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VALERIJA LAUBACH – im Interview mit Musical1

HAIR hat sich mittlerweile zum „Renner“ der Saison 2018 gemausert und kann mit durchgängig ausverkauften Rängen aufwarten - Dank einer ganz tollen, hervorragenden Cast. Ein Cast Mitglied ist VALERIJA LAUBACH und diese großartige Künstlerin möchten wir Euch heute in einem Interview vorstellen. VALERIJA LAUBACH hat uns mit ihren darstellerischen Qualitäten, ihrer Stimme, ihrer Vielseitigkeit, sehr beeindruckt und wir wollten wissen: Wer ist diese begabte und talentierte junge Frau.

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Valerija Laubach – Musicaldarstellerin ©Thomas Leidig

DIE PROVINZ BIETET HOCHKLASSIGES und so auch VALERIJA LAUBACH

Bei unserem sommerlichen Ausflug nach Jagsthausen, wir haben wir vor kurzem hier über HAIR und DER BEWEGTE MANN berichtet…

hatten wir die Gelegenheit, in Jagsthausen mit VALERIJA LAUBACH zu sprechen.

Hallo Valerija, vielen Dank zunächst einmal, dass Du Dir Zeit für uns nimmst. Wir haben im Vorfeld ein wenig in Deiner Vita gestöbert und da  drängt sich eine Frage förmlich auf: Welche Umstände verschlugen Dich nach Freising in Süddeutschland, wenn man wie Du in Jelisowo in Kamtschatka geboren wurde?

Zunächst von mir auch ein herzliches Hallo und ebenfalls Danke für die Zeit!  Zur Frage: Nun ja, wie schon erwähnt, in Jelisowo geboren, bin ich dann mit 11 Jahren mit meiner Familie als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen; mein Papa hat deutsche Wurzeln. Es „verschlug“ uns direkt nach Unterschleißheim bei München, wo ich aufgewachsen bin. Abitur auf dem Camerloher-Gymnasium in Freising, eine Schule mit dem Schwerpunkt Musik. Klavierspielen, Singen, Tanzen und Theaterspielen wurden angeboten und gefördert – und ich nutzte es.

Zur Bühne zu gehen, singen, Schauspiel, … hat sich das entwickelt als Berufswunsch, oder war es eher so der PLING-Moment! DAS will ich jetzt!

(Schmunzelt) Das schließt hervorragend an meine vorangegangene Antwort an. Das Gymnasium gab regelmäßig Konzerte, Musicals, Theaterabende, Chorauftritte usw. auf der schuleigenen Bühne. Außerdem haben die coolen Lehrer, die ich hatte, schon eine nicht unwichtige Rolle gespielt…. UND meine Mama! Sie meldete mich bereits in Russland mit 6 Jahren auf einer Musikschule an. Dort fing ich mit dem Klavierspielen – plus Nebenfächer: Gehörbildung, Chor und Tanz. Dadurch stand ich bereits relativ früh auf der Bühne, aber OHNE bewusst diesen Berufswunsch zu verfolgen. Ich hab's einfach gemacht und hatte Spaß dran. Hier in Deutschland kamen zu den Schulauftritten eine Hip-Hop Tanzgruppe, eine Theatertanzgruppe und die erste eigene Band dazu. Ich begann neben der Schule als Sängerin Geld zu verdienen, ja, und dann nach dem Abi war es nicht mehr weit zum „OK, ich probiere es jetzt einfach ganz OFFIZIELL!“

Du hast in Berlin studiert. Warum Berlin? Und welche Fächer hast Du belegt? Du hast eine unglaubliche Stimme, die uns vermuten lässt, dass Du auch eine klassische Musikausbildung hattest?

Ich habe die Aufnahmeprüfungen u.a. an der Universität der Künste in Berlin gemacht und wurde gleich beim ersten Mal in Berlin angenommen, worüber ich bin im Nachhinein total froh bin. Diese Ausbildung, und alles was unsere Dozenten uns mit auf den Weg gegeben haben, möchte ich auf gar keinen Fall missen. Ich kann mich nur für all die Arbeit und den Schweiß bedanken;  einfach war es nicht! 😉 (lacht)

Nicht Wenige machen sich aber auch oft ganz falsche Vorstellungen von der Ausbildung….

Es führt wahrscheinlich zu weit, alles aufzuzählen was wir in den 4 Jahren an Fächern hatten! Es war ein strammer Stundenplan, von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends mit allem Drum und Dran, was man für eine fundierte Bühnenausbildung braucht, und zwar in allen drei Bereichen – Schauspiel, Gesang und Tanz (plus Theoriefächer).

Ein Wort zur Klassik

Ja, durch das klassische Klavierspielen, und rein aus Neugierde während der Schulzeit, beschäftigte ich mich ein wenig mit klassischem Gesang. Meine Gesangsdozentin an der Uni, Ute Becker, hat mit mir unter anderem auch fleißig am klassischen Gesang gearbeitet und jetzt kann ich das bei HAIR auch mal als andere Farbe einsetzen.

Da können wir Dir hier nur bestätigen: Dein Part ist ein absolutes Highlight

… ganz lieben Dank für's Kompliment!!

Was war dann Deine erste Rolle, nach Deinem Abschluss als Musicaldarstellerin?

Es war „Juliette“ in der 2-Personen-Komödie „Achterbahn“ von Eric Assous am Haventheater Bremerhaven, eine reine Schauspielrolle, facettenreich und anspruchsvoll. Die tolle Herausforderung: Die Hauptfigur im Stück muss in verschiedene Rollen schlüpfen – und bei all dem Komödienspaß darf nie das ernsthafte Anliegen dieser Frau  aus den Augen verloren werden. Für mich als Anfängerin war es ideal, um tiefer ins reine Schauspiel einzusteigen, sowie direkt im Anschluss bei zwei weiteren Stücke dort mitzuwirken – eine wunderbar lehrreiche Schauspiel-Spielzeit!

Lass uns über 2018 und den Sommer in Jagsthausen sprechen. Wer fand wen? Du die Festspiele oder die Festspiele Dich? Du bist nicht das 1. Mal hier?

Hmm.. ja gute Frage. Ich glaube wir fanden uns gegenseitig und ja es ist richtig, ich war vor zwei Jahren in Jagsthausen als INEZ in Zorro dabei. Zuvor hatte mich der Intendant bei einem anderen Stück gesehen – so kam die Anfrage und ich verbrachte 2016 meinen ersten Sommer hier und hab's geliebt! Nach der Audition für 2018 war klar: Dieses Jahr klappt es wieder. Es gibt passende Rollen sowohl im Musical als auch in Schauspielstücken für mich. Ich bin natürlich absolut happy, wieder einen Sommer in Jagsthausen verbringen zu dürfen. Es ist so ruhig und grün hier und zudem kannte ich schon viele Leute hier vor Ort von vor zwei Jahren – das war ein schönes Wiedersehen!

Du spielst hier nicht nur in einem Stück mit?

Richtig, ich wirke in drei Stücken mit. „Hair“, „Die drei Musketiere“ und „Götz von Berlichingen“.

Oh… Unterschiedlicher geht es kaum, oder? 3 Stücke, 3 Rollen?

Ja, das kann man so sagen. Adelheid in Götz, Dionne in Hair, und Lady de Winter bei den Musketieren. Wenn man jetzt die eine Szene bei den Musketieren mitzählt, in der ich als Volk verkleidet genau einmal über die Bühne gehe, dann wären es sogar vier Rollen… (lacht)

Hast Du ein Lieblingsstück hier diesen Sommer?

Tatsächlich nicht, weil man die Stücke überhaupt nicht miteinander vergleichen kann.

Bei den 3 MUSKETIEREN spielst du Lady De Winter mit großer Spielfreude; schmeichelnd, intrigant, verrucht… hervorragend! Ist da auch ein bisschen Valerija dabei, was da durchschimmert?

Ein bisschen etwas hiervon und bisschen etwas davon… die Rolle macht mir Spaß – dann kommt die Valerija durch, die einfach nur Spaß daran hat, mal Spionin zu sein, um als Lady de Winter all die Untaten begehen zu dürfen – das genieße ich dann auch, und am Schluss sterbe ich sogar gerne 😀 Klar ist diese Frau „die Böse“. Aber  genau genommen kämpft sie doch nur um ihr eigenes Leben. Die Sympathieträgerin wird sie nun mal, genau wie Adelheid, (im GÖTZ) nicht werden.

Privat würde ich allerdings NICHT zu solchen Mitteln greifen – das steht mal fest!

Deine Rollen hier sind klar definiert. Die Kollegen/innen haben da weit mehr zu tun; Rollenwechsel innerhalb eines Stückes sind „normal“ – Du hast da so Deine Erfahrungen, wie Du im Vorfeld andeutetest.

Oh ja! Im Winterhuder Fährhaus in Hamburg spielte ich  „Die Schneekönigin“,  von Hans Christian Andersen. Ich war sogar (auch) die Schneekönigin: Gesicht komplett weiß geschminkt, mit aufgeklebten Wimpern, dunklen, schwarz-blau mit Glitzer geschminkten Augen, blauen Lippen, Perücke, weißes Kleid… echt toll! Nur war ich zudem abwechselnd auch die Prinzessin UND das Räubermädchen UND die Läppin! Jeweils in einem KOMPLETT anderen Kostüm, nebst anderen Perücken und natürlich NICHT weiß geschminkt! Die Auftritte zur Schneekönigin wechselten sich mehrmals innerhalb kürzester Zeit ab. Hinter der Bühne, im Laufe des Stückes. Ich musste immer wieder auf's Neue schnell weiß geschminkt bzw. abgeschminkt werden, Wimpern rauf, Wimpern runter,  Lippen rot, Lippen blau, und während mir unsere Maskenbildnerin auf dem einen Auge die Wimper klebte, das ich dann zuhielt, zog ich mir quasi „einäugig“ auf dem anderen Auge den Lidstrich, der nach der nächsten Szene aber wieder weg musste… währenddessen knöpfte unsere Kostümbildnerin mein Oberteil zu und zog mir die Schuhe an.

DAS hört sich tatsächlich völlig irre an!

Wir haben uns irgendwann nur noch kaputtgelacht – und dabei aber super Teamwork abgeliefert! Und das bei bis zu drei Vorstellungen am Tag!

Wer Deinen Social-Media-Publikationen folgt, wird schnell herausfinden, dass Du auch eine eigene Band hast. Magst Du uns zum Abschluss noch ein bisschen darüber erzählen?

Ja gerne.
Die Band heißt PINK TROUBLE. Wir sind neun Leute, Drums, Bass, Gitarre, Keys, 2 Backings, 2 Tänzerinnen und ich, plus unser Tonmann. Wir covern die US-amerikanische Pop-Rock-Sängerin PINK. Aber wir spielen nicht einfach nur die Songs nach – original Kostüme und original Choreographien sind ein wichtiger Teil des Konzeptes einer Tribute Show. Wer neugierig ist, kann uns gerne unter www.pink-trouble.com besuchen und sich einen Eindruck verschaffen. Für mich persönlich bedeutet dieses Projekt – Spaß, Austoben, Freiheit. Für 2 Stunden platinblond sein, rocken, die komplette Band unmittelbar auf der Bühne haben, mal wieder mit einem Handmikro singen, was ich total liebe!

Natürlich muss ich schauen, wie es zeitlich koordinierbar ist. Es ist nicht immer einfach, alles und alle unter einen Hut zu bekommen, gerade wenn ich den ganzen Sommer in Jagsthausen bin. Diesen Sommer steht aber noch ein Gig an, und auf den freue ich mich, denn am 18. August in Lübbecke heißt es wieder „Get the party started!!!“

Liebe Valerija, wir danken Dir sehr für Deine Zeit und für alles, was Du uns Interessantes und Lustiges erzählt hast. Wir wünschen Dir von Herzen weiterhin viel Erfolg bei all Deinen Projekten.

Noch ist der Sommer nicht vorbei und es gibt noch Gelegenheit Valerija und die tollen Stücke in Jagsthausen live zu erleben.

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Kategorie: Allgemein

Tags:

Autor: I. Marquardt(08.08.2018)

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