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WELCOME TO HELL – G20-Musical in Berlin

In der Neuköllner Oper in Berlin spielt das G20-Musical WELCOME TO HELL, das schon viele Zuschauer zu Recht begeisterte. Mit der poppigen Musik, den vielen verschiedenen Protagonisten und der aktuellen Thematik spricht das Musical das Publikum an. Es ist einen Besuch wert.

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WELCOME TO HELL
WELCOME TO HELL © Matthias Heyde

Eingängiges Musical zu den G20-Demonstrationen

Am 15. März 2018 feierte das Musical WELCOME TO HELL in der Neuköllner Oper in Berlin seine Uraufführung. Das Musical kam beim Publikum gut an und deshalb gibt es in der aktuellen Spielzeit eine Wiederaufnahme ins Programm. Musical1 war dabei und hat sich ein Bild von dem Musical gemacht.

Chaos in Hamburg

Der G20-Gipfel in Hamburg sorgte für besorgniserregende Schlagzeilen: ausufernde Demonstrationen, Vandalismus, Verletzte und Chaos. Genau dies beleuchtet WELCOME TO HELL auf eindrucksvolle Art und Weise, aus der Sicht von den Menschen in Hamburg. Dabei wurden viele, möglichst verschiedene, Personen kreiert: die Frau von der Supermarktkasse, der Stripper, der Polizist, die Journalistin, eine Medizinstudentin, der französische Referent, der Möchtegern-Zuhälter, die Bloggerin, der christliche Gymnasiast, der junge Autonome und seine Freundin. Sie alle befinden sich zur Zeit des G20-Gipfels in Hamburg werden plötzlich aus ihrem Alltag gerissen, als die Revolten beginnen.

Die Akteure

Die Bloggerin Sabine verlässt schon seit sehr langer Zeit ihre Wohnung nicht mehr und finanziert sich mit den Werbeeinnahmen ihres Blogs. Sie führt in die Thematik mit ihren Einträgen ein. Sie ist etwas paranoid und eher menschenscheu. Diese Rolle wird von Mira Keller überzeugend vermittelt. Sabine besuchte vor Jahren mit der Journalistin Kata eine Klasse. Kata ist ehrgeizig, selbstbewusst und lässt sich nicht alles gefallen. Obwohl sich Sabine distanziert, finden die beiden durch die Geschehnisse wieder zueinander. Gespielt wird Kata von Anastasia Troska. Mit dem Lied „Tanzen“ zeigte sie ihr Können.

Der Autonome Andi und seine Freundin Frieda sind ein Paar. Beide wollen frei und unabhängig sein. Sie leben in den Tag hinein und sind mit der Kassiererin befreundet. Während Frieda eine Pazifistin ist, zeigt sich Andi jedoch immer mehr den extremen Demonstranten zugeneigt, wovon Frieda nichts ahnt. Gespielt werden die beiden authentisch von Mathias Reiser und Lucille-Mareen Mayr, die sich vor allem in dem Song „Nicht gut füreinander“ hervorhoben und für Gänsehaut sorgten.

Des Weiteren gibt es natürlich noch den Polizist. Dieser heißt Stefan und glaubt an Ordnung und Gerechtigkeit. Er ist mit Lily zusammen, die gern bei den Demos dabei sein will, weswegen sie hin und wieder mit Stefan aneinander gerät. Verkörpert werden die beiden von Alexander Auler und Katia Bischoff.

Die Schülerin Mina kommt aus Husum und ist die Teenagerin im Stück. Sie will berühmt werden, wie wohl so viele in ihrem Alter und fällt dadurch auf den schmierigen Möchtegern-Zuhälter Ricky rein, der sich als Fotograf ausgibt. Eher zufällig landet sie bei den anderen, während sie ständig mit ihrer Mutter telefoniert. Gespielt wird Mina von Tae-Eun Hyun und Ricky von Didier Borel. Besonders im Lied „Deutsch wie Brot“ sticht Tae-Eun Hyun hervor, das sie zusammen mit Katia Bischoff, alias Lily, singt.

Auch ein junger, sehr überzeugter Christ kommt vor. Sein Name ist Friedrich. Er ist mit Lily eng befreundet und versucht sie ab und an vom Christentum zu überzeugen, zeitgleich ist er auch in sie verliebt. Nikko Forteza Rumpf mimt den nerdigen Studenten überzeugend und sorgt so für die eine oder andere Erheiterung.

Die Kassiererin Krissy schiebt ständig Überstunden, um am Ende des Tages die Rechnungen zahlen zu können und dass sie schwanger ist, vereinfacht die Situation nicht. Zum Glück hat sie mit Frieda eine Freundin, die ihr den Rücken stärkt. Authentisch spielt Andrea Wesenberg die Kassiererin.

Der arrogante, französische Referent Henry ist zu Besuch in Hamburg und sehr von sich überzeugt. Er versucht perfekt und korrekt zu wirken, sucht aber heimlich am Abend Gesellschaft in verruchten Gegenden. So trifft er auf den spanischen Callboy Jesus, der ihm schnell mit seiner kecken Art den Kopf verdreht. Henry wird von Loïc Damien verkörpert, während Pablo Martinez Jesus darstellt.

Fazit: Sehr empfehlenswert

Das Bühnenbild ist relativ einfach gehalten, doch mehr ist auch gar nicht nötig. Dieses Musical besticht mit seiner dynamischen und eingängigen Musik von Peter Lund (Text) und Peter Michael von der Nahmer (Musik). Auch die Choreografie von Neva Howard ist zu erwähnen, die häufig passend die Stimmung zum Ausdruck bringt.
Fazit: Unbedingt hingehen, wer die Möglichkeit dazu hat. Wer sich vorher schon mit dem Stück vertraut machen will, der kann die CD-Aufnahme erwerben.

Kategorie: Kritiken

Autor: A. Polifka(05.01.2019)

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