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Unsterblichkeit eines Musicals – MAMMA MIA

Kurz bevor sich die Tour von MAMMA MIA verabschiedet, haben wir noch einmal die Chance genutzt uns von der guten Laune auf der griechischen Insel anstecken zu lassen. Und siehe da für einen Moment haben wir fast vergessen, dass wir uns mitten im Großstadtgetümmel von Essen befinden.

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Musical MAMMA MIA – Szene © Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

Für die Unsterblichkeit gemacht?

Es gibt Musicals, die in der Tat unsterblich sind. Dies gilt nicht nur für den blutrünstigen TANZ DER VAMPIRE, sondern auch für das Feel-good-Musical MAMMA MIA mit den Songs der erfolgreichen schwedischen Band ABBA.

Seit vielen Jahren können die Zuschauer in regelmäßigen Abständen auf die griechische Sonneninsel zu Donna, Sophie, Sky und Co. entfliehen, um für knapp drei Stunden die Gepflogenheiten und Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen.

Doch was braucht eigentlich so ein Musical, um bei dem Besucher einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen? Diese Frage stellt man sich mitunter nicht selten, wenn man sich die aktuelle Entwicklung des Genre Musical in Deutschland anschaut.

Keine handelsübliche Kritik

Nach der besuchten Vorstellung von MAMMA MIA im Collouseum Theater in Essen haben wir uns ausführlich mit dieser Frage auseinandergesetzt und überlegt, uns einmal über dieses Thema auszulassen – anstatt eine übliche Kritik zum Stück zu schreiben,

Beginnen wir an der Stelle mit der Story, welche sicherlich jedem bekannt sein dürfte. Hierbei bekommt das Publikum neben jeder Menge Herzschmerz auch eine gehörige Portion Humor sowie ein anschmachtendes Happy End geliefert.

Auch bei der Musik sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Neben eingängigen Melodien und schönen Songtexten, entwickelt sich beim Musicalbesucher ganz gewiss der ein oder andere Ohrwurm.

Wenn Charaktere und Künstler miteinander verschmelzen

Aber auch die Charaktere des Stückes tragen in gewisser Weise zum Erfolg eines Musicals dar. Da wäre zum Beispiel die herzensgute Donna, die ihr Leben lang nur das Beste für ihre Tochter Sophie wollte oder die schrullige herzliche Millionärswitwe Tanja, die für den ein oder anderen Lacher im Stück sorgt.

Genauso wichtig wie die Charaktere, ist aber auch deren Besetzung. Bei MAMMA MIA kann man seit einigen Jahren sehen, dass bei

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MAMMA MIA!
Deutsche Tour Cast 2018/2019 © Stage Entertainment

beiden Haupcharakteren häufig auf eine ähnliche Besetzung geachtet wird. So sind oft die Namen Sabine Meyer (Donna), Barbara Raunegger (Rosie) und Betty Vermeulen (Tanja) auf den Besetzungslisten von MAMMA MIA zu finden. Und das zu recht, diese drei sind ein eingeschworenes Team. Außerdem merkt man ihnen an, dass sie nicht nur auf der Bühne ein harmonisches Miteinander aufweisen.

Doch auch der “Neuling” Marvin Kobus Schütt, der zum ersten Mal während der Tour die Rolle des Sky verkörpert, kann sich sehen lassen und das nicht nur optisch. Auch gesanglich und schauspielerisch hat er so einiges auf dem Kasten. Großes Glück hatten wir in der besuchten Vorstellung auch mit Abla Alaoui in der Rolle der Sophie. Für unseren Redakteur Christian zählt sie zu den besten Darstellerinnen in dieser Rolle.

Ein ähnliches Muster, wie bei den “Dynamos”, kann man bei den drei möglichen Vätern bestaunen. Am Tag der besuchten Vorstellung trafen Jörg Zuch, Karim Khawatmi und Detlef Leistenschneider aufeinander und sorgten für ein stimmiges Miteinander.

Wenn weniger deutlich mehr ist

Nicht zuletzt kann aber auch das Bühnenbild eine entscheidende Rolle dazu beitragen, wie ein Stück beim Publikum ankommt. Dabei geht es nicht immer nur darum, mit möglichst viel Schnickschnack und ausgeklügelten technischen Raffinessen aufzuführen. Manchmal genügen auch einfachste Mittel, wie im Falle von MAMMA MIA. Ganz getreu dem Motto: “Weniger ist mehr”.

Letztendlich liegt es immer im Auge des einzelnen Betrachters, ob er persönlich ein Musical für so gelungen findet, um es weiterzuempfehlen oder erneut zu besuchen. Jedoch zeigte der Zuschauerbereich in Essen an, dass die Besucher in der besuchten Vorstellung das Stück feiern.

Und die Rückkehr in das Theater des Westens in Berlin im Herbst dieses Jahres, lässt ebenfalls darauf schließen, dass die Musical Besucher sich gerne einen Abend auf der griechischen Insel mit den liebenswerten Charakteren rund um die Produktion umgeben.

Ob MAMMA MIA nun ein Stück ist, welches für die Unendlichkeit gemacht ist, steht in den Sternen. Allerdings weist die Produktion ganz gewiss gelungene Ansätze auf, die dies begünstigen können. Also mal schauen, ob es uns auch im Rentenalter noch möglich ist, uns einen Abend auf der griechischen Insel zu gönnen.

Kategorie: Kritiken, Mamma Mia!

Autor: C. Demme(02.06.2019)

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