Theater Krefeld
Das Theater Krefeld ist die große Bühne der Samt- und Seidenstadt und zugleich eine Hälfte eines ungewöhnlichen Verbunds: Gemeinsam mit dem Haus in Mönchengladbach bildet es seit 1950 eine Theatergemeinschaft, die sich Ensemble, Orchester und Spielplan teilt. Für Musical-Fans heißt das, dass hier jede Spielzeit mehrere Musicals in eigener Produktion herauskommen, gespielt von einem festen Ensemble und auf Deutsch.
Ein Nachkriegsbau unter Denkmalschutz
Das Vorgängertheater wurde am 22. Juni 1943 zerstört, zusammen mit zwei Dritteln der Krefelder Innenstadt. Bis zum Neubau spielte das Ensemble in Ausweichquartieren wie der Burg Linn und dem Dreikönigenhaus. Der erste Bauabschnitt mit Zuschauerraum und Bühne entstand 1951/52 nach Entwürfen von Eugen Bertrand und Heinrich Stickelbrocks und wurde im Oktober 1952 eröffnet. Die Erweiterung folgte nach Wettbewerben von 1956 und 1959 durch Gerhard Graubner; 1963 ging das vollendete Haus mit 832 Plätzen in Betrieb. 2009 wurde das Theater für 9,5 Millionen Euro saniert, seitdem hat der Saal 726 Plätze. Seit 2010 steht das Gebäude als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Krefeld.
Eine Theatergemeinschaft für zwei Städte
Am 19. April 1950 unterzeichneten die Räte von Krefeld und Mönchengladbach einen Theatervertrag und führten ihre Bühnen zu den Vereinigten Städtischen Bühnen zusammen. Seit dem 1. Januar 2011 firmiert der Verbund als Theater Krefeld und Mönchengladbach gGmbH mit beiden Städten als Gesellschaftern. Gespielt werden vier Sparten: Schauspiel, Musiktheater, Ballett und die Konzerte der Niederrheinischen Sinfoniker. Weil beide Häuser denselben Spielplan tragen, laufen die Produktionen in der Regel in Krefeld und in Mönchengladbach. Wer einen Termin verpasst, findet ihn oft noch in der Nachbarstadt.
Musical im Repertoire statt am Stück
Der Unterschied zu den Musical-Häusern in Hamburg oder Stuttgart ist einer des Formats. Statt einer Show, die über Jahre achtmal pro Woche läuft, bringt das Theater Krefeld jede Spielzeit einige wenige Neuproduktionen heraus und hält sie über Monate im Repertoire, gespielt an ausgewählten Abenden. In der Spielzeit 2026/27 stehen unter anderem TITANIC, SINGIN’ IN THE RAIN und DER KLEINE HORRORLADEN auf dem Programm, letzterer in der deutschen Fassung von Michael Kunze und vom 16. Oktober 2026 bis zum 4. Juli 2027 im Spielplan. Dazu kommt mit EINHÖRNER GIBT ES HIER NICHT! ein Musical für Kinder ab fünf Jahren.
Die zweite Spielstätte: Fabrik Heeder
Neben dem Haus am Theaterplatz nutzt das Theater die Fabrik Heeder an der Virchowstraße 130 als Studiobühne. Das Fabrikgebäude von 1906 wird seit 1989 kulturell genutzt und bietet 107 Plätze. Hier finden die kleineren und experimentelleren Arbeiten ihren Ort.
Nächste Vorstellungen im Theater Krefeld
Lage Theater Krefeld
Theater Krefeld
Theaterplatz 3
47798 Krefeld
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