STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)
Eine berühmte Geschichte, aus ungewöhnlicher Perspektive erzählt: Das Bühnenstück STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) erzählt frei nach dem Roman von Jane Austen die Geschichte der fünf Bennet-Schwestern nach. Im Mittelpunkt stehen dabei jedoch fünf Dienstmädchen. Anne, Tillie, Clara, Flo und Effie schlagen sich mit schmutziger Bettwäsche und staubigen Schränken herum, während die Bennet-Töchter ihren romantischen Irrungen und Wirrungen nachgehen.
Isobel McArthur arbeitete den berühmtesten Roman aus der Feder von Jane Austen zu einem rasanten Schauspiel mit Musik um. Die britische Autorin und Schauspielerin bedient sich dabei eines besondere Clous: Alle Rollen, einschließlich der männlichen Parts, werden von denselben fünf Dienstmädchen gespielt.
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Nächste Station am 30.10.2026 in Lübeck.
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Handlung von STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)
Im Jahr 1813 erschien Jane Austens Roman Pride and Prejudice, auf Deutsch als Stolz und Vorurteil veröffentlicht. Die Geschichte um die fünf Bennet-Schwestern Lydia, Kitty, Mary, Elisabeth und Jane hat nicht nur Generationen von Lesern und Leserinnen begeistert, sondern auch als Vorlage für Verfilmungen und Bühnenadaptionen gedient. STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) erzählt die Handlung nun aus einer anderen Sichtweise. Im Mittelpunkt stehen die fünf Dienstmädchen Anne, Tillie, Clara, Flo und Effie. Im verschlafenen Örtchen Meryton arbeiten sie für die Familie Bennet, ihrerseits zum englischen Landadel gehörend.
Romantische Wirrungen im Hause Bennet
Mutter Bennet möchte ihre Töchter nach dem Tod des Vaters möglichst schnell unter die Haube bringen. Dabei hat sie vor allem ihre finanzielle Absicherung im Blick. Im England der Regency-Ära dürfen Frauen nämlich keinen Grundbesitz erben. Es muss daher ein Ehemann her, um das Elternhaus zu verwalten. Wie gut, dass Tochter Jane bereits einen adligen Verehrer an der Angel hat. Dessen Freund Darcy ist allerdings gar nicht damit einverstanden, dass sich eine Frau aus dem ländlichen Kleinadel in den Hochadel einheiratet. Um die Hochzeit zu verhindern, beleidigt er Janes Schwester Elisabeth in aller Öffentlichkeit…
Die britische Schauspielerin und Autorin Isobel McArthur hat aus Jane Austens Roman ein unterhaltsames Bühnenstück geschaffen, das mit fünf Schauspielerinnen auskommt. In rasanten Kostümwechseln verwandeln sie sich von Dienstmädchen in den Landadel und in die männlichen Heiratskandidaten. Das Ergebnis ist eine turbulente Komödie mit mitreißenden Songs.
Von Glasgow in den Westend und auf die deutschen Bühnen
Uraufgeführt wurde „Pride and Prejudice* (*sort of)“ am 28. Juni 2018 am Tron Theatre in Glasgow, in einer Inszenierung von Paul Brotherston für die Kompanie Blood of the Young. Nach einer Tournee durch Großbritannien zog das Stück 2021 ins Londoner West End und gewann dort 2022 den Olivier Award als beste Unterhaltungs- oder Komödienproduktion. Isobel McArthur selbst wurde im selben Jahr bei den Evening Standard Theatre Awards als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet.
Die deutschsprachige Erstaufführung folgte am 13. September 2020 am Burgtheater Wien in der Regie von Lily Sykes. Die deutsche Fassung stammt von Silke Pfeiffer, die Rechte liegen beim Rowohlt Theater Verlag. Seither hat das Stück seinen Weg auf zahlreiche Bühnen im deutschsprachigen Raum gefunden, von Stadttheatern bis zu Tourneeproduktionen.
Karaoke statt Ballsaal
Der Kniff, der das Stück von anderen Austen-Adaptionen unterscheidet, ist die Musik. An den entscheidenden Wendepunkten greifen die Dienstmädchen zum Mikrofon und singen Popsongs aus zweihundert Jahren Liebeskummer, darunter „Young Hearts Run Free“, „Will You Love Me Tomorrow“ und „You’re So Vain“. Was im Roman zwischen den Zeilen steht, wird so unmittelbar hörbar. Die Songs sind keine Nummern eines Musicals, sondern Kommentare zur Handlung, gesungen von Figuren, die im Roman nie zu Wort kommen.
Genau darin liegt der doppelte Boden dieser Fassung: Erzählt wird die bekannte Liebesgeschichte, aber aus der Perspektive derer, die sie bedienen. Wo Austen den Heiratsmarkt des englischen Landadels beschreibt, rückt McArthur die ökonomische Abhängigkeit in den Vordergrund, die dahintersteckt, und zwar für die Töchter des Hauses ebenso wie für das Personal.
Charaktere von STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)
Fünf Darstellerinnen spielen alle Figuren, auch die männlichen. Aus dem Dienstmädchen wird binnen Sekunden der Landadel und kurz darauf der Heiratskandidat. Das sind die Figuren, um die es geht:
Elizabeth Bennet
Die zweitälteste der fünf Schwestern, schlagfertig und wenig geneigt, sich einem Mann zuliebe zu verbiegen. Sie durchschaut die Konventionen ihrer Zeit und spricht aus, was andere denken. Ihr Urteil über Darcy fällt früh und fällt hart, und genau daran arbeitet sich das Stück ab.
Mr Darcy
Reich, hochmütig und in Gesellschaft ausgesprochen unbeholfen. Sein abfälliger Kommentar über Elizabeth auf dem Ball setzt die Handlung in Gang. Dass hinter der steifen Fassade etwas anderes steckt, merken Elizabeth und das Publikum erst nach und nach.
Jane Bennet
Die älteste Schwester, freundlich und zurückhaltend. Ihre Verbindung zum wohlhabenden Mr Bingley wäre die Rettung der Familie, doch gerade ihre Zurückhaltung wird ihr beinahe zum Verhängnis.
Mrs Bennet
Die Mutter, die ihre fünf Töchter verheiraten muss, weil Frauen im England der Regency-Zeit keinen Grundbesitz erben dürfen. Was als Klamauk wirkt, ist blanke Existenzangst: Ohne Ehemann verliert die Familie das Haus.
Mr Bingley
Der gutmütige neue Nachbar mit Vermögen, in den sich Jane verliebt. Freundlich, wohlmeinend und leicht zu beeinflussen, vor allem durch seinen Freund Darcy.
Die fünf Dienstmädchen
Anne, Tillie, Clara, Flo und Effie halten den Haushalt der Bennets am Laufen und erzählen die Geschichte. Sie räumen auf, kommentieren, singen und schlüpfen in jede Rolle, die gerade gebraucht wird. Im Roman kommen sie nicht vor, hier gehört ihnen der Abend.
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3 Gründe für STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)
Eine weitere Austen-Verfilmung braucht niemand. Drei Gründe, warum dieser Abend trotzdem lohnt.
Fünf Frauen, dreißig Rollen
Der Reiz liegt im Tempo. Ein Schal, ein Hut, eine andere Haltung, und aus dem Dienstmädchen wird Mr Darcy. Die Verwandlungen passieren offen auf der Bühne und sind selbst die halbe Komik.
Popsongs an den richtigen Stellen
Statt Ballmusik gibt es Karaoke. Wenn eine Absage gesungen statt gesprochen wird, trifft sie härter als jeder Dialog. Die Songs sind bekannt, die Wirkung ist neu.
Mit Roman und ohne
Wer Jane Austen kennt, entdeckt die Anspielungen. Wer sie nicht kennt, bekommt die Handlung ganz nebenbei erzählt, und zwar von Figuren, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Vorwissen ist ausdrücklich nicht nötig.
Bewertungen
Aktuell liegt zu dem Musical noch keine Bewertung vor. Bewerten Sie als Erster das Musical STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO).
Fragen und Antworten
Wie lange dauert die Vorstellung?
Die Spielzeit beträgt rund 160 Minuten inklusive Pause.
Gibt es eine Pause?
Ja, nach etwa der Hälfte der Spielzeit gibt es eine Pause.
In welcher Sprache wir das Bühnenstück aufgeführt?
Das Stück gibt es in deutscher Übersetzung von Silke Pfeiffer zu sehen.
Wie lange vor Vorstellungsbeginn sollte ich am Theater sein?
Der Einlass öffnet in der Regel 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Die genaue Uhrzeit können Sie Ihren Tickets entnehmen. Es empfiehlt sich, rechtzeitig vor Ort zu sein, um in Ruhe einen Parkplatz zu suchen und die Plätze einnehmen zu können.
Wo bekomme ich Tickets für das Stück?
Tickets für STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) erhalten Se über unsere Partnershops. Wählen Sie oben im Ticketbereich einfach den gewünschten Termin für Ihren Theaterbesuch aus und klicken Sie auf den gelben Button “Tickets kaufen”. Sie werden zur Website unseres Partners weitergeleitet und können dort Ihre Buchung abschließen.
Ist STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) ein Musical?
Nein, es ist ein Schauspiel mit Musik. Die Songs sind keine eigens komponierten Musicalnummern, sondern bekannte Popsongs, die an den Wendepunkten der Handlung als Karaoke gesungen werden.
Muss ich den Roman kennen?
Nein. Die Dienstmädchen erzählen die Handlung mit, sodass auch ohne Vorkenntnisse alles verständlich bleibt. Wer den Roman kennt, hat zusätzlich etwas von den Anspielungen.
Warum steht ein Sternchen im Titel?
Das Sternchen gehört zum Originaltitel „Pride and Prejudice* (*sort of)“ und ist ein Augenzwinkern der Autorin: Es ist Jane Austens Geschichte, aber eben nur ungefähr.
Wer hat das Stück geschrieben?
Die britische Autorin und Schauspielerin Isobel McArthur nach dem Roman von Jane Austen. Die Uraufführung war 2018 am Tron Theatre in Glasgow, 2022 wurde die Produktion mit dem Olivier Award ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung stammt von Silke Pfeiffer.
In welchen Städten ist STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) zu sehen?
Aktuell sind Termine in 4 Städten buchbar. Als Nächstes in Lübeck (ab 30.10.2026), Oldenburg (ab 3.12.2026), Bonn (ab 19.3.2027), Rostock (ab 29.4.2027). Die vollständige Liste mit allen Terminen steht oben auf dieser Seite.
Wann ist der nächste Termin von STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)?
Die nächste Vorstellung ist am 30. Oktober 2026 um 20:00 Uhr in Lübeck, Theater Lübeck.
Was kosten Tickets für STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO)?
Die Tickets starten bei 15,40 €; je nach Stadt und Termin liegt der Einstiegspreis zwischen 15,40 € und 38,10 €. Der endgültige Preis hängt zusätzlich von der Platzkategorie ab.













