sämtliche Spielstätten der letzten Jahre gemacht. Bis nun doch die Neugier siegte.

Mate Gyenei und Marie-Luisa Kaster

©Mehr! Entertainment GmbH

Ja, es kann!

Und es hat sich gelohnt. Alles was den Film ausmacht, findet man auch in der Musical-Version: beeindruckende Tanzszenen, tolle Musik, eine zu Herzen gehende Story, jede Menge Romantik, viel zu lachen und einen fast originalgetreuen (Film-)Text in dem keines der bekannten Zitate fehlt. Genaugenommen ist es sogar sowas wie eine „Extended Version“ des Films. Mit noch mehr Musik und zusätzlichen Szenen, die noch etwas mehr Einblick in die Charaktere der Hauptfiguren geben.

Perfekte Besetzung für Baby und Johnny

Die Darsteller schaffen es vom ersten Augenblick an, den Vergleich mit der Filmbesetzung vergessen zu machen. Sie sind – ohne Ausnahme – mehr als ein adäquater Ersatz. Anna-Louise Weihrauch als „Baby“ Houseman überzeugt ebenso wie Máté Gyenei als Johnny Castle. Und zusammen entwickeln sie sich durch den jeweils anderen weiter. Baby vom Mädchen zur jungen Frau, die die erste große Liebe erlebt und Johnny vom schicksalergebenen Underdog zu einem, der für seine Überzeugung einsteht und sich traut, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Nahezu gleiche Cast wie 2014/2015

Marie-Luisa Kaster ist eine perfekte Verkörperung der Penny, die, insbesondere in den Tanzszenen mit Máté Gyenei, restlos begeistert. Für die Lacher des Abends sorgten Natalya Bogdanis als Lisa Houseman und Benjamin A. Merkl als Neil Kellerman. Sie schafft es trotz der relativ kurzen Auftritte, dass man versteht, warum Lisa so agiert wie sie es tut und dass man sie trotz ihrem eher unsympathischen Verhalten mag. Er dagegen wurde unsympathischer je weiter er die Maske des netten Enkels im Verlauf der Show fallen lässt – was in diesem Fall durchaus als Kompliment gemeint ist! Ähnliches gilt für Luciano Mercoli als schmieriger Kellner Robbie.

Originalgetreues Sixties-Flair

Auch die „älteren Semester“ können in dieser Show wunderbar zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Martin Sommerlatte als Dr. Jake Houseman, Tanja Kleine als seine Frau Marjorie, Harrie Poels als Mr. Schumacher, Fritz Hille als Max Kellerman und allen voran Dennis LeGree als Tito Suarez sangen, tanzten und spielten sich in die Herzen der Zuschauer.

Dirty Dancing Tour-Logo

©Mehr! Entertainment GmbH

Großartige Gesangssolisten und tolle Tänzer

Fast alle der immerhin 54 Songs werden live gesungen, nur einige wenige werden als Original-Aufnahmen der ursprünglichen Interpreten eingespielt. Tertia Botha als Elisabeth übernimmt hier den Löwenanteil und lässt einen als Zuschauer staunend zurück. Wieder einmal fragt man sich, wenn man sie hört, wie  eine solche Stimme aus einer so zierlichen Person kommen kann. Konstantin Zander – einer der wenigen Neuzugänge in der Cast, der bei der Tour 2014/2015 noch nicht dabei war – überraschte mit einer Gänsehaut-Version von „In the still of the night“ und einer großartigen Stimme, die man hinter dem zwar sympathischen, aber eher etwas linkischen „Billi Kostecki“ nicht unbedingt vermutet hätte. Ebenfalls erwähnenswert: Pieter de Groot als Jordan und weiterer Gesangssolist.

Ensemble und Swings

Die Besetzung wird von Lauren Mayer  und Wolfgang Schwingler als Vivian und Moe Pressman komplettiert. Zum Ensemble gehören Nina Bülles, Petra Ilse Dam, Ivan Dubinin, Victoria Kaspersky und Mariano Manzella. Als Swing sind Dominique Brooks-Daw, Calum Flynn (auch Dance Captain), Stuart Gannon, Erik van Hoof, Gloria Wind, Judit Szoboszlay, Chayenne Lont und Richard McCowen mit dabei.

Ein durchweg unterhaltsamer Abend

Die Tour-Version wartet mit einem einfachen, aber gut durchdachten Bühnenbild auf, das zweckmäßig die wenigen Handlungsorte andeutet, aber nicht vom eigentlichen Geschehen ablenkt. Die sechsköpfige Band unter dem musikalischen Leiter Heribert Feckler ist zeitweise auf der Bühne platziert und sorgt mit für das originalgetreue Flair der Sechziger Jahre. Ein großes Kompliment auch an alle Macher und Kreativen hinter der Bühne, die mit ihrem Beitrag eine wunderbare, unterhaltsame Show geschaffen haben.

Mate Gyenei als Johnny Castle

©Mehr! Entertainment GmbH

Begeistertes Premierenpublikum beim Tourauftakt

Das Premieren-Publikum im Kölner Musical Dome zeigte seine Begeisterung nicht nur beim Schlussapplaus, sondern auch immer wieder zwischendrin. Die Klassiker wie „Ich habe eine Wassermelone getragen“, „Das ist mein Tanzbereich, das ist dein Tanzbereich“ wurden mit Jubel kommentiert. Absolutes und unbestrittenes Highlight des Abends ist natürlich, wenn Johnny beim Abschlussabend im Kellerman’s durch den Saal zurück zur Bühne rennt und die berühmte „Ich tanze immer den letzten Tanz der Saison“-Ansprache hält, die in einem der bekanntesten Zitate der Filmgeschichte endet: „Mein Baby gehört zu mir!“

Weitere Tourstädte und Tickets

Wer noch immer nicht überzeugt ist, dem bleibt noch ein letzter Grund, sich das Musical anzusehen: Die Umsetzung einer weiteren berühmten Szene. „Hebefiguren übt man am besten im Wasser“ – wie das auf der Bühne passiert, verraten wir nicht. Schaut es euch an!

Die Stationen der Tour sowie Tickets gibt es

hier
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Kategorie: Dirty Dancing,Kritiken,Tour Musicals

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Autor: M. Kanz (29.10.2017)

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