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TITANIC – THE MUSICAL Gastspiel in Hamburg

Zum Abschluss der Großbritannien-Tour gastiert die britische Produktion von TITANIC - THE MUSICAL bis zum 19. August in der Hamburgischen Staatsoper. Musical1 hat sich die dramatische Geschichte um eine der größten maritimen Katastrophen aller Zeiten angesehen.

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Titanic Poster
Titanic Poster © BB Promotion

Die dramatische Geschichte einer tragischen, wahren Begebenheit 

Am 10. April 1912 bricht die RMS Titanic zu ihrer Jungfernfahrt von Southhampton, Großbritannien, nach New York auf. „Unsinkbar“ soll das damals größte Schiff der Welt sein. Doch in der Nacht auf den 15. April kollidiert es mit einem Eisberg und sinkt wenige Stunden später. Mehr als die Hälfte der über 2000 Menschen an Bord kommen ums Leben. Ihr tragisches Schicksal und die Gründe für das Unglück faszinieren die Menschheit seit jeher.

Inspiration für ein erfolgreiches Musical 

Im September 1985, 73 Jahre nach ihrem Untergang, wird das Wrack der Titanic geborgen. Komponist Maury Yeston ist fasziniert von diesem Symbol menschlicher Träume und dramatischen Scheiterns. Obwohl es ein ungewöhnliches Thema zu sein scheint, beschließt er, ein Musical über die Titanic zu schreiben.

Nach jahrelanger Arbeit von Yeston und Texter Peter Stone feiert TITANIC schließlich im April 1997 seine Premiere am Broadway. Es gewinnt fünf Tony Awards, unter anderem für das beste Musical, das beste Libretto, die beste Originalmusik und das beste Bühnenbild.  Seitdem kann es auf zahlreiche erfolgreiche Produktionen auf der ganzen Welt zurückblicken, unter anderem eine Neuinszenierung in London 2016. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 2002 in der Neuen Flora in Hamburg statt.
2018 startet das Stück seine Großbritannien-Tour in Southampton, wo einst die Titanic zu ihrer Jungfernfahrt in See stach. Mit einem Gastspiel im Hamburg vom 7. bis 19. August geht die Tour nun zu Ende.

Die Titanic legt ab

© Scott Rylander

Von großen Träumen und tragischen Schicksalen 

TITANIC hatte seine Uraufführung im selben Jahr, in dem auch James Camerons berühmter, gleichnamiger Film in die Kinos kam. Doch mit der Liebesgeschichte von Rose und Jack hat das Stück nichts zu tun. Es bietet vielmehr einen Querschnitt durch die drei Klassen des Schiffes und seine Besatzung. 

Während die Passagiere der dritten Klasse von einem besseren Leben in den USA träumen, haben die Menschen in der zweiten und ersten Klasse ganz andere Gründe für ihre Fahrt. Einige wollen die Welt sehen, andere ihren Reichtum zur Schau stellen oder dem Klatsch entfliehen. Der Direktor der Reederei, Bruce Ismay, dagegen will die Titanic zu einer Legende machen und möglichst schnell New York erreichen. Die Besatzung muss unterdessen zwischen Gehorsam und besserem Wissen entscheiden.

Historisch erstaunlich akkurat 

Beschäftigt man sich ein wenig mit den Fakten über die echte Titanic, wird einem auffallen, wie akkurat Yestons und Stones Darstellung ist. Selbstverständlich wird das Schiff selbst auf der Bühne nicht komplett dargestellt, doch die genauen Abläufe des Untergangs sind sorgsam recherchiert, unter anderem aus den originalen Untersuchungsprotokollen. Viele Details zum Untergang und Überlegungen, wie dieser hätte verhindert werden können, sind in das Stück eingeflossen.

Sämtliche Figuren sind von echten Titanic-Passagieren inspiriert. Viele Namen und Schicksale wurden sogar exakt übernommen, mit allem kleinen, bekannten Details über das Leben und Sterben der Personen.
Yeston war es wichtig, auf diese Weise die Menschen zu würdigen, die auf der Titanic ihren Träumen entgegenfuhren und zu großen Teilen ihr Leben verloren.

TITANIC - Die 3. Klasse träumt in "Lady's Maid" von einem besseren Leben

© Scott Rylander

Eine Geschichte, die berührt 

Jeder kennt die Geschichte der Titanic und ihres dramatischen Unterganges. Interessanterweise macht das die Handlung des Stückes keinesfalls langweilig, sondern eher noch emotionaler. Wenn die Figuren von ihren Träumen und Plänen erzählen, Paare sich ihre Liebe schwören und man die Personen teilweise liebgewinnt, fiebert man mit, obwohl man weiß, dass sich die meisten dieser Träume nie erfüllen werden. Die Spannung bildet sich gerade dadurch, dass man die ganze Zeit auf den großen Knall, die Kollision mit dem Eisberg wartet, sie kommen sieht und weiß, dass niemand sie verhindern kann.

In „nur“ etwa zweieinhalb Stunden, gelingt es Yeston und Stone eine vielseitige Geschichte zu erzählen, die die Schicksale sehr unterschiedlicher Menschen darstellt und dem Publikum näherbringt. Sie ist lehrreich, emotional und bewegend, wie ein gutes Musical es sein sollte.

Musik, die Emotionen transportiert 

Die Musik, die der Broadway-Inszenierung gleich zwei Tony Awards (Musik und Orchestrierung) einbrachte, untermalt die tragische Geschichte exzellent. Im Gegensatz zu anderen Musicals funktionieren viele der Lieder eher als Teil der Geschichte als als eigenständiger Song. In die Handlung sind sie jedoch sehr passend eingewoben und untermalen die großen Emotionen des Stückes auf passende Weise.
Im aktuellen Gastspiel werden für Lieder und Dialoge deutsche Übertitel eingeblendet.

TITANIC umfasst als Stück viele Personen und tausende Schicksale, sodass es nur logisch erscheint, dass es vor allem viele beeindruckende Ensemblenummern enthält. Doch auch mit einigen Soli und Duetten bringt Yeston Abwechslung in das Stück.

Wie auch die Handlung beginnt die Musik fröhlich und hoffnungsvoll. Die majestätische Melodie in „In Every Age“ erzählt von den legendären Bauprojekten der Menschheit und dem Wunsch, Großes zu erreichen. In „Lady’s Maid“ berichten die Passagiere der dritten Klasse von ihren Plänen in der neuen Welt. Die erste Klasse tanzt zum fröhlichen „Doing the Latest Rag“, während  Heizer Fred Barrett in „The Proposal“ seiner Freundin einen Heiratsantrag macht. Auf diese Weise gewinnt man die Figuren schnell lieb und beginnt, ihre Träume zu teilen.

Im zweiten Akt wird es deutlich düsterer und dramatischer. In „The Blame“ weisen sich Kapitän Smith, Reeder Ismay und Schiffbauer Andrews in einer temporeichen, emotionalen Nummer gegenseitig die Schuld am Unglück zu. Herzzerreißend wird es, wenn sich Paare und Familien in „To the Lifeboats“ und „We‘ll Meet Tomorrow“ verabschieden müssen und klar ist, dass sie sich nie wiedersehen werden. 

TITANIC - Schuldzuweisungen an Bord in "The Blame"

© Scott Rylander

Stimmungs- und eindrucksvoll untermalt 

In „No Moon“ kommt es zur Ruhe vor dem Sturm, vor der Kollision, die das Ende des 1. Akts bildet. Diese wird mit Unterstützung der Licht-Technik vor allem durch das begleitende Orchester sehr eindrucksvoll dargestellt. Auch der spätere Untergang des Schiffes wird zum Teil durch die Bühnentechnik, vor allem aber durch die Musik passend und stimmungsvoll untermalt, wie man es von berühmten Filmmusiken kennt.
Ingesamt versteht Yeston es, nicht nur über die Texte sondern auch die Musik alleine die Stimmung, die Hoffnung und die Tragik auf der TITANIC zu vermitteln und das Publikum so mitzureißen. 

Das Bühnenbild von TITANIC ist, im Vergleich zu älteren Inszenierungen, eher abgespeckt und besteht aus lediglich zwei Ebenen, wobei die obere meist die Kommandobrücke des Schiffes darstellt. Auf diese Weise werden geschickt sowohl die Hierarchie auf dem Schiff gezeigt als auch das langsame Zusteuern auf die Katastrophe, während die Passagiere unter Deck nichtsahnend in Hoffnungen und Träumen schwelgen.
Eine Treppe kann auf der Bühne bewegt werden und zum eindrucksvollen Finale hebt sich schließlich auch die obere Ebene als „Heck“ des Schiffes in die Höhe, wenn die Titanic untergeht. 

Beeindruckendes Ensemble 

Ein so vielseitiges und dramatisches Stück wie TITANIC wird natürlich vor allem durch ein Ensemble getragen, das in dieser Inszenierung sängerisch und schauspielerisch sehr stark und ebenso vielfältig ist, wie die Figuren des Stückes.
Claire Marlowe beispielsweise spielt die Lady Caroline, eine junge Adelige, die auf der Titanic mit dem armen Gemüsehändler Charles Clarke durchbrennt, und beeindruckt mit einem glasklaren, klassischen Sopran, der einer Lady würdig wäre.
Jacinta Whyte überzeugt als Alice Beane, besessen von den Reichen und Schönen in der ersten Klasse und aufgedrehte Klatschtante auf ganzer Linie.
Für Gänsehaut sorgt auch „The Proposal/The Night Was Alive“, in das Niall Sheehy als Heizer Fred Barrett jede Menge Emotion legt, während Oliver Marshall als Harold Bride mit klarer, kräftiger Stimme überzeugt.
Ein Höhepunkt des Stückes dürfte das sowohl stimmlich als auch schauspielerisch starke „The Blame“ sein, in dem Philip Rahm als Kapitän E. J. Smith, Simon Green als Bruce Ismay und Greg Castiglioni als Thomas Andrews sich so verausgaben, dass man beinahe Angst hat, sie würden tatsächlich bald handgreiflich werden. 

Im Grunde wäre es jeder einzelne Darsteller wert, an dieser Stelle erwähnt zu werden, denn das Ensemble von Titanic leistet ganze Arbeit. Es gelingt den Schauspielern, dem Publikum jede Figur und ihr Schicksal nahezubringen, und einem am Ende mit gebrochenem Herzen zurückzulassen.

Nur noch kurze Zeit in Deutschland 

TITANIC – THE MUSICAL ist noch bis zum 19. August in der Hamburgischen Staatsoper zu sehen.

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Kategorie: Stadttheater

Tags:

Autor: C. Hain(11.08.2018)

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