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Friedrichstadt-Palast

Friedrichstadt-Palast Hausansicht
friedrichstadtpalast-hausansicht © Bernd Brundert

Der Friedrichstadt Palast Berlin, gelegen in der Friedrichstraße, gehört zu den geschichtsträchtigsten Veranstaltungsorten der Hauptstadt. Seit mehr als 100 Jahren schon steht das Haus für erstklassige Unterhaltung. Ursprünglich diente das Gebäude als Markthalle am Schiffbauerdamm. Später zog hier der Circus Schumann ein – darauf geht auch die alte Adresse Am Zirkus 1 zurück. Am 29. November 1919 eröffnet Max Reinhardt hier das Große Schauspielhaus und startet damit die Bühnengeschichte des heutigen Palastes. Heute ist das Haus vor allem für seine spektakulären Revuen, die Grand Shows, bekannt, die Musik, Akrobatik und fantastische Kostüme zu aufregenden Erlebnissen verbinden.

Die Anfänge als Großes Schauspielhaus

Max Reinhardts Großes Schauspielhaus macht nicht nur mit seinen Aufführungen, sondern auch seiner außergewöhnlichen Architektur von sich reden. Der renommierte Architekt Hans Poelzig erschafft ein modernes Gebäude, das auch international Aufmerksamkeit erregt. Die Stalaktitenkuppel im Zuschauerraum, von den Berlinern liebevoll als „Tropfsteinhöhle“ bezeichnet, wird zum Markenzeichen des Hauses. Ab 1924 übernimmt Erik Charell die künstlerische Leitung und kreiert Revuen, die den Ruf der Berliner 1920er Jahre bis heute prägen.

Der Ruhm ist allerdings nur von kurzer Dauer. Die Nationalsozialisten schließen das Große Schauspielhaus 1933 und eröffnen hier ein Jahr später das Theater des Volkes, die größte Propaganda- und Operettenbühne des Dritten Reiches. Es bleibt bis 1944 bestehen. Nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg und einer notdürftigen Wiederherstellung führt Zauberkünstlerin Marion Spadoni das Haus unter verschiedenen Namen weiter, die alle bereist die Bezeichnung „Palast“ beinhalten. 1947 erhält die Spielstätte ihren heutigen Namen: Friedrichstadt-Palast. Der Name leitet sich vom historischen Quartier zwischen Friedrichstraße und Humboldhafen ab, der Friedrich-Wilhelm-Stadt.

Der Friedrichstadt-Palast in der DDR

Nach der Teilung Deutschlands befindet sich der Friedrichstadt-Palast im Gebiet der DDR. 1947 wird Marion Spadoni enteignet und der Magistrat von Groß-Berlin übernimmt die Spielstätte. Am 2. November 1947 findet im nun als Friedrichstadt-Palast bekanntem Haus die Gründungsfeier der FDJ statt. Auch weitere Großveranstaltungen werden hier abgehalten, ab 1972 entstehen hier zudem viele Fernsehproduktionen, darunter mehrere Folgen der DDR-Samstagabendshow Ein Kessel Buntes. Neben der Hauptbühne befindet sich im Haus auch die Tanzgaststätte Große Melodie, wo bis zu 340 Gäste zahlreichen Jazz-Ensemblen lauschen.

Anfang 1980 stellen Bauexperten fest, dass verfaulte Fundamentpfeiler zu einer starken Setzung des Bodens im Friedrichstadt-Palast geführt haben. Das Gebäude wird aus Sicherheitsgründen sofort geschlossen, dient dem alten Ensemble aber weiterhin als Probebühne. 1985 erfolgt schließlich der Abriss. Der Friedrichstadt-Palast zieht in einen Neubau um, nun gelegen in der Friedrichstraße 107. Die Grundsteinlegung findet am 26. Juni 1981 statt. Aus Stahlbeton und Glasbausteinen entsteht in fast drei Jahren Bauzeit ein imposantes Gebäude in eher orientalisch anmutender Architektur. Am 27. April 1984 feiert der neue Friedrichstadt-Palast mit der Revue „Premiere: Friedrichstraße 107“ seine Eröffnung.

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BLINDED by DELIGHT – Grand Show

BLINDED by DELIGHT Grand Show ist das neue Show-Ereignis im Friedrichstadt-Palast Berlin. Mehr als 100 Künstler und Künstlerinnen und die farbenfrohen Kostüme von Jeremy Scott entführen die Zuschauer in eine faszinierende Traumwelt des Glücks.

Friedrichstadt-Palast

Alle Musicals in Berlin

Bisherige Musicals

  • ARISE Grand Show
  • FALLING | IN LOVE
  • GLAUBEN AN DIE MÖGLICHKEIT DER VÖLLIGEN ERNEUERUNG DER WELT
  • VIVID
  • THE ONE
  • THE WYLD - NICHT VON DIESER WELT
  • SHOW ME - GLAMOUR IS BACK
  • BERLIN ERLEUCHTET
  • YMA - ZU SCHÖN; UM WAHR ZU SEIN
  • WINTERTRÄUME
  • QI - EINE PALAST-PHANTASIE
  • SOMMERREVUE STAR-GALA
  • GLANZLICHTER DER REVUE
  • JINGLE BELLS 2007
  • RHYTHMUS BERLIN
  • JINGLE BELLS 2006
  • GLANZLICHTER
  • JINGLE BELLS 2005
  • CASANOVA
  • JINGLE BELLS 2004
  • HEXEN
  • JINGLE BELLS 2003
  • REVUEPALAST - DIE PALASTREVUE ZUM ZWANZIGSTEN
  • JINGLE BELLS 2002
  • WUNDERBAR DIE 2002. NACHT

Bilder von Friedrichstadt-Palast

© Bernd Brundert, Antonios Mitsopoulos

Saalplan

Informationen zum Saalplan folgen.

Lage Friedrichstadt-Palast

Friedrichstadt-Palast
Friedrichstraße 107
10117 Berlin
Parken

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Die größte Theaterbühne der Welt

Nach der Wende wird der Friedrichstadt-Palast weitergeführt. Zwischen den 1990er Jahren und 2011 schreibt sich der Name mit einem Wort, Friedrichstadtpalast, anschließend kehrt das Haus aber zur alten Schreibweise zurück. 2011 werden auch die Außenanlagen zur Friedrichstraße neu gestaltet. Unter anderem erhält das Haus eine umlaufenden Treppenanlage, welche die Architektur betonen soll. Das Foyer erhält ebenfalls eine Generalüberholung, wozu auch die Rekonstruktion des ehemaligen Kronleuchters aus Milchglasröhren gehört. Seit 2020 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Der neue Friedrichstadt-Palast wartet im großen Saal mit 1899 Plätzen auf, angelegt in Form eines Amphitheaters. Mit einer bespielbaren Fläche von 2854 Metern verfügt das Haus zudem über die größte Theaterbühne der Welt. Das Bühnenportal gehört mit einer Breite von 24 Metern ebenfalls zu den größten seiner Art in Europa. Aus der Unterbühne lassen sich zwei Meter hohe Wasserbecken ausfahren, für winterliche Shows kann sich die Bühne zudem in eine Eisfläche verwandeln. Ein weiterer Rekord: Bei den als Grand Shows bezeichneten Revuen tritt das aus 60 Tänzerinnen und Tänzern bestehende Friedrichstadt-Palast-Ballett auf, das mit 32 Tänzerinnen die längste Girlreihe oder Kickline der Welt bilden kann. Darüber hinaus unterhält der Friedrichstadt-Palast das größte Kinder- und Jugendensemble in Deutschland. Rund 250 Kinder und Jugendliche aus über 20 Nationen erhalten am Haus eine Bühnenausbildung.

Im Friedrichstadt-Palast gibt es aber nicht nur Revuen zu sehen. 2002 zieht der Quatsch Comedy Club in den Keller, der früheren Kleinen Revue, ein. 2009 dient das Haus erstmals als Veranstaltungskino der Berlinale und als Veranstaltungsort für Modenschauen im Rahmen der Berlin Fashion Week 2009. Von 2019 bis 2013 werden hier die Lolas beim Deutschen Filmpreis vergeben.

Die Grand Shows: Spektakuläre Revuen am Friedrichstadt-Palast

Die Grand Shows des Hauses stellen immer wieder Besucherrekorde auf. SHOW ME – GLAMOUR IS BACK verzeichnet in der Spielzeit vom 18. Oktober 2012 bis zum 19. Juli 2014 rund 700.000 Zuschauer. Die nachfolgende Revue, THE WYLD – NICHT VON DIESER WELT, bringt es vom 23. Oktober 2014 bis zum 16. Juli 2016 sogar auf rund 780.000 Besucher. THE ONE GRAND SHOW schauen sich in knapp zwei Jahren Spielzeit 804.000 Menschen an. FALLING | IN LOVE, zu sehen von Oktober 2023 bis Juli 2025, zieht 900.000 Besucher an.

Einzigartig sind nicht nur die atemberaubenden Choreografien, die aufsehenerregende Akrobatik und die immer neuen Geschichten der Revuen. Für die Grand Shows arbeitet der Friedrichstadt-Palast auch immer wieder mit international bekannten Designern zusammen. Dazu gehören etwa Thierry Mugler, Christian Lacroix, Stefano Canulli und Jeremy Scotts.

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