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[titel der show] feierte Premiere in Hamburg

Am 26. April durften wir dabei sein, wie Hunter und Jeff zum ersten Mal im Hamburger Schmidtchen versuchten, ein Musical für ein New Yorker Theaterfestival zu schreiben, um damit vielleicht die ersehnte Chance zu bekommen, erfolgreich zu sein und auf dem Broadway spielen zu können. Der Traum ist groß, aber schaffen sie es auch?

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Werbefoto Titel der Show
Werbefoto Titel der Show 1 ©Sven Serkis

Das Schmidtchen präsentiert [titel der show]

Nein, das ist kein Fehler. Der Titel wurde nicht vergessen. Genau DAS ist der Titel. Liest man dies, ist man zunächst irritiert und denkt, es sei ein Platzhalter. Doch genau das ist es nicht. Im Schmidtchen an der Reeperbahn feierte das eigentlich einaktige Broadway-Musical am letzten Donnerstag seine Hamburger Premiere. Ein Stück ohne viel Tamtam, dafür mit umso mehr Humor und für Musical-Liebhaber viele verschiedene, mal mehr mal weniger versteckte, Andeutungen auf andere Broadway-Musicals. Mit knapp 200 Plätzen bietet das Schmidtchen eine passende, entspannte und gemütliche Location für dieses Musical, bei dem neben den vier DarstellerInnen, dem Pianisten und seinem Klavier nur noch vier Stühle auf der Bühne stehen.

Und um was soll das Musical gehen?

Jeff und Hunter aus Titel der Show

©Morris Mac Matzen

Die Frage beschäftigt auch die zwei Protagonisten Jeff und Hunter, nachdem sie sich entschieden hatten, ein Stück für ein New Yorker Theaterfestival zu schreiben. In nur drei Wochen. Ein sehr sportlicher Gedanke, ein ganzes Musical in dieser kurzen Zeit zu schreiben. Um es auch in der Zeit zu schaffen, brauchen sie aber für ihr eigenes Musical eine Idee. Das ist das Stichwort: ihr „eigenes“ Musical. Warum also nicht „ein Musical über zwei Typen, die ein Musical schreiben über zwei Typen, die ein Musical schreiben.“?

Zusammen mit ihren Freunden Susan, Heidi und dem Pianisten Larry spinnen, grübeln, scherzen und schreiben die Jungs ihr Musical. Unter diesem Zeit- und Ziel-Druck kommen auch Gefühle wie Angst, Neid und Unsicherheit auf. Kann man wirklich ein ganzes Musical in drei Wochen schreiben? Kann es gut genug sein, um beim New Yorker Theaterfestival angenommen zu werden? Reichten vier Stühle und ein Klavier?

[titel der show] an den Broadway mit nur vier Stühlen?

Tatsächlich ging [titel der show] 2006 zunächst an den Off-Braodway ins Vineyard Theatre. 2008 schaffte der Einakter es mit nur vier Stühlen und einem Klavier an den Broadway. 13 Previews und 102 Vorstellungen waren dort zu sehen.

Werbefoto Titel der Show

©Sven Serkis

2010 ging das Stück nach Melbourne und Sydney. Sieben Jahre später feierte [titel der show] am 23. April 2017 seine deutschsprachige Premiere im Admiralspalast in Berlin. Fast genau ein Jahr später schafften es die vier Stühle nun nach Hamburg und genossen eine umjubelte Premiere. Der Berliner Cast spielt ebenso die Hamburger Produktion, jedoch wird der fantasiereiche Hunter neben Daniel Weißert (GRIMM) im Wechsel ebenso von Benjamin Sommerfeld (NATÜRLICH BLOND, KEIN PARDON) verkörpert. Dieser feierte seine Hunter-Premiere am Hamburger Premierentag und meisterte dies mit Bravour. Über die kleine Panne in „Ändern, nicht Ändern“ kann man hinwegsehen, da diese schon fast passend war und charmant von allen um- und überspielt wurde. Alexander Soehnle (MAMMA MIA!, DER SCHUH DES MANITU) stand wieder als vorsichtiger und unsicherer Jeff auf der Bühne und harmonierte perfekt mit Benjamin Sommerfeld, als hätten sie schon immer dieses Stück zusammen gespielt. Auch waren wieder Annika Henz (SO SCHÖN KANN DOCH KEIN MENSCH SEIN) als Heidi, Franziska Kuropka (HEISSE ECKE, WEST SIDE STORY) als Susan und Damian Omansen als Pianist Larry mit von der Partie. Als Larry wird im Wechsel zu Damian Omansen auch Gleb Pavlov zu sehen sein.

Sehr speziell

Dieses Stück gibt auf sehr humorvolle Weise Eindrücke in das Leben von DarstellerInnen, TexterInnen, und KomponistInnen, welche versuchen, ihren Traum, vom einem Niemand zu einem Jemand zu werden, zu verwirklichen. Es zeigt aber auch einige Schattenseiten.

Schlussapplaus bei der Hamburger Premiere

©S. Ahrens

Ist man zu egoistisch und will zu viel, kann das ein Team nicht sonderlich fördern und man stellt sich selbst ein Bein. Auch bekommt man nicht immer nach einer Audition einen Job und selbst wenn man ein Angebot bekommt, wird es auch nicht immer die Hauptrolle sein. Dieses szenische Stück zeigt auf ganz spezieller Art all dies. Nach dem Motto „Alles, was wir jetzt sagen, ist nachher in unserem Stück?!“ wird auch so einiges gespielt, was man normal nicht erwartet. Zum Beispiel eine Diskussion darüber, dass nach einem Telefonat zwischen Jeff und Hunter, Jeff nicht einfach mit seinem Stuhl herüberrutschen kann, weil die Zuschauer ja ohne Übergangsmusik nicht verstehen, dass Zeit vergangen ist. Auch wird das Publikum oft beachtet, obwohl das Stück das Schaffen beschreibt, bei dem das Publikum nicht dabei war. So merkt man zwischendurch nicht sofort, ob man nun das „Schaffen“ oder die fertige Show sieht. Diese Eigenart ist sehr interessant und erfrischend im Vergleich zu den üblichen Musicals, die unter andrem auch in diesem Stück angedeutet werden.

Bis zum 19. Mai können Sie die „Zwei Nobodies in New York“ mit ihrem Broadway-Musical auf der Reeperbahn im Schmidtchen sehen. Tickets gibt es ab 21,80€ auf der Tivoli-Webseite.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

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Autor: S. Ahrens(30.04.2018)

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