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Vom Broadway nach Hollywood: Die 10 erfolgreichsten Broadway-Stars

Am New Yorker Broadway aufzutreten, ist für viele Musical-Darsteller ein Lebenstraum. Für einige Broadway-Darsteller war der Auftritt auf den Brettern, die die Welt bedeuten, dagegen der erste Schritt in eine noch viel größere Karriere. Welche Hollywood-Stars machten zuerst mit Theaterstücken und Musicals von sich reden?

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Broadway
Broadway Broadway Street Sign © Damzow – wikimedia.commons.org

Von der Bühne auf die Leinwand

Dass gute Schauspieler auf der Bühne und auf der Leinwand überzeugen können, ist kein Geheimnis. Heute ist es für viele Hollywood-Stars eine Frage des Prestiges, auch auf der Theaterbühne aufzutreten. Einige berühmte Film- und Fernsehgesichter begannen ihre Karriere dagegen am New Yorker Broadway und wechselten dann erst auf die TV- und Kinoleinwand. Einige ehemalige Broadway Stars kehrten im Anschluss an die Filmerfolge der Bühne den Rücken zu. Andere versuchten ihren Leidenschaften gleichermaßen nachzugehen. Das US-Magazin „The Riches“ wirft einen Blick darauf, wie viel die ehemaligen Broadway- und jetzigen Filmstars verdient haben.

Platz 10: Florence Henderson

Die bekannte Fernsehschauspielerin Florence Henderson machte die ersten Schritte ihrer Karriere am Theater. Sie spielte in den 50er Jahren in zahlreichen Broadway-Inszenierungen mit wie beispielsweise in „When You Were Here“ oder im Musical FANNY. Das amerikanische Fernsehpublikum lernte die berühmte Musicaldarstellerin in der Serie „The Brady Bunch“ kennen und lieben. Die Serie hieß auf deutsch „Drei Jungen und drei Mädchen“ und Florence Henderson spielte hier Carol Brady.

Gastauftritte in Serien

In Serien wie beispielsweise King of Queens hatte sie in den nächsten Jahrzehnten wiederkehrende Gastauftritte. „The Richest“ schätzt Hendersons Vermögen auf 15 Millionen US-Dollar. Die beliebte Schauspielerin ist 2016 in ihrer Wahlheimat Los Angeles verstorben.

Platz 9: Kristen Bell

Der Star aus Veronika Mars sammelte seine ersten Schauspielerfahrungen auf der Bühne. Während ihrer Schauspielausbildung in New York spielte sie bereits in unterschiedlichen Inszenierungen mit. 2001 gab sie ihr Broadway-Debut als Becky Thatcher im Musical „The Adventures of Tom Sawyer“, um im darauffolgenden Jahr im Stück „The Crucible“ zu glänzen. Seit 2004 ist der Broadway Star in unterschiedlichen Kino- und TV-Produktionen zu sehen. Bekanntheit erlangte sie zudem als Stimme von Gossip Girl aus der gleichnamigen TV-Serie. Bells geschätztes Vermögen beträgt 16 Millionen US-Dollar.

Platz 8: Taye Diggs

Sein Debüt gab der amerikanische Schauspieler Taye Diggs 1994 im Musical CAROUSEL, dem Tony-Award-Gewinner. Er hatte Mitte der 90er Jahre seinen Durchbruch am Broadway in RENT und Hedwig and the Angry Inch.

Filme und Serien

1998 gab er sein Filmdebüt in „How Stella Got Her Groove Back“, was ihm viel positive Kritik einbrachte und weitere Filmangebote mit sich brachte. Den Schauspieler zog es im Anschluss zum Fernsehen, wo er in Serien wie Private Practice und All American spielte. Zudem übernahm er 2002 die Rolle des Erzählers in der Filmversion des bekannten Musicals CHICAGO. Von 2014 bis 2016 spielte er den Lead-Detective in den drei Staffeln der Serie „Murder in the first“. Zudem hat der Schauspieler mehrere Kinderbücher geschrieben. Sein Vermögen wird auf rund 22 Millionen US-Dollar geschätzt.

Platz 7: Kristin Chenoweth

Der amerikanische Broadway Star und Schauspielerin Kristin Chenoweth entdeckte bereits früh ihre Liebe zum Musical. Nach einem Bachelor in Musical Theater in Oklahoma City schloss sie mit einem Master in Opera Performance Anfang der 90er Jahre ihr Studium ab. 1997 gab sie ihr Broadwaydebüt in Steel Pier. Bekanntheit erlangte sie 1999 mit ihrer Rolle als Sally im Musical „You’re a Good Man, Charlie Brown“. Hierfür gewann sie nicht nur einen Tony Award, sondern ebenso einen Drama Desk Award als beste Nebendarstellerin.

WICKED

Die ausgebildete Sopranistin Kristin Chenoweth war die erste Glinda im Musical WICKED am New Yorker Broadway. Mit dieser Rolle gewann sie mehrere Preise. Nach weiteren preisträchtigen Rollen wechselte der Broadway Star zu TV und Kino. Nach einer wenig erfolgreichen eigenen Serie 2001 mit biografischen Zügen gab sie 2002 ihr Kinodebüt in Topa Topa Bluffs. Es folgten eine große Anzahl an Nebenrollen in Kinofilmen sowie Gastauftritten in Serien wie „Alles Betty!“, „Glee“ oder „Frasier“. 2004 bis 2006 spielten sie die Annabeth Schott in der vielfach ausgezeichneten Serie „The West Wing – Im Zentrum der Macht“. Für ihre Rolle als Olive Snook in der amerikanischen Serie „Pushing Daisies“ erhielt sie 2009 einen Emmy als beste Nebendarstellerin/ Comedy. Das Vermögen der berühmten Musical-Darstellerin wird auf mehr als 30 Millionen US-Dollar geschätzt.

Platz 6: Diane Keaton

Hollywood-Star Diane Keaton war zunächst eine berühmte Musicaldarstellerin am Broadway. Von 1968 bis 1972 spielte sie im Musical HAIR die Rolle der Sheila. Die eigenwillige Darstellerin feierte mit der Rolle ihren Durchbruch. Für Schlagzeilen sorgte damals ihre Weigerung, am Ende des ersten Akts nackt auf der Bühne zu stehen.

Karriere in Hollywood

Bereits der Zeit am Broadway entdeckte Regisseur Woody Allen Diane Keaton. Als Linda Christie in seinem Theaterstück „Play It Again, Sam“ wurde die Darstellerin für den Tony nominiert. Ihr Filmdebüt gab Broadway Star Diane Keaton 1970 im Film „Liebhaber und andere Fremde“. Zu größerer Bekanntheit verhalf ihr die Rolle der Kay Adams in den Kultfilmreihe „Der Pate“ von Francis Ford Coppola 1972, 1974 und 1990. 1977 wurde sie für ihre Rolle in Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ mit einem Oscar als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Das Vermögen der Hollywood-Legende wird auf ein Vermögen von 32 Millionen US-Dollar geschätzt.

Platz 5: Julie Andrews

Dame Julie Andrews ist den meisten als fliegendes und singendes Kindermädchen Mary Poppins mit einem Löffel voller Zucker in Erinnerung. Vor dieser Verfilmung war sie jedoch bereits eine berühmte Musicaldarstellerin. Sie war die Eliza Doolittle in der Original-Produktion von MY FAIR LADY. Andrews sagte noch Jahre später, dass sie sehr gerne ihre Paraderolle von der Bühne für die Leinwand übernommen hätte, doch die Filmproduzenten besetzten stattdessen Audrey Hepburn als Star der Produktion. Der Broadway-Star Andrews erschien in Hollywood schlicht zu unbekannt, um einen Film zu tragen. Ein Fernsehauftritt von Andrews in der Ed Sullivan Show machte Walt Disney auf die schöne Darstellerin aufmerksam, der in ihr sofort das Potential als Hauptdarstellerin für seinen Musicalfilm „Mary Poppins“ sah. Für ihre Darstellung gewann der Broadway Star einen Oscar als beste Hauptdarstellerin und spielte sich in die Herzen der Zuschauer.

Singen, Filme und Bücher

Ihre Stimme umfasst vier Oktaven. Ihr Gesangs- und Schauspieltalent kombinierte Julie Andrews in vielen Filmen wie „The Sound of Music“, „Victor/Victoria“ oder „Star!“. In Folge einer Operation im Bereich der Stimmbänder verlor Andrews 1997 für ein Jahr ihre Stimme und konnte bis heute ihre Singstimme nicht in vollem Umfang zurückgewinnen. Sie widmet sich seitdem zunehmend ihrer Leidenschaft für Bücher. Hier schreibt sie sowohl Kinderbücher als auch Bücher für Erwachsene und gibt Klassiker für junge Leser heraus. Ihr Vermögen aus ihrer langen Karriere soll sich auf rund 45 Millionen Dollar belaufen.

Platz 4: Meryl Streep

Die Hollywood-Legende Meryl Streep begann ihre Karriere ebenfalls als Broadway Star. Bevor sie sich durch zahlreiche Rollen zur Hollywood-Ikone spielte, stand sie am Broadway in Produktionen wie „The Playboy of Seville“ auf der Bühne. Ihre beispiellose Filmkarriere begann sie mit einer Rolle in „Julia“. Bereits für ihre zweite Arbeit am Set – eine Rolle in der TV-Mini-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ – gewann sie einen Emmy als beste Hauptdarstellerin. Filme wie „Manhattan“, „Kramer gegen Kramer“ oder „Wolfsmilch“ festigten ihre Position als Charakterdarstellerin. Ihren zweiten Oscar gewann Streep 1983 für ihre Rolle als KZ-Insassin Sophie in „Sophies Entscheidung“.

Zurück auf die Bühne

2001 wagte sich die Filmgröße als ehemaliger Broadway Star zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Streep spielte während des Public Theatre Revivals die Arkadina im Klassiker „Die Möwe“ von Anton Tschechow. 2006 folgte die Hauptrolle in „Mutter Courage und ihre Kinder“ von Bertolt Brecht am Delacorte Theatre im Central Park. In der Musicalverfilmung „Mamma Mia“ zeigte Streep 2008 ihr gesangliches Talent. Mit bisher 21 Oscar-Nominierungen hält Meryl Streep den Rekord der meisten Nominierungen. Ihre besondere Karriere brachten ihr neben diesen Nominierungen drei Oscar-Gewinne ein, 29 Golden Globe-Nominierungen und acht Golden Globe Awards sowie 46 Millionen US-Dollar.

Platz 3: Sarah Jessica Parker

Bevor sie zur Ikone Carrie Bradshaw wurde, war Sarah Jessica Parker bereits eine berühmte Musicaldarstellerin. Ihre Karriere am Theater begann Parker bereits als Kind. Obwohl die neunköpfige Herkunftsfamilie von Parker finanziell auf wackligen Beinen stand, förderte ihre Mutter die musischen Talente ihrer Kinder. Für eine Rolle im Broadway-Stück „The Innocents“ zog die gesamte Familie 1976 an die Ostküste. Als 12-Jährige spielte Parker 1979 die Titelrolle im Broadway-Musical „Annie“. Bis 1983 blieb sie die Annie am Broadway und spielte sich in die Herzen des Publikums. Für den jungen Broadway Star ging es rasch weiter zum Film. Ihre erste Hauptrolle spielte sie im Fantasyfilm „Somewhere, Tomorrow“ 1983. Ihre Rolle im Tanzfilm „Footlose“ 1985 brachte Parker eine Nominierung für den Young Artist Award ein. Es folgten viele weitere Filme, mit denen sie Publikum und Kritikern vermehrt ihre Bandbreite zeigen konnte.

Status als Stilikone

Als berühmte Musicaldarstellerin bewies sie ihr Talent in den 1990ern immer wieder auch am Broadway wie beispielsweise in dem Musical „How to Succeed in Business Without Really Trying“. Mit der HBO-Serie Sex and the City von 1998 bis 2004 erlangte Parker als Sex-Kolumnistin Carrie Bradshaw den Status einer Mode-Ikone. Tatsächlich war sich Parker zu Beginn unsicher, ob die Rolle der Carrie zu ihr passen würde und sie sich für einen so langen Zeitraum auf Fernsehen einlassen wollte. Ebenso war ihr eine „Nackt-Klausel“ wichtig, die beinhaltete, dass Parker sich in Unterwäsche und nicht komplett nackt zeigen würde. Nach dem Serienaus widmete sich Parker wieder vermehrt ihre Filmkarriere. Ihr Vermögen schätzt „The Richest“ auf 90 Millionen US-Dollar.

Platz 2: Hugh Jackman

Während Hugh Jackman bei uns als Filmstar bekannt ist, liegen seine Wurzeln tatsächlich auf der Bühne. Während seines Studiums in Kommunikation belegte der Australier Jackman einen Kurs in Schauspiel. Obwohl er schnell ein Angebot für eine feste Rolle in der australischen Serie Nachbarn erhielt, entschied er sich zunächst für eine fundierte Schauspielausbildung. Nachdem er diese 1994 abschloss, wirkte Jackman in einer zehnteiligen Fernsehserie mit. Es folgten weitere Fernsehauftritte des Schauspielers bis er 1995 als Musicaldarsteller in Die Schöne und das Biest auftrat. Für seine Darstellung erhielt er den MO – den australischen Tony. Mit dem Musical „Sunset Boulevard“ wurde Jackman zum berühmten Musicaldarsteller in Australien und durfte 1997 vor 90.000 Zuschauern beim Eröffnungsspiel des Bledisloe Cup die Nationalhymne singen. Nach weiteren Inszenierungen kehrte er 1998 zurück auf die Leinwand. Durch seine Rolle in den Y-Men-Filmen machte sich Jackman ab 2000 auch international einen Namen.

Traum vom Broadway

Mit seiner Rolle als Peter Allen im Broadway-Musical „The Boy from Oz“ von 2003 bis 2004 erfüllte sich der berühmte Musicaldarsteller einen Traum und wurde zum Broadway Star. Zudem brachte ihm seine Darstellung des Peter Allen 2004 den Tony Award als Bester Hauptdarsteller ein. Seine Liebe zum Film und zum Musical kombinierte der Darsteller 2011 in der Neuverfilmung von „Les Misérables“ sowie im Musicalfilm „Greatest Showman“ über den Zirkuspionier P. T. Barnum. Das Vermögen des Stars wird auf rund 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

Platz 1: John Travolta

Der Hollywood-Star John Travolta begann seine Karriere keineswegs mit Filmen, sondern auf der Bühne. Mit der Tour-Produktion des Broadway-Musicals GREASE war Travolta unterwegs und spielte im Anschluss am Broadway im Musical OVER HERE. Beim Bruder von Gene Kelly nahm Travolta bereits zu Beginn seiner Karriere Stepptanzunterricht, was ihm bei vielen seiner Rollen helfen sollte.

Mitte der 70er Jahre zog Travolta nach Los Angeles um sich mehr auf den Film zu konzentrieren. Die Disco-Welle ermöglichte ihm drei seiner Leidenschaften im Film zusammenzubringen: Singen, Tanzen und Schauspiel. Mit „Saturday Night Fever“ 1977 und „Grease“ (1978) stieg Travolta zu einem der größten Stars in Hollywood auf. Seine Filmkarriere brachte ihm geschätzte 165 Millionen US-Dollar ein.

Autor: S. Gerdesmeier

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